31.12.2008

den kompletten Jahresrückblick für 2008 finden Sie hier: http://hunde-oldies.de/jahres-r__ckblick_2008.html

Nachfolgendes stammt einst von der Seite "4er Bande aktuell:

24.12.2008 

Gedankensplitter:

eigentlich ist der Name der Seite ja inzwischen falsch, es müßte jetzt 3er Bande aktuell heißen.. aber das ändere ich sicher erst im nächsten Jahr ab....

Der Baum steht geschmückt im Wohnzimmer, die Geschenke (von mir gibts dieses Jahr nix) sind fertig verpackt und die Fenster sind mit ihrer Deko schon lange versehen...

In der Post von heute steckte eine liebe Überraschung: Das Team von der Station in Szekszart / Ungarn hat eine liebe Karte und einen kurzem Brief geschickt. Damit hat niemand von uns gerechnet, die Freude darüber ist riesen groß!

Micha war heute vormittag schon bei einem Teil von "unseren" Hunden: hat Tapi und klein Dugo und ihre Frauchen und Herrchen besucht. Gemeinsam waren wir dann bei dem blinden Toto und seiner Familie, es geht allen gut. Mensch wie Tier und darüber freuen wir uns sehr. Dackel Otto nebst Familie hat heute Post von uns bekommen, ebenso Ewald & Renate --> Semis ehemalige Gassigeher vom Tierheim..

Unsere Lady ist seit gestern Abend wieder daheim (Urne), im Garten brennt noch immer Tag und Nacht ein Lichtchen für unsere Mini, es ist Weihnachten..

und... ??

Dieses Jahr ist keiner da, der das unten am Baum hängende Lametta fröhlich zerwedelt, oder es sich dekorativ übers Knicköhrchen hängt und stolz "geschmückt" unter den unteren Zweigen des Baumes sitzt und vorwitzig schaut. Auch keine schwarzweisse alte Hundedame mehr, die mit Lametta behängter, stolz und weit oben getragener Rute wedelnd aus dem Wohnzimmer getrabt kommt....

dafür gibts hier immer noch einen dicken Hund, der wie jedes Jahr darauf brennt, mit der Pfote nach einem der kleinen bunt verpackten Päckchen zu angeln und damit anzuzeigen: "Das ist aber jetzt doch sicher meins?!" um im Anschluß daran gespannt mit zuzugucken, wenns dann einer von uns auspackt. Geblieben ist auch eine große Dackeline, die der Meinung ist, ihr oller dreckiger, zerfledderter Spielball muss unbedingt mit untern festlich geschmückten Baum und eine XS-Dackeline, die sich überhaupt nicht sicher ist, was denn nun hier so alles geschieht.. es ist ihr erstes Weihnachten bei uns.

Geblieben ist auch der Brauch des Hunde-Weihnachtstellers.. mit Käse, Wurst und anderen Leckerein. Den gibts heute vor der "Menschenbescherung" und zusätzlich zum normalen Fresschen.

Neu ist am diesjährigen Weihnachten: In der Küche turnt "Herrchen" herum, seines Zeichens für heute der Koch in unserem Zuhause.. das Chaos tobt, ich putze die Küche hinterher ganz sicher nicht, er wollte diesen Flattermaxe am heilige Abend haben, ich hätte ihn nicht gebraucht, darum:  "Ja gerne, dann mach du aber auch. Dazu gehört auch die Beseitigung des Chaos in der Küche nach dem Festessen". Ich höre ihn in der Küche rotieren.. Derweil unser Sohn, ebenso wie ich gerade, vorm PC sitzt und irgendwas zusammen klappert..

Dennoch, ich entschwinde nun auch nach unten, es ist doch noch das Eine oder Andere zu richten bevor es Abend wird und wünsche

allen Lesern unserer Seiten einen schönen Weihnachtstag / Abend mit ungetrübt guter Stimmung und vielen netten Kleinigkeiten.

 

 

11.12.2008

Unsere Lady hat gegen 18 Uhr ihre letzte große Reise angetreten. Sie ist an der Regenbogenbrücke von Tildchen abgeholt worden. Die beiden alten Mädchen haben sich nun wieder gefunden.

Ein Lichtchen für meine alte große Lady Maus, damit ihr letzter Weg nicht so dunkel ist:

 

01.12.2008

Endzeit mit Lady.

Die Blutergebnisse vom letzten Samstag sind mehr als eindeutig. Ihre Nieren möchten nicht mehr.. sie sind durch die Diabetes so stark geschädigt, dass es kaum noch Hoffnung auf eine Besserung gibt. So hangeln wir uns seit gut drei Wochen von Tag zu Tag, über jede Nacht - in der Hoffnung am nächsten Morgen einen Hund vorzufinden, der in seinem Körbchen liegt und sich freut, uns zu sehen. Nachts brennt seit einiger Zeit das kleine Licht im Schlafzimmer - fest schlafen tu ich nicht mehr, ich höre wenn sie von einem Platz zum anderen wandert. Und sie wandert in den letzten Nächten viel umher. Liegt nirgendwo lange, erst gegen Morgen findet sie Ruhe und schläft fest ein. Dann ist sie entspannt. Heute in der Früh habe ich sie zum erstenmal die Treppe herunter getragen.. sie mochte noch nicht aufstehen, war müde und so schön eingemummelt in ihrem Körbchen gelegen.. ich hätte sie gerne weiter schlafen lassen, aber es ist Montag und ich musste arbeiten.. also, weckte ich das verschlafene Hundetier und trug sie dann die Treppe herunter. Danach ging sie ganz freiwillig und recht fröhlich in den Garten. Heute Mittag habe ich mit ihr einen Tierarzt-Termin, der länger dauern könnte. Ich habe extra mit einer Kollegin den Dienst getauscht, damit ich Zeit habe für diesen Termin, der über alles weitere Vorgehen entscheidet..

Die einzige noch mögliche Therapie ist eine derart teure Angelegenheit, dass wir im Vorfeld lange darüber reden werden müssen - wie stehen die Chancen das es was hilft - was ist, wenn es nicht anschlägt, usw. Natürlich werden wir es nicht unversucht lassen, sollten die Chancen das es anschlägt und Besserung bringt, gut stehen. Man lässt ja nichts aus, wenn es Erfolg bringen könnte.. wobei hier die Betonung auf "könnte" liegt.. denn sicher ist nichts.  Am 14.12. ist das Mädchen 15 Jahre bei mir.. wir hoffen, dass wir diesen Tag noch alle zusammen verbringen können. Aber auch hier gilt, wie bei jedem unserer Hunde, sie muss sich nicht quälen müssen, wenns nicht mehr geht.

Nachtrag 20.00 Uhr: Wir versuchen es, haben die Therapie heute gestartet. Sollte sich binnen einer Woche keine deutliche Verbesserung im Fressverhalten einstellen, dann wissen wir, es greift nicht. Der letzte Strohhalm.. greifen wir danach, auch wenns verdammt viel Geld kostet.. und hoffen wir, dass es greift und Besserung bringt. Sie ist uns einfach noch viel zu munter, als das wir diesen "Strohhalm" unversucht lassen könnten und möchten. Eventuell bringt es ihr noch ein paar gute Wochen oder gar Monate.

 

22.11.2008

Ein kurzer Überblick über unser Rudel im November 2008.

Nessi ist jetzt 1 Jahr bei meiner Ma. Die kleine Hündin hat sich gut eingefügt und ist ein fröhlich-aufgeweckter Spielhund. Von ihrer Sehbehinderung ist so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Dank guter Tropfen vom Tierarzt konnte die Hornhaut des Auges doch noch gerettet werden, ihr Augenlicht hat sich sehr verbessert, das Auge wirkt klarer und tränt auch nicht mehr. Nessi kommt oft am Wochenende zu uns, hier mischt sie die Oldies gut durcheinander und bringt Spiele-Spaß ins Haus, was zumindest Nina genießt. Nina spielt sehr gerne - nur leider mag keiner unserer Oldies mit dem aufgeweckten Zwerg so wirklich herum albern. Nora vergißt ab und zu ihre Scheu und tollt hin und wieder ausgelassen mit Nina durch den Garten. Aber ihre große Unsicherheit lässt das leider nie länger als nur ein paar kurze Minuten zu. Aber auch hier sehen wir langsame Besserung. Noras Aggression gegenüber Besuchern und Gästen lässt inzwischen merklich nach - fast 3 Jahre sind eine recht lange Zeit, doch sie haben nun nach und nach immer wieder kleine Erfolge gebracht, der Hund wird sicherer. Zuhause ist sie ein freundlicher, verspielter Hund, draussen noch immer sehr unsicher - aber sie orientiert sich stark an uns. Gehen wir mit dem ganzen Rudel spazieren - ist Nora ein kleiner Giftzwerg, der nach vorne geht. Klar - mit 3, manchmal auch 4 weiteren Hunden und uns im Rücken ist sie stark! Semis Lahmheit hält sich derzeit in Grenzen - dank den Reiki Behandlungen von Kristin lahmte er zeitweilig gar nicht mehr. Nun lässt die Wirkung wieder nach und ab und zu geht er wirklich (bildlich gesehen) fast am Stock, sprich sehr langsam. Kristin - es naht Arbeit! *lach*  Denn, nichts hat ihm so gut geholfen, wie diese Reiki Sitzungen. Im Dezember sollte das dicke Tier - wenn möglich - wieder ein paar Sitzungen bekommen, einfach um ihm ein wenig mehr Lebensqualität zu geben, die Schmerzen in Grenzen zu halten. Auf Schmerzmitel wie Rimadyl oder ähnliche Mittel, reagiert er nämlich überhaupt nicht. Das Zeug können wir getrost der Tonne übergeben, der Erfolg und die Wirkung wäre nämlich die Gleiche - nämlich um die Null herum. Lady ist zur Zeit unser Kummerhund Nummer 1. Ihr Fressverhalten lässt auf Dauer nichts Gutes ahnen. Ausgerechnet sie, die nie genug kriegen konnte - mäkelt sich von Futtergabe zu Futtergabe. Die Blutzuckerwerte schwanken wie nie zuvor - der Allgemeinzustand des Hundes ist nahe an der Grenze zu "bedenklich". Sie nimmt ab - frisst heute dies nicht, morgen das nicht. Egal, wir bieten ihr halt alles an, und das was sie mag soll sie dann auch bekommen. Müssen wir nur ständig den Zuckerwert im Auge behalten, der natürlich dadurch extrem Karusell fährt. Sie ist sehr alt... was soll man dagegen tun? Gegen Alter kann man nichts machen.. So ist sie allerdings munter und recht gut drauf. Hoffen wir, dass dieser "gut drauf" Zustand noch lange erhalten bleibt. Auch der Zwerg Nina hat seine Vergangenheit gut weg gepackt und ist ein heiteres Hundchen geworden. Sie freut sich fast den Wedel ab, wenn sie einen von uns erblickt. Hopst aufgedreht auf dem Bett herum, wenn man aufstehen möchte und geht für ihr Leben gern Gassi. Der Zwerg hat allerdings ein gesundheitliches Problem mitgebracht, mit dem nicht zu spaßen ist. Ebenso wie unsere verstorbene Minimaus kämpft sie mit abnormen Entzündungs - Parametern der Bauchspeicheldrüse und der Leber. Frühzeitig erkannt, konnten wir gut gegensteuern und hoffen, diesem winzigen Hund bleibt ein solcher Schubverlauf (wie er bei unserer Mini auftrat) dieser Krankheit erspart. Zur Zeit geht es ihr jedenfalls sehr gut. Sie ist munter, frisst alles mit Begeisterung - ihre Tabletten sortiert sie gnadenlos aus und bekommt diese dann eben in Wurst verpackt erneut untergeschoben. Bis jetzt funktioniert es und sie nimmt ihre Medis auf diese Art doch brav ein.

 

 

07.11.2008

Mittlerweile ist es November geworden, die Blätter sind bunt und fallen herab und mir fällt immer noch nichts vernünftiges für einen Nachruf für Tildchen ein. Außer: Sie fehlt! Sie fehlt so unbeschreiblich. Immer und überall.

Und es scheint, als müßten wir schon wieder kämpfen. Dieses mal ist es Lady, meine alte "Kampfkuh", mit der wir um jede neue Woche fighten. Es begann vor ein paar Wochen mit einem harmlosen Magen - Darm Infekt. Sie begann beim Fressen zu mäkeln. Just dieser Hund, der einst wie ein Staubsauger über jeden Krümel herfiel, lies nun sein Futter unberührt stehen. Das gabs es zwischenzeitlich nur kurzfristig, als sie mit ihrer Diabetes begann, hatte sich aber wieder normalisiert. Mittlerweile ist der Infekt überstanden, doch die alte Dame frisst trotzdem nicht mehr wie früher. Zunächst hatten wir die Blutzuckerwerte in Verdacht, dadurch das sie Durchfall und Erbrechen hatte, war natürlich alles an Blutzuckerwerten durcheinander geraten. Die schwanken auch nach wie vor extrem - aber selbst wenn sie im unteren Bereich sind, Lady frisst nicht. Egal was ich ihr anbiete.. mal 2-3 Mäuler voll, dann geht sie von der Schüssel wieder weg. Fraß sie gestern noch halbwegs zügig ein paar Brocken gekochtes Herz mit Sud und Reis - so guckt sie heute exakt das gleiche Fresschen angewidert an und geht. In unserem Kühlschrank stapeln sich derzeit die Tupperschüsselchen mit "Delikatessen für den Hund", weil das annehmen der Futtersachen sich tagtäglich ändert. Heute Mittag gab es dann extra für sie Thunfisch.. den hat sie sie zumindest mal mit offensichtlichen Appetit gefressen - um ihn eine Stunde später in einem Rutsch wieder wegzuspucken. Und so hangeln wir uns von Mahlzeit zu Mahlzeit.. was eben noch zum betteln verleitete, wird nur wenige Minuten später verächtlich stehen gelassen. Nun heißt es ja: Hund verhungert nicht vor voller Schüssel.. mag sein, aber hier liegt der Fall offenbar anders. In Anbetracht dessen, dass Lady ein inzwischen sehr alter Hund ist, mit vielen Krankheiten belastet, an denen es nichts zu ändern gibt - trage ich ihr gern jedes Futter nach, notfalls bis in ihren Korb. Wir sind mehrfach pro Woche mit ihr beim Tierarzt und der sagte, dass es wahrscheinlich jetzt wirklich rapide bergab mit der alten Hundedame gehen könnte. Das hohe Alter, ihr krankes Herz, der Krebs, die Diabetes, es spielen soviele Faktoren ineinander... hoffen wir das Beste und auf eine noch recht gute, hoffentlich lange, Zeit. Es sah schon so oft so aus, als würde sie in die Endphase gehen und sie stand so oft wieder auf. Vielleicht auch dieses mal wieder. Wir würden es uns von Herzen wünschen.

 

03.08.2008

.. ich habe einen "Hänger" in den Gedanken -  im Moment geht einfach noch nix..

heute sind es 4 Wochen die bereits vergangen sind, 4 Wochen ohne unseren kleinen Sonnenschein, ohne Tildchen. Noch immer suche ich nach passenden Worten für ihren Nachruf - und finde immer noch keine. Es gäbe soviel über diesen kleinen Hund zu erzählen, soviel Gutes, soviel Liebes, soviel Schönes.. doch ich bringe nichts davon aufs "Papier".  Noch nicht, ich kann es einfach noch nicht...Freunde sagen: "Mensch,lasst euch doch Zeit dafür, niemand drängt euch.." Sie haben ja recht, aber.. wir sind ihr doch wenigstens einen liebenvollen Nachruf schuldig, wenn wir ihr schon sonst nicht mehr helfen konnten. Nur im Moment, es geht noch nicht.. ich bring es nicht hin und auch Micha bringt noch nichts vernünftiges zusammen. Das Einzige was wir sicher wissen: Es ist einsam und sehr still hier geworden ohne die kleine Maus. Sie war nie ein lauter Hund - und doch fehlt ihr Trippeln, ihr Bellen, ihr Freuen wenn man nach Hause kommt. Es sind 4 andere Hunde da - und doch es ist einsam ohne sie.. leer. Seltsam leer, nach all den Wochen der intensiven Fürsorge, nach all den Wochen hoffen, bangen, zittern um sie. Kein kleiner, grau und kantig gewordener Hund mehr da, den man mit sich herum auf dem Arm trägt und mit ihm zusammen am Fenster steht.. keine Öhrchen mehr, die sich keck aufrichten, kein fröhliches Wedeln mehr, selbst beim fressen stand das Wedelchen ja niemals still...

Tag und Nacht brennt ein Lichtchen im Garten für sie.. seit nun mehr 4 Wochen.

Irgendwann werde ich es hoffentlich schaffen für diesen wundervollen, kleinen Hund einen Nachruf zu schreiben..

Ja, das Leben geht weiter, sicher, aber es ist vollkommen anders geworden ohne unsere Minimaus..

*****

Etwas ganz anderes und nur so nebenbei angemerkt: Wir haben wieder Kontakt zur ungarischen Station in Szekszard. Ein ganzes Jahr ist inzwischen vergangen.. Und umso mehr freuen wir uns über den neuen Kontakt. Der Station geht es derzeit nicht gut, die Schließung - die bereits im letzten Jahr so drohend über ihr hing - wird mehr und mehr zur Gewissheit. Das Gelände auf der sich die Station befindet, wurde inzwischen verkauft und man sucht verzweifelt nach einer anderen Unterbringungsmöglichkeit der Tiere oder auch der gesamten Station. Und wieder droht ein Stückchen Tierschutz und eine Zuflucht für arme, geschundene Tiere in Ungarn zu Boden zu gehen.. es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es die Auffangstation nicht mehr geben wird und alle zum dortigen Zeitpunkt lebenden Hunde in der Tötung enden.. Wir hoffen mit den Ungarn der Station zusammen, dass sich eine gute, preiswerte Lösung findet, in der Menschen und Tiere weiter existieren dürfen und können.

 

31.07.2008

Die ersten Tage und 2,5 Wochen ohne unsere Kleinste waren extrem schwer. Das so ein kleiner Hund eine solch große Lücke hinterlassen kann, ist unglaublich. Ob Zufall oder von Tildchen geschickt - oder auch nur der Wille von "dem da oben" - wer weiß es schon, jedenfalls nahmen wir nur knapp eine Woche nach Tildchens tot eine arme, recht geschundene Zwerg-Langhaar-Dackeline zur Pflege bei uns auf. Klein Nina ist kein Ersatz und wird auch niemals die Position von Tildchen in unseren Herzen einnehmen können - aber sie ist lieb, freundlich und für jeden Streichler zu haben. Zunächst allerdings zeigte das Dackeltierchen massive Angst, vornehmlich vor Männern. Wunderte hier niemanden, da wir die Vorgeschichte zu der Handvoll Hund kennen. Mittlerweile dackelt sie recht aufgetaut und fröhlich hier herum und hat uns gezeigt, dass sie sogar über ein recht kräftiges, hübsches Stimmchen verfügt und  *seufz* sie ist so klein, sie passt durch die Streben unseres Hoftores. Allerdings hat sie bisher nur einmal versucht sich da hindurch zu zwängen und der daraufhin folgende Anpfiff hielt sie bisher vor weiteren Krabbelversuchen in die Freiheit ab. Trotzdem werden wir zusätzlich einenengmaschigen Zaun anbringen, denn sicher ist sicher. Nina wird bleiben, das steht bereits fest.

 

06.07.2008

 

 ein Lichtlein für unsere liebe, kleine Minimaus, die heute um 19:30 friedlich in ihrem Körbchen einschlief.

 

 

01.07.2008

 Leben heißt:  jeden noch verbleibenden Tag bewußt erleben und das Beste daraus mitnehmen..

Mathilda, Tildi, Tildchen, Mini-Maus, Kleinstes...

So schwer es uns auch fällt - der Abschied naht. Die letzten Blutwerte zeigen sehr deutlich, dass ihre Bauchspeicheldrüse und die Leber mehr als nur angegriffen sind. Die Tierärzte meinten übereinstimmend, es geht nur noch um Tage, vielleicht auch ein paar Wochen - nicht mehr um Monate oder gar Jahre. Dennoch, sie stapft recht munter umher, frisst halt nur noch wenig, genießt jede Streicheleinheit. Sie ist sehr schmusig, war sie zwar schon immer, aber nun ist sie es noch viel mehr. Unser kleiner "Tragedackel" fühlt sich auf dem Arm sehr wohl und wir nehmen sie auch gern auf den Arm, damit sie die Nähe zu uns hat. Schmerzen hat sie keine und noch signalisiert sie auch nicht, dass sie gehen möchte. Sie hat gute Tage, weniger gute Tage - auch mal schlechte Tage dazwischen. Solange die guten Tage überwiegen und sie nicht zeigt, dass es nun genug ist, soll sie auf jeden Fall noch bleiben können. Sie genießt die Stunden im Garten sehr, liegt im Schatten, schnuffelt umher, die Öhrchen sind aufmerksam aufgestellt und die Kleine reagiert auf jede Ansprache gut und mit fröhlichem, freundlichem Wedeln. Wir bieten ihr alle paar Meter etwas zu futtern an. Nimmt sie es, ist´s gut, nimmt sie es nicht, versuchen wir es ein wenig später eben noch einmal. Hundefutter ist mit Abstand das was sie am wenigsten annehmen mag. Tildchen ernährt sich die letzten Tage mehr oder minder von dem was wir essen. Von mir aus kann sie sich quer durch den Kühlschrank fressen, hauptsache sie frisst und es schmeckt ihr und es bleibt drin. Fleisch kann sie auch verwerten, nur keine Kohlehydrate mehr oder fettiges. Mit den Tabletten die sie nun gegen den ständigen Brechreiz bekommt geht es ihr relativ gut. Die Medikamente wurden mittlerweile stark reduziert, sie bekommt weiter ihre Herzmittel, ihre Nieren & Lebertabletten, zusätzlich etwas was ihr die Verdauung erleichtert und damit kommt sie recht gut zurecht im Moment.

Die kleine Maus ist nun in ihrer Endzeit angekommen... machen wir sie ihr so schön wie nur irgend möglich...

Wir hoffen natürlich, dass unsere Mini sich doch noch einmal berappelt und die Kurve noch mal schafft... und hoffen darf man immer. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

 

23.06.2008

 Jeder Tag IST ein Gewinn !

Mathilda:

Dackelchen Mathilda erhielt von einer lieben Freundin einen Sommerumhang aus ganz leichtem Stoff. Die kleine Maus hat durch ihr hohes Alter und ihre Krankheit einige Stellen auf denen kein Fellchen mehr wächst und um Sonnenbrand zu vermeiden, schneiderte Ingrid ihr liebevoll bis ins kleinste Detail, diesen niedlichen Sonnenschutz.

 Super Verarbeitung!

Danke, liebe Ingrid  nun kann ich in den Garten...

.. stöbern gehen,  ohne Sonnenbrand zu bekommen!

Bei einer Kontrolluntersuchung im April von Mathilda und ihrem Blut war es schon zu sehen, es bahnte sich ein neuer Schub ihrer verflixten Krankheit an. Es wurde sofort mit Medikamenten dagegen gehalten, zunächst noch mit Erfolg, der Schub kam zwar, aber doch deutlich abgedämpft. Die Krämpfe blieben aus, doch ihr Bäuchlein begann sich gegen Futter und Wasser wieder zu wehren. Sie spuckte, während ihr Kot aber noch normal geformt blieb. Es sah gerade so aus, als hätte unser Tildchen die Kurve nochmal geschafft und der Schub am abklingen, da traf sie unverhofft in der Nacht im Schlaf ein Schlaganfall. Sie stellte das Fressen & Trinken nun komplett ein, da sie ihre Zunge nicht kontrollieren konnte und ihr beides, Fressen und Trinken, sehr große Probleme machte. Wir gaben ihr Wasser und Brei direkt ins Mäulchen, hielten ihr später die Schüsselchen hoch genug, sie konnte vorübergehend den Hals nicht weit genug beugen um dran zu kommen. Ihr rechtes Vorderbein führte ein ominöses Eigenleben, fuchtelte sinnlos und unkontrolliert durch die Gegend, sie konnte das Beinchen nicht zuverlässig steuern. Diese Symptomatik legte sich aber recht schnell wieder. Auch die Zunge gehorchte ihr relativ schnell wieder, dennoch verweigerte sie weiterhin Futter und Wasser und wenn sie dann tatsächlich mal was trank, erbrach sie es direkt und im hohen Bogen wieder. In den vergangenen 3,5 Wochen war kein Tag wie der Vorherige. Es gab Tage, da atmeten wir auf - sie nahm Futter an, wenig zwar nur, aber immerhin. Es blieb auch drin, meist aber nur bis zum nächsten Morgen. Auffallend war: Fleisch verwertete sie, Beilagen wie Reis, Kartoffeln oder Nudeln erbrach sie spätestens 24 Stunden nach dem Fressen unverdaut wieder. Wir standen in ständigen Kontakt mit dem Blutdiagnostiker und stellten die Kleine zusätzlich unserem Haus Tierarzt vor, beide zusammen sollten es doch eigentlich schaffen, die Mini wieder auf die Beinchen zu bekommen. Der Haus-Tierarzt für den Schlaganfall, der Blutdiagnostiker für den Schub. An den Sympthomen des Schlages konnte unser Haus-Tierarzt doch nichts mehr ändern, die mußten nun von alleine abklingen. Hier spielte die Zeit eine große Rolle, dass wußten wir von Asko, der damals auch einige Tage brauchte um sich zu berappeln. Doch durch den Schlaganfall war jetzt alles komplett und gründlichst durcheinander geraten und der Schub kam nun mit Wucht und ungebremst durch. Vergangenen Freitag stellten wir die Mini einem neuen Tierarzt vor, der auch mit dem Blutdiagnostiker eine Zusammenarbeit nicht abwehrt. Nicht jeder Tierarzt kann mit Homöopathie etwas anfangen, mach einer sperrt sich komplett dagegen, es geht aber hier in dem Fall nur gemeinsam. Hier muss Schulmedizin und Homöopathie sich ergänzen. Die Kleine bekam eine Infussion um ihr die fehlende Flüssigkeit zu ergänzen, Aufbauspritzen und auch ein Cortison / Vitamin B / Penicilingemisch. Der Bauchraum wurde geröngt, auf den Bildern war aber nichts zu finden, was wir nicht schon gewußt hätten. Es wurde ihr Blut abgenommen, dieses ging direkt ins Labor um ein neues Blutbild erstellen zu lassen. Nun hatten wir 45 Km Fahrt und eine sehr gründliche Untersuchung mit Versorgung hinter uns und auch 45 Km Fahrt wieder zurück.. es war drückend warm, extrem schwül - daran änderte auch das voll aufgedrehte Gebläse und alle geöffneten Fenster im Auto nichts. Dieses Wetter ist dem kleinen, gesundheitlich sehr angeschlagenem Hund natürlich eine zusätzliche Belastung. Die Nacht zum Samstag verbrachte ich bei der Kleinen unten, saß bei ihr und hatte das Gefühl, der Hund hatte gerade den zweiten Schlaganfall. Sie konnte das Mäulchen nicht schließen, das Zungelchen hing ein Stückchen heraus, ihre Hinterbeine wollten nicht wie die Vorderbeine, eigentlich wollte gar nichts so wie es sollte. Aber sie reagierte auf mich, auf Ansprache und Streichler. Das ist bei einem Schlaganfall doch etwas anders, die Nacht war trotzdem extrem schlimm, für uns alle. Kurzum, im Gedanken nahmen wir bereits Abschied - doch die Kleine dachte gar nicht daran sich zu verabschieden, dass wiederum zeigten ihre Augen. Sie kämpfte... wie sie all die Tage vorher auch gekämpft hatte und wir mit ihr. Am Morgen stand sie auf, schwankend wie ein Seemann auf Landgang und trank Wasser, dass auch drin blieb. In aller Früh telefonierte ich schon mit dem Tierarzt. Der machte Druck im Labor um die Blutergebnisse bis spätestens Samstag Mittag auf dem Tisch zu haben. Die Sympthomatik hätte nämlich auch auf Nierenversagen mit Vergiftung hindeuten können, die zieht in den Kopf und äußert sich unter Umständen auch so, dass wäre tatsächlich dann das Aus gewesen. Gegen 15 Uhr am Samstag kam der Anruf vom Tierarzt und uns fiel allen ein riesen Stein vom Herzen - die Nierenwerte sind zwar nicht gut, aber auch nicht bedrohlich schlecht. Noch einmal lies der TA sich alle Sympthome schildern, noch einmal ganz genau. Und meinte dann: "Erhöhen Sie mal die Herztabletten, alle 2 Stunden eine halbe Crataegus, da wir die Nieren ausschließen können und ein Schlaganfall doch etwas anders aussieht, kann es eigentlich jetzt nur noch an einer massiven Unterversorgung mit Sauerstoff und Blut vom Herz an den Kopf liegen. Das gibt auch solche massiven Aussetzer. Dann stimmt die ganze Koordination nicht mehr, der Kopf kann unter Umständen die Befehle an den Körper nicht mehr korrekt weiterleiten" Haben wir getan und schau an, die Mini wurde zusehends munterer, torkelte immer weniger, trank und begann sogar am Futter zu naschen. Alles blieb drin. Am Sonntag nahm sie mehr zu sich, als in der kompletten vorangegangen Woche. Sie interessierte sich auch wieder freiwillig fürs Futter, auch wenn sie immer noch nicht alles Angebotene nimmt, sie frisst wieder. Alle Tabletten geb ich ihr derzeit in Wasser aufgelöst und mit einer Spritze direkt ins Mäulchen. Gestern abend waren wir zum Kontrolltermin beim Tierarzt, wieder bekam sie ihre Cortison / Vitamin B Mischung gespritzt, auf das Penicilin wurde verzichtet, auch weil nicht sicher auszuschließen ist, dass sie eben mit all jenen Ausfallerscheinungen darauf reagiert haben könnte. Auf eine weitere Infussion konnte verzichtet werden. Für ihre sehr angegriffene Leber bekommt sie nun zusätzlich Tabletten, auf pflanzlicher Basis. Auch die Pankreas macht noch argen Kummer und beides zusammen muss nun in halbwegs normale Bahnen zurück gelenkt werden. Nun hoffen wir, dass die Kleinste weiterhin frisst und trinkt, auch wenn die Wirkung des Medikamenten-Cocktails nachlässt. Das sie sich von all dem nach und nach wieder erholt und uns noch recht lange und munter erhalten bleibt. Denn ganz gesund wird sie nie mehr werden, dass wissen wir ja. 

24.06.2008 Heute früh dackelte sie mit flotten, sicheren Schrittchen draussen im Garten herum, Wedelchen fröhlich schwenkend, Öhrchen hoch aufgestellt. Gefrühstückt hat sie heute auch mit Genuß. Am Abend beschloss sie, dass Frauchens Scheibe Fleischkäse nun genau das Richtige zum satt werden wäre und futterte mit viel Genuß fast die komplette Scheibe auf. Es ist zunächst mal zweitrangig WAS sie frisst, hauptsache sie frisst und das mit gutem Hunger. Auf die Feinheiten kommen wir später wieder zurück.

25.06.2008 Nach einem guten Frühstück, stand sie wedelnd in der Küche. Im Garten strolchte sie fröhlich umher, schnupperte sehr interessiert an Sträuchern und Büschen. Zur Mittagszeit vertilgte sie runde 100g Rinti Pur. Soweit bin ich also mit ihr für heute erst mal zufrieden.

Aber Daumendrücken ist noch immer angesagt.....

Mal sehen wie es mit der kleinen, alten Dackeline weitergeht.

Tildchen letzte Woche im Garten, beim Sonnenbaden:

die kleine Maus ist scheinbar auf dem Wege der Besserung!

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Semi:

Auch unser Semi macht Kummer. Der dicke Hund lahmt und lahmt und keiner findet was. Sehnen, Muskeln und Gelenke sind auf Sicht und Tastkontrolle in Ordnung. Nichts heiß, nichts geschwollen, er zeigt auch nichts an, wo es wehtun könnte. Er war vergangene Woche beim Röntgen, bot natürlich seine gewohnte Show, die er immer beim Tierarzt abzieht, mit Grollen, Brummen, versuchten Schnappen &  Beißen. Nur, er weiß, dass es alles nichts nutzt und gibt dann ja doch nach. Erst das letzte Röntgenbild gab Aufschluß darüber, wo der eigentliche Schmerzbereich liegt. Es ist doch die Schulter. Dort zeigen sich im Knochen Veränderungen. Nun müßen wir in ca. 8-10 Wochen zum nachröntgen, es besteht der erhöhte Verdacht auf Knochenkrebs. Semi ist mittlerweile 14 Jahre alt, kein Jungspund mehr. Steif auf den Gelenken,  wenn er nicht wirklich Grund dazu sieht, zockelt er lieber gemütlich heran, im Ernstfall dreht er aber immer noch gewaltig auf und macht Tempo. Derzeit erhält er etwas das den Knochenaufbau unterstützt und da er auf Schmerzmittel teils gar nicht, teils nur mäßig reagiert hat in der Vergangenheit, nun ein recht starkes Mittel für Tage an denen er gar nicht auftreten kann. So ist der "Sausack" inzwischen lieb und freundlich, hat Spaß dabei die Vögel aus dem Garten zu verjagen und verbellt jedes Flugzeug am Himmel. Fremden gegenüber immer noch sehr mißtrauisch, wachsam. Aber Bewachen geht immer. Er fährt noch immer rasend gern Auto, obwohl er zum Einsteigen nun doch stets die Rampe braucht. Mach keinen Blödsinn, Dicker. Du hast noch viel Zeit...

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Lady:

Lady, wenn sich unsere kleine Dame nicht immer wieder irgendwo selbst bedienen würde, hätten wir mit ihrer Diabetis weitaus weniger Probleme. Das Erdbeerbeet wurde von ihr heimlich geplündert und wir wunderten uns Tagelang warum der Zuckerwert so irre hoch war. Aber selbst als wir endlich die Quelle des Übels aufgespürt und abgedeckt hatten, fiel der Blutzuckerwert nur langsam. Also mußte es noch irgendwo eine Quelle geben, an der sie irgendetwas Süßes auftrieb. In unserem Garten gab es aber nur die Erdbeeren.. es sei denn, hinter der Hecke rankt etwas das Früchte trägt. Jawohl. Des Rätsels weitere Lösung wuchs hinten am Gartenzaun vom Nachbar herüber. Nachdem die Heckenschere dort zum Einsatz kam, konnten wir mit zusehen wie der Blutzuckerwert endlich wieder sank. Ihre Werte sind zwar immer ein wenig unstabil - aber jenseits der 400 Marke auf der Mess-Skala des Zuckertestgerätes wird es schon recht heftig. Zusätzlich entwickelt sich bei Lady am After ein Tumor, der leider entgegen aller Prognosen doch schneller wächst als angenommen. Lady mit ihren 15 Jahren trägt viele Probleme mit sich herum. Dennoch, sie ist Lebensbejahend, fröhlich, munter und übermütig. Den Kopf voller Flausen, Ideen und Übermut - geht es ihr ihrem Alter entsprechend gut. Hoffen wir, dass es noch lange so bleibt...

 

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Nora:

Nora - Übermut im Überfluss. Die Einzige die wirklich gesund ist, dafür aber andere Probleme macht. Inzwischen hat sie sich an TW gewöhnt, der ja recht häufig unser Gast ist und lässt ihn unbehelligt. Andere Gäste jedoch attackiert sie nach wie vor. Erstaunlich ist zu sehen, wie sehr sie sich nun doch an unser Rudel angeschlossen hat. Die ersten Monate sah es ja ganz so aus, als wenn sie doch lieber ein Einzelgänger bleiben würde. Das ist vorbei. Sie strolcht gemeinsam mit den anderen Hunden im Garten umher. Sie "vermisst" einen fehlenden Hund und wartet an der Tür auf ihn. Sie freut sich, wenn alle komplett zusammen sind. Und ihr Entche liebt sie immer noch heiß und innig. So nach und nach entwickelt sich dieser völlig verquere Hund doch noch in die richtige Richtung zum Familienhund. Sie geht mittlerweile auch mit uns alleine Gassi, ohne die Rückendeckung des Rudels. Ihr Vertrauen zu uns ist inzwischen sehr groß geworden und sie meistert nun auch Situationen vor denen sie Angst hat, mit weitaus mehr Ruhe und Sicherheit als noch vor einem halben Jahr.  

 

 

17.04.2007

"Wir brauchen halt für alles nun doch etwas länger.."

sagte ich gerade vorhin zu meinem Mann, als ich mit der Minidackeline von der Gassirunde kam. Heute ist Donnerstag und Donnerstags Nachmittags hab ich ein paar Stunden mehr Freizeit. Freizeit, die wir, wenn das Wetter mitspielt, gern unserer Kleinsten zugute kommen lassen. Heute war super schöner Sonnenschein am Nachmittag und weil es in den letzten Tagen nur geregnet hatte, deshalb unsere Mathilda eben nicht so mit raus konnte, außer in den Garten - nahm ich sie mir an die Leine und zockelte gemütlich mit ihr los. Vorweg gesagt, Mathilda ist inzwischen fast völlig blind und findet sich nur mit guter Leinenführung im freien Gelände zurecht. Zuhause in ihrem Garten kommt sie gut klar - auch im Haus ist das alles kein Problem - nur auf der Straße und im Feld, da benötigt sie nun doch unsere volle Aufmerksamkeit und Führung. Fröhlich wedelnd tapperte das kleine Dackelmädchen an leicht gespannter und getraffter Leine auf gleicher Höhe mit mir mit. Die Nase ist ständig in Bewegung - ihre Ohren dreht sie hin und her und das, obwohl auch ihr Gehör schon sehr stark nachgelassen hat. Als ein Motorrad an uns vorbei rast und der Fahrer just auf gleicher Höhe mit uns seine Maschine in der Drehzahl hochreisst, erschreckt unsere kleine Hundemaus. Sie konnte nicht einordnen von wo das Geräusch kam, empfand es als Bedrohung die sie nicht kommen sah und blieb schlagartig stehen. Mathilda machte sich noch viel kleiner, als sie ohnehin schon ist.. "Ja Danke auch, Herr Motorradfahrer" - denke ich und nehme mit der Hand Kontakt zu unserer Mini auf. Nun wo sie die Hand spürt, nimmt sie die Nase wieder neugierig hoch. Auf leichten Zug an der Leine setzt sie ihre Pfötchen wieder in Gang und trippelt erneut fröhlich wedelnd mit mir mit. Wir sind ungefähr seit 10 Minuten von Zuhause weg - heißt so ungefähr 1,5 Straßen weiter und noch ist unsere Wiese zum Gassi schnuppern nicht mal in Sicht. Es dauert halt nun alles etwas länger - aber sie hat Freude am Gassi gehen und sobald es uns möglich ist, gehen wir mit ihr auch. Weitere 10 Minuten später erreichen wir die große Wiese. Die Wiese ist mit den anderen Hunden innerhalb von 5 Minuten zu erreichen - doch klein Mathilda braucht halt länger, sie schnuppert hier, sie schnuppert da - bleibt stehen, lauscht in die Umgebung. Oder sie orientiert sich neu an mir, um dann erst wieder im Trippeltrab neu zu starten. Sie ist, wie auch ältere Menschen manchmal sind, langsam und mit vielen Pausen unterwegs. Manchmal erinnert sie mich sehr an eine alte Dame, die jeden Morgen an meinem Büro vorüberging, am Schaufenster stehen blieb - nach Luft schnappte, einfach ein Päuschen einlegte, immer und jeden Tag aufs neue unseren Schriftzug las, der an der Scheibe stand und dann mit gemächlichen Schritten weiter ging. So ähnlich ist auch das Gassi gehen mit Mathilda heute.. ein paar Schritte laufen, stehen bleiben, schnuppern, lauschen - wieder ein paar Schritte laufen..

Auch wenn ihre Augen trüb geworden sind, sie nicht mehr viel oder praktisch gar nichts mehr sieht, außer Hell und Dunkel - liest sie auf ihre Art "Zeitung". Die Hundezeitung, die an jedem Busch angepinnt ist - an jeder Ecke - an jedem Büschel hochstehenden Gras. Tildi "inseriert" auch mit großer Begeisterung noch selbst. Nach jedem Pipi auf der großen Wiese wird mit den kleinen, kräftigen Beinchen gescharrt, dass die Erde nur so fliegt. Sie versteckt sich nicht - noch nicht - wie es so viele Hunde in ihrem Alter tun. Sie sagt laut und deutlich: "Ich war hier ! -Nehmt mich bitte zur Kenntnis! Riecht ihr mich?" und das mit stolz erhobenem Köpfchen, aufgestellter, fröhlich wedelnder Rute - trotz ihrer fast 15 oder 16 Jahre. Danach trippelt sie weiter, kreuz und quer vor meinen Füßen herum, rechts vom Weg - links vom Weg - mitten in die Wiese oder am anderen Rand am Gebüsch. Was so orientierungslos auf Fremde wirkt, hat aber durchaus System. Mini könnte ja einen interessanten Geruch verpassen - auf diese kreuz und quere Art zu laufen allerdings entgeht ihr nur wenig.

Was ich ganz besonders liebe, sind Leute die, obwohl sie eigentlich wissen, dass ihre Hunde nicht ganz ungefährlich sind, diese noch keine 10 Meter hinter uns los machen. Jeder ältere Hund ist auf eine gewisse Art schon recht wehrlos - unsere Mini ist es im besonderen Maße, da sie die Gefahren ja nicht mal mehr kommen sieht, geschweige denn, sich gegen einen Border oder einen Schäferhund wehren könnte. Auch der mündliche Hinweis an solche Hundehalter doch bitte etwas mehr Distanz zwischen uns und ihre Tiere zu bringen, bevor sie die Leinen lösen, geht oft ins Leere. Leider - denn so bleibt mir, gerade mit der Kleinsten oftmals nur eins - mit dem Hundchen quer durch die Wiese zu stapfen - um eben mehr Abstand zwischen die Tiere zu bringen. Der Weg wäre uns lieber, da kann die Mini besser laufen als im hohen Gras. Aber davon weichen solche Leute ja aus Prinzip nicht ab.

Allerdings genießt die Kleinste es, in der Wiese ungestört herum zu schuffern, alles zu erkunden. Mit der Nase all das zu "sehen" was andere eben in echt sehen.

Kurzum, für die eigentlich kleine Gassirunde benötigen wir satte 45 Minuten. Mit den Drei anderen nur knappe 25 Minuten. "Wir brauchen halt für alles nun doch etwas länger.." - aber das macht nichts, soviel Zeit muss man eben für seinen alten Hund haben.

Minimaus Mathilda im April 2008

 

 

15.04.2008

"Eeentcheeee!!"

“EEEENTCHEEEEE!!!” -- Das ist ein Ruf, der öfter durch unser Haus schalt.
Entche” - gemeint ist damit die Größere der beiden Dackelinen - unsere Nora. Nora ohne ihre Ente - das ist fast nicht möglich. Und liegt die Gummi - Badeente tatsächlich mal irgendwo unbeachtet herum, reicht der Ruf:  “Eeeentche” um Nora auf der Bildfläche erscheinen zu lassen, um ihr Ententier aufzusammeln und stolz herum zu tragen. Es ist bereits das dritte “Entche” , mittlerweile schon sehr zerfleddert - aber immer noch heiß geliebt.

Wir hatten im letzten Jahr einen 1 wöchigen Kurs mit Nora belegt, bei dem sie viel lernte - allerdings zog das Lockmittel hierbei nur begrenzt.. Mit dem gebotenen Futterbeutel kann und konnte der “fressgestörte” Hund nicht viel anfangen. Damals schon nicht und heute immer noch nicht. Also suchten wir nach etwas, was ihr wichtig war und ist.

Und hier kommt “Entche” ins Spiel. Nora sucht diese Ente, wenn wir sie verstecken. Sie rast bei Gewitter in den Garten um “Entche” ins Trockne zu holen, sie nimmt “Entche” mit ins Körbchen, mit auf Reisen, mit auf die Sofarückenlehne und fällt “Entche” herunter, wird es grummelnd angemosert und erneut herauf geholt - weil es kommt ja nun nicht von selbst wieder zu ihr. “Entche” wird verbuddelt, unter die Decke gesteckt, mit in den Garten geschleppt, herum geworfen, wieder aufgefangen und auch zornig gebissen, wenn Nora Frust hat. Kurz, “Entche” hat es schwer mit diesem Hund. Doch dieser Hund kann ohne sein “Entche” nicht sein.

Für ihr “Entche” tut Nora viel - da wird sie mutig, da springt sie über ihren Schatten und geht auch - aus ihrer Sicht - schon mal riskante und gefährliche Dinge an.

Nun gab es mit “Entche” vor einiger Zeit ein Problem..
“Entche” war beim spielen vom Sofa gefallen, genau in eine daneben stehende große Papiertüte.

 "Entche!" (der gelbe Kleks ist der Schnabel des Gummitiers)


Nora starrte von oben in diese Tüte.. alles Grummeln half nichts, “Entche” kam da einfach nicht freiwillig wieder heraus, ganz im Gegenteil, “Entche” saß am Boden der Papptüte und Nora kam nicht dran. Nora sprang vom Sofa. Baute sich vor der Tüte auf und hätte zu gern ihr “Entche” gerettet.. nur wie??

"Entche??? Bist du da drinnen???"

Sie stupste diese Papptüte an - es knisterte und Nora machte einen erschrockenen Satz zurück..
aber “Entche” war doch da drinn, sie mußte doch ihr “Entche” da raus holen!
Erneut schlich sich Nora geduckt an die Tüte heran - schnupperte zaghaft außen, stupste vorsichtig mit der langen Nase dagegen. Es raschelte - Nora wich zurück. Wer je einen Dackel hatte, kennt die Denkerfalten auf der Stirn, wenn was ist, was nicht so ganz genehm oder geheuer ist.

Nun setzte sich Nora auf ihren Po und legte die Stirn in Falten, drehte den Kopf etwas schräg,klappte die Ohren nach vorn und besah sich die Tüte zunächst aus sicherer Entfernung.

“Entche” kam da nicht raus und sie kam so nicht dran. Außerdem war dieses “Entche” fressende Ding gefährlich, es knisterte und wackelte ganz doll, wenn man mit der Nase dran kam.  Aber - sie mußte ihr “Entche” doch irgendwie da raus holen.

Vorsichtig ging Nora erneut zu der großen Tüte - noch vorsichtiger schob sie die Nase über den Rand und achtete dabei sehr darauf, nicht an ihn zu stossen. So sah sie “Entche” aber nicht gut und helfen konnte sie "Entche" auf diese Art auch nicht. 

Also wieder hoch aufs Sofa. Von oben sah sie zwar “Entche”, kam aber auch nicht dran.
Sie fasste sich ein Herz und sties mit der Pfote dagegen - das Tütending wackelte ganz schrecklich. Fiel aber nicht um. Nora hopste wieder vom Sofa und versuchte ihr Glück erneut vom Fußboden aus. Wieder trat sie mit der Pfote dagegen, diesmal schon mutiger. Wieder wackelte das Papptaschending und kippte leicht. Es kippte mit der Seite an Semis Liegeplatz und blieb nun schräg daran stehen. Das gemeine Frauchen - also ich - stellte es wieder aufrecht und zwar auf Semis Platz. Die Dackeline schickte mir einen Blick Marke "Mondschuß ohne Rückticket" und überlegte aufs Neue wie sie ihr “Entche” wohl aus dem Ding befreien könnte.

Frauchen hat das nun sein müssen??? !!! *mecker - motz - moser*

  umgeworfen hab ich das Dingens nun.. mal gucken wie ich an "Entche" jetzt dran komme.

Mutiger geworden, weil das Pappding außer zu wackeln,zu rascheln und zu kippeln ihr nichts tat - stieg Nora nun auf Semis Platz und pfotete wieder dagegen - diesmal mit Kraft - na endlich, die Tüte kippte um und fiel von Semis Liegeplatz herunter!!  Dummerweise fiel “Entche” aber nicht dabei heraus. Also mußte Nora notgedrungen erst mal nach ihrem mit der Tüte umgekippten “Entche” schauen. Sie hopste von Semis Platz herunter und versuchte es zunächst von hinten an der Papptüte. Tja, das war wohl nichts. Nun trat sie wieder mit der Pfote dagegen - schob die Tüte auf dem Boden so immer weiter vor sich her. Endlich traute sie sich zu ihre Nase auf der offnen Seite erst hin und dann auch rein zu stecken.

 

 "Entche" - halt durch! Ich hol dich gleich da raus!

“Huhu Entche!” wedelte die lange Rute, während der Dackelkörper sehr angespannt war, freute sich der Wedel, weil “Entche” in greifbare Nähe gerückt schien. Wäre da nicht das blöde Laminat, auf dem diese Papptüte so schön rutschte. Alles angeln mit den Pfoten nutzte nichts, Nora kam an ihr “Entche” nicht ran. Jedenfalls nicht auf diese Art.

Verzweifelt versuchte die lange Dackeline wieder und wieder an ihre Bade-Ente heran zu kommen. Wir feuerten sie an, denn Nora sollte ja ein Erfolgserlebnis haben, helfen taten wir ihr aber diesmal nicht. Das Problem mußte sie alleine lösen und die Ansätze waren ja nun auch schon mutiger und recht gut.

Motzig und grummelnd schob Nora nun die Papptüte vor sich her, versuchte immer mal wieder, ob sie mit den Pfoten oder der Nase an die Ente heran kam. Sie wedelte die Tüte an, bellte und grummelte, sties sie mit den Pfoten an. Alles meckern und kläffen nutzte nichts. So ging es nicht. Doch wie es besser gehen könnte, sollte sie selbst rausfinden.

Endlich kam Nora auf die Idee, die Tüte gegen einen Schrank zu schieben, eine Pfote innen auf den Tütenrand gestellt, rutschte die Tüte nun auch nicht mehr davon. Nun steckte sie zaghaft ihren schlanken Kopf in die Papptüte und endlich - endlich hatte sie ihr “Entche” wieder.

Geschafft! "Entche" - ich hab dich wieder!  *Freude*

Überglücklich und voller Stolz hopste sie mit "Entche" aufs Sofa. Hatte sie doch diese gefährliche - Enten fressende - Papptüte nicht
nur besiegt, sondern auch wieder ein kleines Stück mehr Mut bekommen und ein großes Stück sinnlose Angst verloren.

Wir wiederholten mit der Bade - Ente und der Tüte im laufe der nächsten 2 Tage diese Übung mehrfach, es klappte immer besser. Mittlerweile wird Entche auch aus anderen Verstecken hervor geholt. Und immer ist die Dackeline danach Stolz wie Oskar, weil sie wieder etwas gelernt oder eine fremde Situation gut gemeistert hat.

 

02.03.2008

Am 23. November 2007 zog Nessi bei meiner Ma ein.

Nessi ist eine hübsche Mischung aus Wirbelwind und ungarischer Paprika. Dass sie zu diesem Zeitpunkt einseitig sehbehindert, ja fast erblindet war, bemerkte man nicht im geringsten. Nessi fegte herum, wollte mit allem spielen was ihr vor die Pfoten kam und stellte meiner Ma & Peters Leben recht gründlich auf den Kopf. Schließlich hatte man mit Chicca über Jahre eine angenehme und langjährige sowie langsame Veränderung durch gemacht, nämlich vom quirligen Junghund bis hin zum wirklichen Hundegreis.. und dann kam so ein heißer, junger und quirliger Feger und man mußte umdenken. Die Umstellung war schon gewaltig, hatte aber auch durchaus ihr Gutes! Denn dadurch, dass Nessi so ganz anders war, als Chicca zum Ende hin - lenkte sie von weiterer Trauer und trübseligen Gedanken recht gut ab.

Nessi bekam von uns ein "Starterpaket" mit ins neue Zuhause. Es war zwar alles von Chicca noch da - aber ein neuer Hund sollte in diesem speziellen Fall auch alles was er so brauchte, neu bekommen. So wurde meiner Ma vor dem Tierheim schon ein großer Hundekorb überreicht, in dem von der Futterschüssel bis hin zur Leine alles vorhanden war. Unter anderem steckte auch ein Briefchen von Nessi dabei... (im Bild hinten zu sehen)

 

 

Hallo, liebes zukünftiges Frauchen, liebes zukünftige Herrchen!

noch heiße ich “Funny”

- doch mir hat schon wer geflüstert, dass ich bald “Nessi” heißen soll.

Und man hat mir auch geflüstert, dass ich heute am frühen Abend
in mein neues Zuhause bei euch einziehen werde. Ich freue mich
schon den ganzen Tag ganz doll drauf, euch endlich kennen lernen
zu dürfen. Wann ist denn endlich 17 Uhr??

Meine kleinen “Söckchenpfötchen” sind schon ganz trippelig und
deshalb ist mein eines “Söckchen” auch schon wieder vor lauter
Ungeduld herunter gerutscht. Der Versuch es hoch zu ziehen nutzt nichts
- das sieht immer so aus. Und mein Wedelchen mit der weißen Spitze
steht schon gar nicht mehr still vor lauter Erwartungsfreude!

~~~~~~~~~~~~~~~~~ ^-^ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich bin übrigens ein Rassehund - ein ganz klasse Rassehund - ein sogenannter:

" Balaton black & white glatthaar Westi! "

Weil, liebes neues Frauchen, du wolltest doch wieder einen “Westi” - nun denn, da haben die Leuts von dir, ganz schnell nach einer passenden Rassebezeichnung für mich gesucht und ganz flink mal schnell eine erfunden.

Also, wenn dich jemand fragt, liebes Frauchen, kannst du ganz beruhigt sagen:
“Das ?? Das ist ein rassereiner BsM!” , du mußt es nur überzeugend genug sagen.

Ach ja, das BsM steht übrigens für Bordstein-Mischung! Und “rasserein” bin ich ja wirklich - rein von Rasse.

~~~~~~~~~~~~~~~~~ ^-^ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Liebes neues Frauchen, liebes neues Herrchen,

damit wir viel Freude aneinander haben, hat eure restliche Familie etwas für meinen Einzug bei euch vorbereitet.

Und nun darf ich das Überraschungskörbchen auch endlich vorzeigen...

Ich möchte euch viel Freude machen und ein richtig glücklicher kleiner Hund werden, der von euch gut erzogen wird und euer ständiger Wegbegleiter für hoffentlich ganz, ganz viele Jahre sein darf.

Alles Liebe von mir mit einem Schlabberschmatz und auf einen guten, gemeinsamen Start.

Eure rassereine BsM 

“Funny” / “Nessi”

 

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Die erste Begegnung von Nessi mit unserem Rudel verlief recht gut. Wir hatten einen neutralen Ort gewählt und uns am 24.11.07 am Wasserwerk auf der großen Wiese mit meiner Ma getroffen. Nessi war zunächst noch sehr ängstlich, aber da ihre Vorwitznase ja doch zu neugierig war, kam sie dann langsam doch heran..

  hier steht Nessi und staunt..

und hier staunt Lady nicht minder..

die Körperhaltung beider Hunde fast identisch - neugierig und doch angespannt, machte keines der beiden Hundemädels den ersten Schritt..erst als wir mit Nora und Lady los stapften, kam der erste echte Kontakt unter den drei Hundemädchen zustande.

 Nessi bemüht sich hier noch redlich alle anderen Hunde nicht anzusehen. Doch je länger wir miteinander liefen, umso beherzter wurde sie und schließlich traten wir den Heimweg an. Zuhause wartete der Rest der Rasselbande auf uns. Wir hatte nur die beiden "schwierigen" Hunde mit zum Gassigehen genommen, denn sowohl Lady als auch Nora "sortieren" gern im Vorfeld durch, ob sie einen neuen Hund mögen oder nicht. Es ging aber alles glatt und so starteten wir nun den Versuch Nessi mit nach Hause ins eigene Grundstück zu nehmen. Bei Semi machte ich mir gar keine Gedanken - der liebt ja alles was weiblich und deutlich kleiner als er selbst ist. Bei Tildchen sah ich nur das Problem, das sie mit dem Wirbelwind überfordert sein könnte - zumal sie kaum noch etwas sieht. Sie ist es gewohnt, dass ihr Rudel auf sie Rücksicht nimmt und ihr auch ein Stück weit hilft und mit viel Geduld entgegen tritt. Wie würde das nun mit der quirligen Nessi laufen, die ja selbst auf einer Seite zu dieser Zeit nur Schatten sah?

Um es vorweg zu nehmen, es lief gut. Semi war souverän wie immer, klein Mathilda wurde zweimal umgerannt und behielt sich dann das Hausrecht vor - sprich, sie motzte den quirligen Neuzugang zweimal kräftig an & zeigte nicht vorhandene Zähnchen und Nessi akzeptierte, dass dieser Minihund einfach nur seine Ruhe haben wollte und nicht mit ihr herum springen würde.

Nachdem sie auch mehrfach vergeblich versuchte Semi zum spielen zu animieren und der ihr dann sehr deutlich sagte, was er von ihren albernen Gehüpfe hielt, verlegte sie sich aufs Beschwichtigen und das beherrscht sie super gut.

Bilder aus den ersten Stunden:

Hier schaut Lady mal etwas angespannter nach Nessi und die zeigt sofort an:  "Tu mir nix - ich bin ganz friedlich"

 Auf Nora mußte ich in den ersten Stunden extrem achten..

hier startet sie einen Angriff auf Nessi - wie immer von hinten.. sie ist und bleibt einfach eine "linke Bazille"  natürlich hab ich eingegriffen.. sowas lass ich ihr nicht durchgehen und Nora weiß das auch.

Mit Semi ging das durchweg ruhiger zu..                                                                                                                                             Nessi schaut zwar sehr skeptisch aber Semi ist einfach nur ein ruhiges, verträgliches Goldstück in solchen Momenten.

auf diesem Bild ist Nessis geschädigtes Auge gut zu erkennen - es schimmert bläulich.

Mittlerweile gehen alle Hunde gut und vernünftig miteinander um.

Nachfolgend noch ein paar Bilder von einem schönen Spaziergang am 3. Advent mit dem kompletten Rudel:

von links nach rechts: Lady , Nora , Nessi, Semi und Tildchen. An den Leinen dahinter: Björn, Renate und Micha.

fröhliches Gewusel !     immer in Bewegung !

 gemeinsames Schnuffeln am Wegrand..

 klein Tildchen gibt das Tempo vor...

flottes Getrippel  und immer das Näschen im Wind

 immer noch überall fröhlich dabei - unsere Mini

kurze Pausen werden sofort zum schmusen genutzt                        Lady & Semi haben alles im Blick.

Gemischte Bilder

Lady im Garten Dezember ´07   

  gemeinsam mit Nessi im Garten herumstöbern..

Tildchen: Sonne tanken im Februar ´08

 meine Ma und Nessi im Garten

Nessis Auge ist mittlerweile soweit wieder in Ordnung, dass sie wieder fast vollständig sehen kann. Eine Art Schatten wird wohl für immer bleiben. In den rund 3 Monaten bei meinen Eltern ist sie heimisch geworden. Sie war von ersten Tag an stubenrein und machte bis heute nichts kaputt. Die kleine Hündin ist ein fröhlicher, unbeschwerter Hund, der gern mit anderen Hunden spielt. Unbekannte Gegenstände machen ihr immer noch Angst, doch sie hat Vertrauen gefunden zu meinen Eltern und wenn diese sagen: "Es ist alles okay" - dann ist für Nessi auch alles okay und sie geht an der Leine dann mit drauf zu. Auto fahren liebt sie heiß und innig, sie trippelt fröhlich vor der Haustür wenn man ihr sagt: "Wir gehen ans Auto". Nächste Woche hat Nessi die erste Übernachtung bei uns - ich bin gespannt, wie es werden wid. Ob unsere Oldies damit einverstanden sind, ob Nessi weint.. wir werden sehen.

 

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