Rückblick auf das Jahr 2011, welches ein ziemliches Chaos-Jahr war...

 

Januar: Nach einem ruhigen Start ins neue Jahr, stand zunächst die Anschaffung eines anderen, größeren Gebrauchtwagens für mich an. Der Omega war verkauft, der Renault Espace geordert.. abholen konnte ich ihn dann am 07.01.2011. Vorab, der Wagen erwies sich in den kommenden Wochen als rollende, geldfressende Katastrophe.

Die Hundemädels waren weitgehend gesund, munter und fröhlich. Yuna störte sich mal mehr, mal weniger an der Tatsache, dass ich nach wie vor Nachmittags arbeiten ging und heulte mal lauter, mal leiser während meiner Abwesenheit. Auf Dauer war hier auch keine Lösung in Sicht.. da mussten wir durch. Mit "wir" ist sowohl der kleine Hund als auch unsere, Gott sei Dank recht verständnissvolle Nachbarschaft gemeint. Der neue Nachbar entpuppte sich als netter Herr, der wenig Zuhause ist und obendrein für Tiere ein gutes Herz hat.

Nina bekam ihren Schneemantel, der auch ihre mit fluffeligen Fellchen bedeckten Beinchen abdeckte. Nun konnte der Zwerg auch bei Schnee einigermaßen gut draussen herum laufen ohne zur Schneekugel zu mutieren.

Die Tierarzt Rechung aus Dezember 2010 kam Anfang Januar auch hier an..da war auch wieder ein netter Betrag von weit über 500.- € aufgelaufen.

Und ich bastelte mit Ruhe an meinen Online-Shop für gebrauchtes und neues Hunde-Zubehör..

 

Februar: Der Monat verlief ruhig und ohne größere Aktionen oder Vorkommnisse. Wir stellten lediglich fest, dass Tante Jolante nicht nur optisch stark gealtert war, sondern auch körperlich. Obendrein entwickelte sie einige Beulen, deren Inhalt zu klären war. Nora zog wegen ihrer nächtlichen Undichtigkeiten vom Schlafzimmer in die Küche zu Nicki und Yuna um. Nun schlief nur noch das Zwergchen oben bei uns und wir hatten plötzlich recht viel Platz im Bett. Aber nicht lange, dann fand der Zwergdackel heraus, dass man ja auch quer liegend schlafen könnte. Nun denn, es ist wieder so beengt wie zuvor - denn dieser Hund kann dammisch lang werden.

Zapkas Herrchen hatte Geburtstag und wir sahen Hund und Herrchen auf einer fröhlichen Feier wieder. Beiden gehts prächtig!

Der Espace bescherte mir eine böse Überraschung, er bremste nicht mehr. Bei einem Werkstattbesuch stellte sich heraus, dass die hintere Bremsanlage völlig im Eimer war - und es mit Sicherheit kein Schaden war, der jüngeren Datums zu sein schien. Es tauchte erstmalig die Frage auf, wo und wie dieser Wagen denn bitte ohne jegliche Beanstandung übers TÜV gekommen sein könnte.. ? Kurzum, für das was er gekostet hatte, hätte er TOP in Schuss sein müssen.. davon war er allerdings weiter als nur weit entfernt und das nicht nur optisch !! Den Händler konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht kontaktieren - er lag im Krankenhaus und das für längere Zeit..

 

März: Der Espace versagte nun erstmalig völlig. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und mitten in der Nacht quittierte er mir den Dienst. Allerdings an der letzten Ecke vor unserer Strasse, so konnte ich wenigstens noch nach Hause laufen. Der am nächsten Morgen gerufene ADAC konnte nur noch den völligen Exitus der Lichtmaschine feststellen und schleppte den Karren zur nächsten Werkstatt - zwei Orte weiter. Dort wurde eine andere, generalüberholte Lichtmaschine eingebaut. Kosten mit Einbau und allem Schnickschnack rund 450.- €. Man gönnt sich ja sonst nichts.. Aber damit sollte es natürlich NICHT aufhören..

Der Mittelalter Hallenmarkt fand am 12. & 13. 03. statt. Er war toll und wir hatten viel Spaß. Sahen viele unserer Freunde nach der langen Winterpause wieder. Lernten auch eine Menge neuer Leute kennen. Einzig der harte Betonboden machte mir zu schaffen, meine Knöchel sind ja beide kaputt und das lange Stehen auf dem knochenharten Boden spürte ich auch viele Tage danach noch. (Bericht unter: http://hunde-oldies.de/heimdalls_-_erben_2011/ )

Maya und Nessi waren für eine Weile bei uns zu Besuch, Muttern "tourte" durch die Lande - was sie ja öfter mal tut. *Grins* Maya hatte einige gesundheitliche Probleme, diese haben wir aber inzwischen recht gut im Griff.

Jolante hatte einen "Durchhänger" und Fieber ungeklärter Ursache - kam aber auch wieder auf die Beine.

Mitte des Monats kündigte ich in der Spedition meinen Dienst zum 15. April, da ich ein nettes Angebot (weniger Stunden, logischerweise aber auch etwas weniger Geld, dafür aber eine Arbeit bei der ich mit Tieren zu tun haben würde und obendrein Yuna mitnehmen konnte und durfte... soweit die Theorie, die Praxis sah dann allerdings völlig anders aus) von anderer Seite erhalten hatte. Hätte ich geahnt, was da nun kommen würde - hätte ich das Angebot ganz weit links liegen lassen. Vorab nur soviel: Man arbeitet nicht mit "befreundeten" Menschen. Eigentlich war klar, dass das über kurz oder lang nicht gut gehen würde.. Aber nun denn, ich wollt den "Unkenrufen" anderer Freunde nicht glauben, die wohl ähnliche Erfahrungen bereits hinter sich hatten - hätte ich mal besser drauf gehört. Aber aus Schaden wird man klug und reicher an Erfahrungen. Noch mal passiert einem sowas dann auch ganz sicher nicht..

Ende März starb völlig unerwartet Nuskas Frauchen. Nuska stammte ursprünglich ja mal von uns und als der Anruf kam, ich erfuhr was passiert war und das es mit Nuska und der vorhandenen Hündin bei der Tochter, die sie sehr gern behalten hätte, so gar nicht klappen wollte, holten wir unser "Nüsschen" wieder zu uns nach Hause. War doch wohl klar, dass wir da niemanden im Regen stehen liessen und das Hundchen konnte ja nun nichts dafür..

 

April: Ich hatte Resturlaub und genoß die herrlichen Temperaturen auf der Terrasse. Ruhte aus, legte die Füße hoch und wollte eigentlich nur eins: meine Ruhe! Nuska schlich die ersten Tage hier herum wie Falschgeld. Sie war traurig und verstand natürlich nicht, was eigentlich los war. Yuna fand den "Eindringling" überhaupt nicht witzig, während der Rest unserers Rudels sich nett und umgänglich mit ihr zeigte. Nach einigen Tagen kam unter dem Trauerpelzchen dann aber Nuskas alte fröhliche und unkomplizierte Seite wieder zum Vorschein. Mitte des Monats hatte ich dann ernst zu nehmende Interessenten für das Mausele und bei einer durchaus positiven Vorkontrolle sah ich einen superschönen Platz, allerdings nur für einen großen Hund geeignet. Trotzdem haben wir nach wie vor zu den Leuten wirklich netten Kontakt, sie sammelten im laufe der nächsten Monate ein halbes Auto voll super erhaltener Kleidung für die Kinder in Polen.

Das Frühlingsfest des Tierheims Gernsheim stand an und wir durften erstmalig mit unseren "Second-Hand-for-Dogs" Sachen dort einen Stand aufbauen. Es war ein sehr schönes Fest, mit fröhlichen Leuten, angenehmen Gästen, freundlichen Hunden und super schönem Wetter. Nuska begleitete mich an diesem Tag und zeigte sich von ihrer allerbesten Seite. (Bericht folgt unter der Rubrik: http://hunde-oldies.de/veranstaltungen_2011/ )

Pünktlich zum 15. des Monats trat ich meinen neuen Job an. Halbe Tage, nur Vormittags, ausser Freitags.. Yuna war zunächst und wie vereinbart auch mit dabei.. naja, in den ersten Tagen schaut man sich alles erst mal in Ruhe an, gewöhnt sich ein, muss man erst mal hinter die Strukturen schauen, sich kennen lernen.. und so weiter.

 

Mai: Eine Freundin bat uns um Vermittlungshilfe für die alte Sina. Sinas Frauchen war verstorben, Sina kam mit dem Rudel der Pflegestelle gar nicht zurecht. Sie war ein Leben lang Einzelhund und so wollte sie es auch weiterhin haben. Alle Versuche dem Hundchen einen Gnadenplatz zu verschaffen, auf dem sie Prinzessin sein konnte & durfte, schlugen in den nächsten Wochen fehl. Sina konnte erst Monate später und mit Hilfe des "Omi-Hunde-Netzwerkes" endlich vermittelt werden und musste sich wohl oder übel mit dem Rudel der Pflegestelle arrangieren.

Im Mai verlies der alte Dackelmann Otto (vormals Angolna) diese Welt. Er war durch uns vor Jahren und schon als wirklich sehr alter Hund auf seine Endpflegestelle gekommen und hatte dort -entgegen aller Lebenserwartungsprognosen - nun doch noch einige Jahre lang eine richtig gute letzte Zeit verbracht. Mit Otto ging einer der letzten Ungarnhunde, denen wir seinerzeit einen super guten und abgesicherten Platz mit Paten besorgen konnten. Otto hinterlies nicht nur in seiner Familie eine große Lücke, nein auch in unseren Herzen ist ein Eckchen nun sehr leer..

Björn zog aus und wir liessen das Zimmer zunächst mal noch unrenoviert. Daggi kam in unsere Familie. Die junge, verdammt selbstbewußte Frau weiß wie sie meinen Junior zu händeln hat und hat obendrein vor Hunden mal so gar keine  Angst. Nora zeigte sich zunächst unbeeindruckt von Dagmars forscher Art  und zog ihre Zickenkrieg im Wasserglas- Show wie gewohnt ab.. Daggi zeigte sich noch viel unbeeindruckter und lies Nora einfach ins Leere laufen. Es dauerte nicht lange und Nora wurde Daggis beste Freundin.

Juni: Nuska war noch immer hier. Wir versuchten für sie weiterhin ein neues Zuhause zu finden. Der erste Vermittlungsversuch bescherte uns eine mehr als nur unruhige und sehr schlaflose Nacht und wir holten Nuska am nächsten Tag wieder zu uns nach Hause. Das war nicht der Platz, den wir uns für diese liebe kleine Hundedame vorgestellt hatten, obwohl wir nicht hätten sagen können WAS für uns daran so merkwürdig störend war..wir hatten uns alles genau angesehen, es war eigentlich alles für einen Hund wie man es sich wünscht.. Haus, Garten, Menschen.. und trotzdem, irgendwas stimmte da einfach nicht. So war Nüsschen denn nun wieder hier.. vielleicht lags ja auch an uns? Vielleicht - vielleicht auch nicht.. normalerweise sagt uns unser "Bauchgefühl" schon, ob´s passt oder nicht. Und wenn wir gleich Beide einen grummelnden Bauch und schlaflose Nächte hatten, dann ist das schon sehr merkwürdig. Im späteren Verlauf des Monates Juli lernten wir durch diesen ersten, gescheiterten Vermittlungsversuch dann die "Tierhilfe SK" kennen, wir tauschten uns aus und langsam wurde deutlich, was uns unser Bauch da suggeriert hatte.

Gegen Mitte des Monats fand sich dann doch jemand.. schon im Vorgespräch waren wir uns gegenseitig sehr sympatisch, wir besuchten die Leute zusammen mit Nuska. Hier passte alles. Nuska zog um, alles war und ist bis heute in Ordnung. Sie kommt zu uns, wenn Frauchen Urlaub macht und lebt nun in Gesellschaft einer Katze sehr zufrieden. Diesmal hatten wir bei Nuskas Umzug keinerlei Bauchweh.. - also lags wohl doch nicht an uns..

Ende des Monats Juni hatten wir hundischen Besuch, ein kleiner Rüde machte ein paar Tage bei uns Urlaub und quirlte die Mädelsgang dann reichlich durcheinander. Der kleine Kerl konnte hier mal so richtig Hund sein und fegte fröhlich und glücklich herum. Kam er doch mit schneeweissen, frisch gewaschenen Fellchen hier bei uns an. Er ging allerdings etwas "angegraut" und staubig - weil er hier mit den Mädels ausgelassen herumtollte, durch die Hecken flitzte und sich behaglich im Gras und auf staubigen Feldwegen wälzen durfte -  wieder nach Hause.

 

Juli: Finanziell knickte vieles ein, da mein "Arbeitgeber" es einfach nicht schaffte, den Lohn pünktlich oder überhaupt zu überweissen und ich jedesmal mit dem Bargeld in der Tasche, dann erst mal auf meine reichlich ausserhalb liegende Hausbank tuckern durfte und alles - was wegen dem nicht vorhandenem Zahlungseingang zurück gebucht worden war - einzahlte oder nachüberweisen musste. (Kostet ja auch nichts.. nur Rückbuchungskosten / Überweisungs- & Überziehungsgebühren und letztlich dann auch jedesmal wieder meinen Sprit um den Mist auszubügeln, den Andere verbockt hatten..) Da der Lohn aber auch bei pünktlicher Überweisung nicht der "Bringer" war, kochte hier ohnehin schon alles auf Sparflamme. Ich hatte mich verschätzt - konnte meine laufenden Kosten gerade noch so abdecken, da passten mir solche Scherze wie zu spät oder im nachhinein in Bar ausgezahlter Lohn überhaupt nicht in die Planung!  Micha fing die laufenden Kosten auf... 

Man sah es nicht gern, wenn ich mir über die Hundezubehör-Schiene etwas dazu verdienen wollte, andere Jobs zusätzlich ausüben ging gleich gar nicht - weil ich deutlich mehr Stunden als vereinbart arbeitete. Ich hatte kaum noch Zeit für meine eigenen Tiere, für die Familie und alles was sonst noch dazu gehört, nur mehr Geld kam deswegen noch lange nicht dabei heraus und obendrein konnte ich es offenbar ja auch keinem Recht machen. Auch Yuna durfte nicht mehr mit und musste wieder zuhause auf mich warten..  Also begann ich mich erneut nach einem anderem Job umzusehen. Zurück zur alten Spedition wollte ich jedenfalls nicht - auch das stand innerhalb meiner Familie niemals zur Diskussion.

Seit mehreren Wochen kämpfte ich mit Schmerzen in meiner Schulter und dem linken Ellbogengelenk, ebenso mit meinem Knöchel. Sämtliche Gelenke machten inzwischen richtig Ärger und ohne Schmerzmittel ging schon gleich gar nichts mehr. Aber, man (ich) ist ja blöd genug und beisst die Zähne zusammen und trabt weiterhin treu und doof täglich auf Arbeit..  

Ich beschloss, aus Kostengründen, den Espace abzugeben und mir ein kleineres, billigeres Auto zuzulegen. Zur Not konnte ich ja auch Michas Kombi nutzen.. Nur, das war einfacher gedacht als zu erledigen..

Die weit im vorraus gebuchte und eigentlich fest eingeplante Veranstaltung beim TSV Gernsheim mußten wir ganz kurzfristig absagen, da Peter - mein Ersatzpa - in der Nacht zuvor mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen war. Er hat es gut überstanden und steht inzwischen wieder fest auf den Beinen.

 

August: Nora wurde an einer schnellwuchernden Warze am Oberschenkel operiert. Sie hats gut überstanden, war aber in den nachfolgenden Tagen ausgesprochen griesgrämig drauf. Das größere unserer Dackeltiere musste nun ein paar Tage langTrichter tragen und fand es wenig amüsant.

Maya war zur Krebs - Kontrolluntersuchung , es fand sich nichts. Gut!

Meine Knochen streikten nun endgültig, ohne richtig starke Schmerzmittel ging inzwischen gar nichts mehr, jede Bewegung und jeder Schritt war ausgesprochen schmerzhaft.  Nur gemerkt hats angeblich keiner. Entweder war ich so mit Schmerzmittel voll, dass es wirklich keiner gemerkt hat - oder man wollte es bewußt nicht sehen, ich und Micha gehen mal von Letzterem aus, da einige andere Leuts mich und ihn ansprachen, was denn mit mir los wäre. Mittlerweile war ich krank geschrieben, weil nichts mehr ging und mein Job hatte sich inzwischen auch erledigt. Ich muss ehrlich gestehen - nachheulen tat ich dem nicht. Zuviel hatte ich mir angehört, gesehen und zuviel war mir inzwischen klar und deutlich geworden.. Es war gut, mal rein geschnuppert zu haben, - einen Blick hinter die nette "Kulisse" geworfen zu haben (mehr isses nämlich auch nicht) und nun war aber auch an der Zeit, dass diese Sache dem Ende zu ging. Fazit: Man arbeitet besser nicht mit "befreundeten" Menschen - es wird nämlich einfach nur an allen Ecken und Kanten ausgenutzt. Manche Fehler macht man eben nur einmal, den hier auch. *Schmunzel*

Und ich war eigentlich ganz gern mal zuhause.

Micha bediente, weil ich mich in den nun folgenden Tagen fast gar nicht mehr bewegen konnte, unseren Stand am Sommerfest des TSV Menschen & Tiere in Frankfurt und feierte seinen Geburtstag, ebenfalls unserem Stand aus dem gleichem Grund bedienend, in Ense beim großen Cocker-Treffen.

Amy verblieb nun endgültig bei Nicole und ihrem Mann. Nach so langer Zeit der Hege, Pflege und Erziehung wollte man sie nicht mehr weiterziehen lassen. So fand Amy nach über einem Jahr in unserer Obhut ihre endgültige alte und neue Heimat.

Ebenfalls im August stand dann das Wacken-Festival an und die Jungend tuckerte gen Norden. Sie kamen heil, verdeckt und glücklich wieder zurück. Wir daheim gebliebene Leuts hatten das Erlebnis am Monitor mitverfolgt.

Die Homepage ging in die Sommerpause, musste diese aber aufgrund etlicher Hunde-Notfall-Hilfe-Rufe immer mal wieder kurzfristig unterbrechen.

Der Espace, das rollende Drama, zickte verstärkt und verliess mich zweimal innerhalb kürzester Zeitspanne. Der ADAC brachte ihn jedesmal brav Huckepack wieder nach Hause. Jede Reparatur kostete nicht nur Geld, sondern auch jedesmal Zeit. Ich hatte Ende des Monats etliche wirklich wichtige Termine und ein hoch unzuverlässiges Auto,   demzufolge lieh ich mir immer öfter Michas Kombi und fuhr meinen Mann dann eben bereits morgens in aller Früh auf die Arbeit.

 

September: Den beiden Dackels war offenbar langweilig, sie alberten ausgesprochen fröhlich in Haus und Garten herum, was auch zu dem einen oder anderem schönen Schnappschuß mit der Kamera führte (zum Beispiel: Engelchen & Teufelchen). Wir genossen die freie Zeit, die Hunde waren glücklich, dass ich sie morgens nun erst gegen 10 aus den Körbchen komplimentierte - jeder konnte schlafen solange er wollte und mochte, keiner bestand um 6 Uhr in der Früh aufs Aufstehen. Es herrschte statt morgendlicher Hektik eine erholsame Ruhe. Ruhe, die auch mir guttat. Meine lädierten Knochen fingen an sich langsam wieder zu erholen.. aber wirklich nur sehr langsam!

Ein Wochenende verbrachten wir bei Gitta in Polen auf dem Hof. Wir brachten ein ganzes Auto voller Sachspenden hin. Die Freude war groß, und wir freuten uns die vertrauten Gesichter der Menschen und Tiere wieder einmal zu sehen. Auf dem Rückweg hatten wir drei ältere Hunde dabei, die bereits alle in ihrem neuen Zuhause sehnsüchtig erwartet wurden. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen unter der Rubrik: http://hunde-oldies.de/polen_september_2011/ )

Diverse Termine und Vorstellungsgespräche standen an, einige Veranstaltungen waren geplant und das elende Auto streikte immer öfter. So griff ich verstärkt auf Michas Fahrzeug zurück, fuhr auch ab und zu mal das Auto meines Sohnes, der inzwischen dann auch auf einen anderen Gebrauchtwagen umgestiegen war. Der Espace stand zum Verkauf und kein Mensch interessierte sich wirklich dafür. Also steckte ich noch einmal Geld rein. Lies ihn gründlich checken und hoffte darauf, dass er denn nun wenigstens bis TÜV - Ende halbwegs brav laufen würde. Allerdings hatte ich die Nase inzwischen gestrichen voll von der Karre und wenn ihn jemand haben wollte - so sollte er dann auch verkauft werden. Ich suchte bis heute kein Gespräch mehr mit dem Händler - aber ich weiß, wir sprechen uns bezüglich dieses Wagens noch einmal. Und dieses Gespräch wird ihm dann für immer im Gedächtniss bleiben. Mir verkauft der keinen Wagen mehr, nicht heute und auch später nicht mehr. Und das obwohl ich jahrelang meine Fahrzeuge bei ihm gekauft habe und er weiß, dass Einzige was ich verlange ist, dass die Kisten zuverlässig rollen und bremsen!

Björns ehemaliges Zimmer wurde renoviert, es ist nun Gästezimmer.

Den hießigen Mittelalter-Markt besuchten wir dieses Jahr lediglich als Gäste. Mir ging es immer noch nicht wirklich gut und lange stehen, laufen oder sogar im Auto sitzen ging gar nicht. So schlendeten wir am Abend des Aufbaus in Zivil mal zur Crew hinauf, begrüßten alle, schwatzten ein paar Minuten und fuhren danach wieder nach Hause. Am Samstag war es extrem heiß, in unserer Mittelalter-Kluft wurde uns mächtig warm, wir blieben wir auch nicht sehr lange auf dem Gelände, weil ich kaum auftreten konnte. Sahen uns nur die Feuershow an und saßen dann zum essen etwas abseits im Gras. Am Sonntag gab es ein mega Unwetter und wir blieben gleich ganz Zuhause, obwohl wir eigentlich wenigstens mal Hörn und Örny, Anne und andere liebe Freunde besuchen wollten..  (Dieses Jahr demzufolge kein Marktbericht)

 

Oktober: Viele Leute denken: Was müssen die Kohle haben, weil die sich soviele Viecher leisten können. Es ist genau das Gegenteil: Eben weil wir soviele "Viecherl" haben, sind wir oft knapp bei Kasse. *Grins* Gott sei dank ging es allen unseren Tieren derzeit recht gut.

Bei mir türmten sich die Termine um eventuelle neue Arbeit. An den Wochenenden türmten sich die Veranstaltungen - wir hatten nur wenig Zeit und Ruhe. Die Veranstaltung des Tierdankfestes des Tierheimes Pfungstadt war auch wieder sehr schön. Dort traf ich auf meine alte Fahrer-Kollegin Renate und wir plauschten lang und breit über vergangene Zeiten. Micha verbrachte den Tag mit unseren Hunden am Rhein. Den Wauzis gefiel es am Wasser - meinem Mann auch. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen unter der Rubrik: http://hunde-oldies.de/veranstaltungen_2011/ )

Die Entscheidung war gefallen - drei Jobs zur Auswahl, zwei davon wären in Darmstadt gewesen, aber der Dritte bot mir am meissten Geld für einen Halbtagsjob und dort hatte ich auch das Gefühl, dass endlich mal das Beriebsklima stimmte... also hatte ich ab November dann auch wieder eine geregelte Arbeit. Nun tuckerte ich zwecks Vertragsabschluß mit meinem Renault gen Frankfurt Flughafen.. kam dort auch gut an, konnte alles erledigen was zu erledigen war und trat mit den unterschriebenen Dokumenten auf dem Beifahrersitz den Rückweg an. Ich kam bis kurz vor Abfahrt Weiterstadt, da ging der Motor aus. Ach nee, nicht schon wieder. Derartige Scherze zeigten sich in den letzten Wochen immer öfter. Ohne Vorwarnung ging der Motor aus, lies sich aber nach etwa 10 Minuten ohne Schwierigkeiten erneut starten. Ein nicht gerade berauschendes Gefühl, wenn man auf der linken Spur gerade eine Kolonne Lastzüge überholte. Auch beim ersten Starten am Tag tat er sich inzwischen mal mehr, mal weniger schwer. Auf Dauer würde das so nicht funktionieren.

Jetzt wollte ich nicht nur ein anderes Auto - jetzt brauchte ich definitiv ein anderes, zuverlässiges Wägelchen. Der Renault ging zu einem geringen Preis nach Düsseldorf - der Käufer kennt die Macken des Wagens..  weiß, was er alles an der Kiste zu machen hat, hat ihn als Bastlerwagen gekauft. Und ich fahre seither einen kleinen Flitzer, der mit 5,2 Liter auskommt und in den trotz seiner geringen Größe doch alles rein passt was ich ihm zumute. Und das ist weiß Gott nicht wenig Zeug.. Herzlichen Dank nach Freigericht zu Ben - der kleine Flitzer macht mir echt Spaß!

 

November:  Die Hundedamen sind weitgehend munter. Dafür liefen vorweihnachtlichen Veranstaltungs Vorbereitungen auf Hochtoren. Meine Ma sprang öfter als Hundesitter ein, wir mussten neben der Arbeit jetzt auch noch Vorbesprechungstermine der Weihnachtsmärkte 2011 und schon die "Grobplanungstermine" für 2012 besuchen.

Es lief endlich wieder alles rund. Mein sehr weit abgerutschtes Konto erholte sich nun ganz langsam wieder.. auch Micha wagte ein vorsichtiges Aufatmen. Das Schlimmste schien wohl vorbei zu sein.

Nuska kam zu Besuch, Frauchen war in Urlaub gefahren und feierte dort ihren 60. Geburtstag. Unser Nüsschen war sofort wieder hier heimisch, passte sich dem Rudel an, passte sich uns an.. und die Mädels vertrugen sich, als wären sie nie getrennnt gewesen. Herrlich unkompliziert. (Bilder folgen)

Dann kam zunächst der normale Weihnachtsmarkt bei uns im Ort, immer am ersten Adventswochenende findet er statt. Zwei Tage, super gute Laune, schöner Standort. Der Aufbau der Bude wurde Freitagsabends von Micha mit einem anderen Aussteller zusammen gemacht. Man half sich gegenseitig beim Budenbau. Die Innendeko übernahm dann ich, den Aufbau des Verkaufszeugs auch.. Sonntagabend nach dem Abbau waren wir alle müde, aber recht zufrieden. Ein gelungenes Verkaufs-Wochenende war vorüber. Danke an Toni Schmitt für die uns zur Verfügung gestellte, wirklich große und robuste Holzbude. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen in der Rubrik: http://hunde-oldies.de/veranstaltungen_2011/ )

 

Dezember: ist der Rennmonat schlechthin..

am 1. Wochenende hatte ich verkaufsoffenen Samstag in unserem Garagenladen. Direkt danach packte ich alles an Ware in die Verlade-Transport-Container fürs nachfolgende Wochenende.

Der folgende Samstag stand ganz im Zeichen des Weihnachts-Hof-Flohmarktes in Gundersheim. Und wieder passte alles in mein kleines Autochen, sogar die Elektrobox nebst Kabeltrommel hatte seinen Platz noch gefunden. Im Vorlauf dieses Maktes, dessen Werbung zum großen Teil mir obliegt, musste ich einige unschöne Diskussionen wegen der "Essensdinge" des Hofmaktes führen.. kurzum, für sowas hab ich im November / Dezember weder Zeit noch Lust. Da bin ich froh, wenn ich überhaupt irgendwelche Mails beantwortet kriege und beschränke mich auf die Wichtigsten davon. Selbst gute Freunde warten in diesen Stress-Tagen oft sehr lange Zeit auf Antwort - dann kommt mir sowas gerade recht! Der Hofmarkt brachte runde 80.- € für Gittas Hof ein. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen in der Rubrik: http://hunde-oldies.de/veranstaltungen_2011/ )

Das dritte Wochenende stand im Zeichen des Mittelalter-Weihnachtsmarktes und war ebenfalls ein sehr schönes Wochenende. Auch hier herzlichen Dank an Claudia und Holly, für das zur Verfügung stellen der Holzbude und für den wirklich gelungenen Markt. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen in der Rubrik: http://hunde-oldies.de/heimdalls_-_erben_2011/ )

Endlich Zeit zum Durchatmen.. wenns auch nur noch eine Woche mit normalen Arbeitszeiten ist..

Weihnachten verbrachten wir ruhig, nur mit Ma, Björn und Daggi und unseren Tieren. Es war wunderbare ruhige Stimmung, wir haben viel gelacht, viel Freude gehabt. Es gab nur Kleinigkeiten, in Anbetracht der Tatsache, dass wir uns vorher darauf verständigt hatten, gabs auch keine enttäuschten Gesichter. Im Gegenteil - die Kleinigkeiten waren mit Bedacht und Sorgfalt ausgewählt worden und fanden richtig guten begeisterten Anklang innerhalb der Familie. Die Hunde hatten wie jedes Jahr jeder ihren eigenen kleinen Weihnachtsteller mit besonderen Leckereien drauf. (Bericht mit Bildern folgt in den nächsten Tagen)

Am 27.12. hatte ich noch frei, Micha hatte ohnehin Urlaub - so konnten wir in aller Ruhe die Weihnachtstage ausklingen lassen und etwas Kraft nachtanken und den letzten Tierarztbesuch in diesem Jahr hinter uns bringen.

Während des Dezembers verliessen zwei - uns sehr lieb gewordene - Hunde diese Welt.

Stöpsel, einer der ältesten polnischen Hunde die wir jemals mitgebracht hatten, schlief im Alter von fast 22 Jahren zwei Tage vor Weihnachten ein.

Und Ida, Rockys langjährige Doppelgängerin, die bei meiner Kollegin Renate lebte, verlies diese Welt im stolzen Alter von 17 Jahren am 27.12. nach einem schönen und ruhigen Weihnachtsfest im Kreise ihrer Familie. Gute Reise, ihr Beiden. Anja, Renate - wir sind sehr traurig mit euch..

 

Das Fazit aus 2011?

Soviel Mist und Ärger wie in diesem Jahr brauchen wir nicht noch einmal. Es war mehr als einmal schwierig und knapp, aber wir haben es immer wieder geschafft.

Und die schöne Seite ist wie immer, die Gesundheit und die Freude unserer und anderer Tiere. Das Helfen, sofern wir es können. Glückliche Hundeaugen zu sehen, fröhliche Wedler zu ernten.. mit netten Leuten gemeinsam etwas aufbauen, erhalten und forcieren..

Was wir uns wünschen?

Ein ruhigeres 2012, ohne soviele Komplikationen, mit geregelter und gesicherter Arbeit. Und vielleicht klappts ja in diesem Jahr wieder etwas besser, alten Hunden ein wenig mehr Hilfe zukommen zu lassen.. im letzten Jahr war uns das nicht wirklich vergönnt.

 

Was wir Ihnen und Ihren 4beinern für 2012 wünschen?

Ein gutes, gesundes und wirklich erfolgreiches Jahr. Zufriedenheit, Ruhe und alles was Sie sich selbst wünschen.

 

************************* ENDE ****************************

 

 

 

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