Beitrag erstellt am 03.01.2011

Jahresrückblick auf 2010

Wir starteten mit dem festen Vorsatz es deutlich ruhiger angehen zu lassen ins Jahr 2010. Daraus wurde dann allerdings fast nichts. Ein bisschen ruhiger wars denn doch, wenn auch nicht viel.

Im Januar ereignete sich nichts Weltbewegendes bei uns, auch der Februar verlief ruhig und friedlich. Den Tieren ging es allen gut, die Viererbande war gesund und munter.

Im März dann die erste große Veranstaltung unseres zweiten Hobbys, der Mittelalter-Hallenmarkt. 2 lange nette Tage haben wir dort verbracht, teils als Gäste, teils als Helfer und unsere große Hündin, unsere Tante Jolante, war mit dabei.

Der April begann mit einem freundlichen Osterfest, bei dem unsere Viererbande viel Spaß hatte bei langen Gassigängen und schönstem Wetter. Mitte April fing mein damaliger Arbeitgeber das "Zicken" an - angebliche Umsatzrückgänge würden das Schliessen der Filliale wahrscheinlich nötig machen. Fakt ist: Wir stritten seit einigen Jahren wegen einer ganz anderen Sache (man nennt es Firmenwagen-Nutzung und mangelnde Sachkenntnis über dessen Verbuchung beim Finanzamt, was immer noch nicht Arbeitnehmersache ist!) -  immer wieder heftig und wegen mangelnder Einsicht seitens meiner damaligen Senior-Chefin (haben Sie mal versucht mit einer Wand zu reden?) - schließlich dann auch vor Gericht miteinander - und heute gehe ich stark davon aus, dass dies der wahre Grund für diesen vorgeschobenen "Abgang Bühne rechts"  war. Die Tatsache, dass wir als Filliale existierten, in der Menschen arbeiteten, wurde seit Jahren gern untern Teppich gekehrt. Welche Firma hängt schon ihre Filliale einfach ab, lädt die Mitarbeiter Jahrelang weder zu Weihnachtsfeiern, noch zu sonstigen Betriebsfesten ein ? (und ich rede in diesem Fall nicht von mir - sondern von allen Mitarbeitern dieser Filiale und das waren im laufe der Zeit doch Einige.)  Ich habe unseren Chef in über 10 Jahren genau 5 mal in der Filliale gesehen. Das lässt schon sehr tief blicken.. nun denn, mittlerweile ist diese Sache vorbei, der Laden zu. Möge er in Frieden ruhen - mir ist es inzwischen wurscht. Ich kam darauf nur kurz zu sprechen, weil sich durch diese Sache unser aller Leben komplett veränderte. Nicht nur ich musste fürchten, demnächst Arbeitslos zu sein, nein - wenn bei uns ein Einkommen wegfällt, dann wirds verdammt eng für Haus / Hof und Hund. Noch bevor es zum endgültigen Knall, der Kündigung kam, bewarb ich mich bei einigen Firmen in der weiteren und näheren Umgebung. Entgegen aller Prognosen und Berichte einiger anderen Leute, hatte ich reichlich Bewerbungsgespräche und letztlich 3 verschiedene Jobs zur Auswahl. Dennoch versuchte ich natürlich nach über 10 Jahren in ein und derselben Firma, wenigstens eine kleine Abfindung zu bekommen. Das nahm mir mein "immer noch Chef" dann derart übel, dass er mich für die verbleibenden 10 Wochen meiner Kündigungsfrist freistellte. Nun denn, wenn er denn meinte - nun zahlte er wirklich dafür, dass ich mich Zuhause gut erholte, bevor ich meinen neuen Job antrat.

In dieser Zeit, im April, kam dann auch Yuna - Beissmaus zu uns. Klein, dick, bissig. Voller Angst. Ich hatte ja nun Zeit und konnte mich ausgiebig um diesen vorrübergehenden Neuzugang kümmern. Sehr schnell verlor sich die Bissigkeit, sehr schnell verlor sie einige Kilo Speck und sehr schnell stellte sie fest: Hier tut mir keiner was. Eine einzige  - leider Erfolgreiche - Attacke lief sie noch, als eine langjährige Freundin bei mir zum Frühstück war. Meine Freundin nahms gelassen, sie ist "bissfest" und weiß um die Macken unserer Hundebande, sie war zudem auch von mir Vorgewarnt - es gab einen dicken blauen Fleck, der nach einiger Zeit wieder verging. Mehr Schaden war nicht entstanden. Gott sei Dank! Das wars dann aber auch mit bissig und vorgehen. Seit dem hat Yuna viel gelernt und geht mit uns sogar auf Groß-Veranstaltungen, ohne Probleme zu machen. Klein Nina, unsere Zwerg-Dackeline, wurde im April operiert. Die Tumore entfernt und sie wurde auch gleich kastriert, weil sie ständig Milch hatte und Scheintragend war. Klein Nina steckte die große Operation gut weg und war schon wenige Tage später wieder recht munter auf den Pfoten.

Gleich am 1. Mai besuchten wir liebe Freunde im Badischen mit Nina und Yuna. Wir hofften darauf, dass Yuna dort vielleicht ein neues Zuhause finden würde, doch es ergab sich leider nichts für sie. So fuhr unsere kleine, gar nicht mehr so dicke Spitzmaus wieder mit uns nach Hause. Erstmals lies Micha anklingen, sie vielleicht doch für immer zu behalten. Mitte Mai wurden Nina die Fäden gezogen und da eine der Nähte nicht hielt, wurde sie nachgeklammert. Den Body war sie nun los, den Trichter durfte sie noch eine Weile behalten. Ich weiß ja, dass unser Dackelchen sauer sein kann, aber gleich so?? Ende Mai war sie dann aber wieder Dackel pur und klaute fröhlich vom Tisch. Wir besuchten im Mai einige Tierheimfeste, fuhren einmal mit einem Auto voller Spenden nach Polen auf Gittas Hof, verbrachten dort ein wunderschönes Wochenende und nahmen 5 von Gitta bereits vermittelte Hunde mit nach Deutschland, von wo aus sie direkt in ihre neuen Zuhause zogen. So sind wir wenigstens nicht umsonst und leer nach Hause gefahren.

Anfang Juni begann uns Sissi große Sorgen zu machen. Sissi war von klein auf bei Michael, blieb - als er zu uns zog- bei seinen Eltern in der vertrauten Umgebung. Dort war sie groß geworden, dort hat sie ihr ganzes Leben verbracht, dort war sie zuhause. Wir bangten und hofften mit Michael und seinen Eltern um jeden weiteren Tag der fast 16 Jahre alten Hündin. Es sah nicht gut aus.. und doch berappelte Sissi sich noch einmal.

Ab Mitte Juni konnte ich Stundenweise immer mal wieder Probearbeiten - der Job gefiel mir und ich hatte einen soliden Vertrag in der Tasche. Ab Juli würde ich dann wieder Vollzeit arbeiten. Ja das geht, auch mit 5 Hunden, denn ich arbeite nur Spätschicht.

Mitte Juni kam Maya in unsere Familie. Maya war so augenscheinlich krank, dass wir sie direkt nach erfolgter Reise-fertig-Machung und der entsprechenden Vorlaufzeit nach Deutschland übernahmen, um hier mit ihr zum Tierarzt zu fahren. Maya ist taub, das war und ist aber nicht das Problem, Maya ist überdies Krebskrank und wohl auch nicht mehr die Jüngste. Maya hatte einen riesen Tumor an der Blase. Die Chancen einer erfolgreichen Operation standen nicht gut, dennoch wurde versucht ihr zu helfen. Die Operation war lang und schwer, alle Beteiligten hofften und bangten... und?? Der Hund stand bereits am nächsten Morgen wieder auf den Pfoten und als klar war, sie frisst, sie trinkt, sie kann wieder in Bächlein machen und ein Häufchen - durfte sie "nach Hause". Nur wo war Zuhause?? Zunächst bei mir - dann aber zog sie zu meiner Ma, weil es dort deutlich ruhiger ist, es dort nur Nessi als Einzelhund gab. Bis zu diesem Tag.. denn nun ist Maya bei meiner Ma und Peter zum Zweithund geworden. Sie durfte bleiben.

Ebenfalls im Juni wurde Nicki kastriert. Unser gehbehindertes Schadenswürmchen überstand die Operation super gut. Frech wie Oskar schaffte sie es tatsächlich 3 der Trichtertüten zu vernichten. Die Letzte hatte dann reichlich Beulen und Schrammen, hielt aber den Versuchen sich ihrer zu entledigen, stand.

Juli, Start in ein neues Arbeitsleben bei mir. Ich war nicht einen einzigen Tag Arbeitslos. Für Yuna war es der Start in ein "ich muss Alleine-Zuhause-bleiben" Leben. Die kleine Spitzmaus war es ja nun gar nicht gewohnt, dass ich regelmäßig das Haus verlies und sie NICHT mit nehmen konnte.. Welch Drama sich da für die kleine Hündin auftat! Weltuntergangsstimmung, jetzt mindestens 1* täglich - doch ich konnte es ja nicht ändern. Das musste sie lernen, vorab - sie kann es bis heute noch nicht begreifen und jammert noch immer hinter mir her. Seit dem Tag der offenen Tür im Tierheim stand dann fest: Yuna bleibt bei uns.. nun war es also eine Fünferbande.

Es zeichnete sich ab, dass die andere Hälfte unseres Doppelhauses demnächst verkauft werden würde.. und auch hier hatte ich Bedenken. Bedenken, dass es mit einem neuen Nachbar nicht lange gut gehen würde.. weil: Unsere ehemalige Nachbarin mit keinem Sterbenswörtchen den angehenden eventuellen Käufern sagte, dass es hier Hunde gab. Jene Viecher, die gelegentlich mal bellen, regelmäßig anschlagen sobald wer vor der Tür steht und sich auch draussen aufzuhalten pflegen.. Fairness sieht anders aus. Zumal gerade SIE sich in den letzten Wochen immer wieder recht giftig dahingehend äußerte, ein neuer Nachbar würde sich das nicht bieten lassen und ob wir denn nun alle Hunde des Tierheimes hier hätten.. --- ????? ---- Ganz nebenbei sei erwähnt, sie hatte selbst zwei Hunde, die - wenn sie das Haus verließ - ohne Punkt und Komma bellten bis zu ihrer Rückkehr. Immer wieder betonte Sie in den letzten Wochen ihres hierseins, dass es SO nicht ginge. Ich hatte sie irgendwann gefragt: Hast du den eventuellen Käufern gesagt, dass es hier Hunde gibt? Ihre Antwort war klar: "Nein, denn das werden die dann schon merken" Tolle Wurst! Danke auch... , nun denn, wir hatten Glück, unser neuer Nachbar ist ein sehr netter Mann mit Katze. Als er bereits fröhlich Kisten und Kartons ins Haus trug,  hab ich es ihm gesagt. Gesagt, dass es hier Hunde gibt und zwar in der Mehrzahl. Was wiederum die damalige noch Haushälftenbesitzerin einen Tag später zu einer recht giftigen Ansprache mir gegenüber reizte... ob ich ihr die Käufer vergraulen wolle, es wäre doch noch gar nichts unterschrieben und bezahlt.. Aha! Daher also, hatte man wohl nun Schiss, der gute Mann könne nun kräftig den Preis drücken??  Wie gesagt: Fairness sieht anders aus. Hätte sie dem Käufer reinen Wein eingeschenkt, hätte ich es nicht tun müssen. Egal, wir haben bislang ein freundliches, nettes nachbarschaftliches Verhältnis zueinander, was will man denn mehr? Ich freu mich drüber... und wenns so bleibt, ist das alles okay. :)

August - Zeit der Musik-Festivals & Tierheim Sommerfeste. Junior gondelte zunächst nach Wacken zum Open-Air, später dann zum Summerbreece Festival. Beide Groß-Festivals verliefen ohne Zwischenfälle. Wir feierten diverse Sommerfeste, hatten ein wunderschönes Treffen der Hunde-Oldies-User in der Nähe von Bonn und fuhren zwischendurch noch einmal eine Fuhre Spenden nach Polen. Besuchten das große Treffen der Cocker-Rettung und nur einen Tag später fuhren wir nach Frankfurt zum Tierheim-Fest. Der August war einer jener Monate in denen wir nur am rennen waren..  Am 24. August verlies uns unsere alte Hundedame Sissi für immer. Vielen herzlichen Dank an die Fa. Göck, Tierbestattungen, die uns auch diesmal wieder Hilf- und Trostreich zur Seite stand.

Der September begann mit dem Mittelalter Markt in Biebesheim. Es folgten noch diverse andere Veranstaltungen, die wir mit all unseren Hunden besuchten.  Anfang September, in einer verregneten Nacht, knallte unserem Junior ein Wildschwein halbfrontal in den Astra. Es entstand recht hoher Sachschaden, der auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen war. Das Auto stand für die nächsten Tage in der Werkstatt - es galt wieder einmal mehr ungeplante Kosten abzufangen. Björn war nichts passiert und die Sau war offenbar auch nicht großartig verletzt, denn sie verschwand unauffindbar im Dunkel der Nacht. Mitte September sammelten wir an Futter ein, was wir kriegen konnten und trafen uns auf der Autobahn in Höhe Köln mit einem Freund, der mit seinem Hunderundel in Futternöte geraten war..

Im Oktober besuchten wir die kleine Dackeline Helena im Schwarzwald und verbrachten dort ein super-schönes Wochenende. Yuna war mit dabei und hatte Spaß. Die Rasselbande meiner Ma verbrachte ihren 3 wöchigen Urlaub bei uns, die 7 Hundemädels vertrugen sich prima miteinander. Wir feierten mit dem TSV Pfungstadt das Tierdankfest und hatten alle unsere Hunde abwechselnd mit auf dem Gelände und am Stand.

Im November stellten wir erstmals fest, unserer Tante gehts nicht so gut. Sie war langsam geworden, lief extrem schlecht und brauchte für alles eine halbe Ewigkeit. Jolantchen war über den vergangenen Sommer alt geworden. Ihr Ohr machte Probleme, die Gelenke machten Probleme - kurzum, nun würden wir auf sie ein waches Auge haben müssen.. Trotzdem lacht unsere Tante viel, ist gern mit uns unterwegs - dauert halt nun alles ein bissi länger, aber das macht ja nichts. Die Vorbereitungen zu 3 Wochenenden "großer Weihnachts- Hofflohmarkt liefen auf Hochtouren.  Der Erlös unseres Tisches ging an den Tierschutzhof 4 Pfoten nach Polen. Das letzte Wochenende im November war der Auftakt zu einem langen, hektischen und anstrengenden Endspurt zum Jahresende.

Dezember, geruhsame Weihnachtszeit? Weit gefehlt! Die ersten 2 Wochenenden standen wir auf dem Weihnachts-Hofflohmarkt in Gundersheim, das Dritte hatte ich mir "freigeräumt" zum tief Luftholen und Durchatmen, bevor es auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt dann weiterging. Auch dieses Wochenende war ein schöner Erfolg und mit guter Endstimmung gingen es nun stark auf Weihnachten zu. Irgendwann Mitte Dezember sagte der TÜV sehr klar und deutlich  "Nein" zu weiteren 2 Jahren des Astras und der Wagen wurde gegen einen VW-Polo ausgetauscht, den Junior dann an Heiligabend übergeben bekam. Weihnachten war es wirklich ruhig bei uns. Zufriedene Hunde, zufriedene Menschen - schöne ruhige Stimmung bei Kerzenschein und guten Essen. Für die Hunde gab es wie jedes Jahr einen netten "Snackteller" mit Käse, Wurst und anderen Leckereien.

Das neue Jahr begrüßten wir mit einem Schluck Sekt, einem fröhlichen "Prosit Neujahr" im Hof zu den Nachbarn hin  (ohne die Hunde - die waren im Haus) und gegen 2 Uhr, als die Böller endlich verstummt waren - liesen wir die Hunde noch einmal in den Garten und gingen danach alle zu Bett.

Fazit aus 2010:

3 größere Fahrten mit Futter & Sachpenden unternommen, 2 davon nach Polen , 1 Innerdeutsch.

Mehrere schwere Operationen bei den Hunden gehabt und bezahlt - runde 4000.- € in Operationen investiert, aber den Tieren gehts heute gut und sie können nun "Beschwerdefrei" leben.

Viel Ärger mit dem alten Arbeitgeber erlebt - aber auch im neuen Job schon viel Freude bislang gehabt. Ein 1/2 Jahr ist inzwischen vorbei und es gefällt mir immer noch.

Viel Geld und Zeit in unsere Autos investiert - für zwei der Wagen war / ist es an der Zeit uns zu verlassen - 1 neuer Gebrauchwagen ist schon da, der Andere kommt am 8. Januar 2011 in unsere Familie. Mein Omega wird nun doch zu klein, er weicht einem gebrauchten Renault Espace.

Viele schöne Veranstaltungen erlebt und mitgemacht. Selbst ein bisschen was "Nützliches" auf die Füße gestellt...

Viel Geld in die Gesundheit unserer Tiere gesteckt.

und ausnahmsweise auch mal viel Geld in mich selbst investiert - ich hab es durchgezogen und war in 2010 beim Zahnarzt.  Eine komplette Grundsanierung hab ich machen lassen und es hat sich wirklich gelohnt. Jetzt kann ich wieder "kraftvoll zubeissen!" also Vorsicht.. hier heißt es jetzt nicht mehr wie üblich "Vorsicht! Bissiger Hund!" sondern ab sofort "Vorsicht! Bissiges Frauchen!" *** lächel***

Nun denn.... Willkommen im Jahr 2011.

Möge es nur GUTES bringen!

 

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