Rückblick auf 2012

Januar 2012:

Der Januar war ein Monat voller Sorgen, Ängste und Katastrophen.

Bereits am 4. Januar begann Tantchen zu spucken. Hinzu kam massiver Durchfall, der sich sehr schnell in blankes Blut verwandelte, während das Erbrechen verschwand. Mehrfach war sie stationär in der Tierklinik - Tagelang haben wir um Jolantchen gezittert. Die Tierklinik kämpfte um sie, testete alle erdenklichen Viruserkrankungen durch - alles ohne Befund. Mitte des Monats war Jolante dann endlich auf dem Wege der Besserung, als es dann unsere kleine Mokkamaus Yuna erwischte. Auch Yuna wurde von uns sofort in die Obhut der Tierklinik gebracht. Bei Yuna verschlechterte sich die Situation innerhalb weniger Stunden drastisch, sie war klein und hatte nicht viel, was sie der Infektion entgegenhalten konnte. Unsere kleine Maus hat es nicht geschafft, sie verstarb in der Nacht von 17. auf 18. Januar an dieser Virus-Infektion in der Tierklinik. Wir sind bis heute vollkommen fassungslos darüber. Und wieder war alles nur Erdenkliche getan worden, um herauszufinden mit was es unsere Hunde hier zu tun hatten. Und wieder kam aus den Labors alles Getestete "ohne Befund" zurück. Wir konnten nichts anderes tun als zuvor. Alles desinfizieren, alles was Kontakt mit Blut oder Erbrochenem hatte, wurde direkt zur Vernichtung in die Tonne geworfen, alles was sich desinfizieren lies wurde desinfiziert. Die Wohnzimmerteppiche, Handtücher, Decken, Putztücher, Wischmop und sämtliche Liegematten der Hunde, der Weidekorb und sogar das große Hundebett von Tante - alles was irgendwie mit Blut kontakt hätte haben können oder sicher hatte, wurde von Micha direkt zum Sperrmüll gebracht  - ein Kombi voller Dinge des Alltags wanderte zur Vernichtung. Aufgeschnappt hatten sich die Mädels das Virus vermutlich beim Gassigehen.. - verhindern hätten wir es nicht können. Die Tierarztpraxen in der Umgebung waren zu dieser Zeit voll mit Hunden, die mit dieser Infektion zu kämpfen hatten. Wir liessen niemanden mehr aufs Grundstück oder ins Haus ohne die Schuhe zu desinfizieren, jeder musste durch die Wanne mit dem Desinfektionsmittel.

 

Februar 2012:

Im Februar veränderte sich die Situation hier nur wenig.

Tante schwächelte nach wie vor, wir kämpften noch immer gegen das Virus an, gegen die immer wieder aufflackernde Infektion. Auch im Februar verbrachten sie und ich sehr viel Zeit beim Tierarzt. Immer wieder kleinere und größere Rückschläge. Immer wieder kurzfristige Verbesserungen, nachhaltige Rückschläge. Täglich lief die Waschmaschine voller Hundedecken mit Desinfektionsmittel - täglich wischte ich mehrfach mit Desinfektionsmittel das ganze Haus von oben bis unten durch. Der Dampfreiniger war nie zuvor derart viel in Gebrauch wie in diesen Wochen. Egal ob was daneben ging oder nicht, es wurde zum festen Programm alles, aber auch wirklich alles zu desinfizieren womit man täglich zu tun hatte. Die Hunde verblieben in dieser Zeit in Haus und Garten - Gassigehen war zunächst gestrichen. Keine der Mäuse hat es übel genommen. Wir wollten einfach vermeiden - was auch immer es war - beim Gassigehen weiter zu verbreiten, oder das sich einer der Hunde erneut draussen irgendwo etwas Derartiges einsammelte. Langsam, sehr langsam rappelte sich die zähe alte Tante wieder auf. Es gab zunächst keine Rückschläge mehr und sie erholte sich nach und nach immer mehr von ihrer Infektion. Langsam, sehr vorsichtig atmeten auch wir wieder auf.. Die Wochen davor waren Adrenalin pur gewesen, ständiges auf 280 Touren drehen, jeden Tag alles desinfizieren, wischen und viele  Stunden immer wieder beim Tierarzt. Keine Nacht in der ich hätte durchschlafen können - selbst wenn Tantchen im Tiefschlaf lag, ich stellte mir den Wecker um alle 2 Stunden nach ihr zu sehen, wenn ich nicht gleich unten auf dem Sofa im Wohnzimmer bei ihr blieb. Micha kümmerte sich in den Stunden um sie und die anderen Wuffs, wenn ich nicht da war. Ich arbeitete in dieser Zeit noch auf einer Halbtagsstelle bei einer Firma auf dem Frankfurter Flughafen und wir teilten uns so ein, dass die Hunde nicht länger als 1 bis maximal 2 Stunden alleine zuhause waren. Seit Januar hatten wir unsere Arbeitszeiten soweit verschoben, dass dies problemlos klappte. Ausgerechnet in dieser turbulenten Zeit kam Buschka zu uns.

 

März 2012:

Anfang März hoben wir unsere Gassigeh-Sperre auf. Munter und fröhlich trippelte die ganze Bande nun täglich wieder am Rheinufer entlang. Es schien endlich alles ausgestanden zu sein. Tantchen war munter, frech und recht gut drauf - also mehr oder weniger wieder ganz die alte Hundedame wie wir sie kannten. Der sehr schöne Mittelalter-Hallenmarkt war vorüber, viele hatten nach Yuna gefragt - sie hatte mich ja häufig auf diese Veranstaltungen begleitet und wurde von so manch einem Händler nun vermisst. Stattdessen hatte ich Nora mit, es war eine ganz neue Erfahrung für die Hundedame und es hat ihr viel gebracht. Sie konnte feststellen: Viele Leute und es passiert mir nichts. Ebenfalls Anfang März übernahmen wir nun Nicki endgültig. Aus dem langjährigen Pflegehund wurde nun endlich unser eigener Hund. Es kamen die ersten paar warmen Tage, die Hunde verbrachten wieder mehr Zeit im Freien. Die Infektionswelle schien vorüber zu sein, auch bei den Tierärzten in der Umgebung wurden Fälle dieser Art immer weniger. Der März verlief also einigermaßen ruhig. Buschka war Ende März in ihr neues Zuhause gezogen. Sie zeigte von Anfang an keinerlei Reaktion auf das Virus und blieb auch weiterhin gesund und munter.

 

April 2012:

Der April begann ruhig.

Keine Rückschläge mehr, alle Hunde fit und munter. Und wir? Urlaubsreif.. oder so ähnlich. Erstmals seit der Erkrankung der Hunde erlaubten wir uns ein paar Tage auszuspannen. Wir planten gemeinsam mit Claudia von der Pfotenhilfe eine Wochenendtour nach Polen. Meine Ma übernahm hier die Versorgung unserer Bande, versorgte Hunde & Haushalt, kümmerte sich - wie immer bei unserer Abwesenheit - um alles Wichtige bei uns zuhause. Claudias großer Pick-Up-Truck war krachvoll geladen mit Futter- & Sachspenden als wir starteten. Samstag gegen Mittag kamen wir bei Gitta an. Wir wurden herzlich begrüßt, nicht nur von Ihr und Ihren Helfern - nein auch von der ganzen Hundeschar und den Katzen. Ein gemütliches Wochenende auf den Tierschutz-/Gnadenhof tut uns immer wieder gut. Hier fühlen wir uns wohl, hier gehts uns gut, hier tanken wir auf. Und Gitta freut sich jedesmal wenn wir anrücken. Auf dem Heimweg hatten wir "Dzidek", später Krümel, im Wagen - der fast 17 Jahre alte kleine Hundebub sollte seine letzten Wochen bei uns verbringen. Er war bepatet und hatte binnen kürzester Zeit seinen eigenen kleinen Fan-Club. Er stieg hier aus dem Auto und schien sich auf Anhieb wohl zu fühlen. Als einziger "Mann" unter lauter Mädels, klar, warum denn auch nicht? Just 2 Tage nach unserer Rückkehr hatte Jolante einen Rückschlag.. Nun war so lange Ruhe gewesen und jetzt das! 2 Tage ging es ihr dreckig, 2 Tage in der wir wieder alle Kraft und Gedanken auf Tantchen konzentrierten und viele Stunden beim Tierarzt saßen mit ihr. Und wieder jeden Tag das ganze Haus desinfizierten..

 

Mai 2012:

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.. und der Desinfektionsmittel-Massen-Verbrauch hier war inzwischen zum ganz normalem Alltag geworden..

Krümelchen lebte sich ein und er blühte richtig auf. Das alte Männlein begann sogar zaghaft zu spielen. Alles war okay, die Hunde durch die Bank weg fit und munter. Nessi und Maya waren zu Besuch hier gewesen - Buschka und Rudel hatten uns besucht.. keiner der Hunde hatte Krümelchen in irgendeiner Form blöde angemacht - im Gegenzug liebte Krümelchen alle Hundemädels sehr und verbrachte verträumte, ruhige Stunden im Garten mit ihnen. Er lag im Gras und sonnte sich, genoß die Ruhe und fröhnte dem seeligen Nichtstun. Er trabte fröhlich mit Gassi, fraß gut und war ein nettes, liebes Kerlchen. Das seine Zeit bei uns nur begrenzt sein würde, war von Anfang an klar, aber das er nur 4 Wochen bei uns bleiben sollte und die schöne Zeit genießen durfte.. Es war bitter, den kleinen Hundemann nach einer langen durchwachten Nacht gehen lassen zu müssen. Er verließ diese Welt am 13.05.2012 in der Früh für immer. Nun schaut er hoffentlich von oben zufrieden auf uns und unser Rudel herunter.. Nur wenige Tage nach ihm verließ auch Perry diese Welt. Perry war herzkrank. Vor langer Zeit zu einer lieben Familie gezogen und deren Sonnenschein. Auch sie verstarb vollkommen unverhofft und ohne vorherige Anzeichen einer Krankheit.

 

Juni 2012:

Seit Anfang des Jahres "räumte" die Natur offenbar auf..

denn am gleichen Tag Anfang Juni gingen gleich 2 Hunde von Freunden über den Regenbogen. "Nessi" von Anja und "Jenni" von Sabrina verliesen diese Welt, beide Hundedamen hatten ein recht hohes Alter erreicht und waren seit geraumer Zeit krank gewesen. Kurz danach ging Konni´s Rex über den Regenbogen, auch er im gesegneten Alter von 15 Jahren. Unseren Hundedamen hingegen ging es gut. Sie waren gut drauf, munter und frech - der 4 er Pack hatte Spaß beim Gassigehen und verbrachte die schönen Tage des Monats überwiegend draussen auf der Terrasse oder im Garten.  Zwischenzeitlich hatte die ganze Bande ein Vollbad genommen und sah dadurch sehr "fluffig" aus. Ende Juni verließ auch Momo das Parkett dieser Welt. Momo war einst aus einem Labor, ihr Leben hatte sich zum Guten gewendet als sie Jahre zuvor bei Freunden von uns ein Zuhause fand. Momos Fortgang riss keine Lücke, nein --> es riss einen tiefen Krater in das Leben ihrer Menschen. Momos Platz ist bislang nicht mehr neu besetzt worden..

In dieser Zeit war ja auch noch die Fußball EM - mit dem bezeichnenden und leider zutreffenden Titel:  "Europa zu Gast bei Mördern" und offenbar schaltete die gesamte Fußball-Fan-Gemeinde mit dem ersten Anpfiff dann auch direkt das Hirn aus. Da wurde gegröhlt, gesoffen, gepfiffen, getrötet, gehupt, geböllert und mit durchdrehenden Reifen rotzbesoffen durch die Strassen gejagt. Völlig egal ob gewonnen oder verloren - hauptsache mal Theater, Krach, Randale und Show gemacht. Ob es Leute gibt, die eventuell am nächsten Morgen aufstehen und zur Arbeit müssen, war den "Fans" egal. Es durfte bis morgens um 4, 5 oder auch mal halb 6 so richtig laut Randale gemacht werden. Und weil draussen so schön rumgebrüllt, geballert und gehupt wurde, bellte es drinnen mehr oder minder laut dann eben auch. Und nicht nur bei uns. Aber auch dieser Wahnsinn hatte mal irgendwann wieder ein Ende.

 

Juli 2012:

Die Schwüle drückte alles nieder.. sämtliche Hunde bewegten sich nur dann, wenn es unbedingt sein musste. Auch wir Menschen suchten die Nähe des Ventilators.

Jolantes Aftertumor beschloss nun sich innerhalb kürzster Zeit zu verdoppeln und begann unsere alte Hundedame jetzt massiv zu stören. Klein-Katja kam Mitte des Monats zu uns, da ihr Herrchen kurz zuvor verstorben war und die Tochter von ihrem Vermieter keine Erlaubnis zur Haltung des Zwergen-Hundes bekam.

Große Mengen Sachspenden wurden von ehrenamtlichen Leuten  der "Refugio Casas Ibanez e.V." und "Ayuda pour Animals e.V." bei uns zuhause abgeholt. Das Lager der Pfotenhilfe sollte restlos geleert werden, der Raum musste dringend saniert werden. So wurde zunächst alles zu mir gebracht, da ich die Kontakte zu den Vereinen habe und hier holten die beiden oben genannten Vereine dann jeweils eine große Transporter / Kombiladung voller Sach- / Futterspenden ab. Nur ein paar kleinere Kartons verblieben aus verladetechnichen Platzgründen noch hier, diese bot ich einem Verein aus dem Norden an - der laut seiner Homepage eine große Fahrt nach Ungarn geplant hatte. Deren Vorsitzende kennt mich eigentlich, doch anhand ihrer etwas "doofen" Reaktion wurde mir schnell klar, die wollen die Kisten mit Decken, Spielzeug, Leinen, Halsbändern und anderen Dingen nicht.  *Wörtliches Zitat aus einer Mail an mich* : "Sind das unbrauchbare Reste oder warum wollten die Anderen das nicht?" *Zitat Ende* Ich hatte vorab geschrieben, dass es nur ein paar kleinere Kisten wären und das der Inhalt bereits von mir durchgesehen worden und alles darin befindliche Okay war.. aber wer nicht will, braucht auch nichts. Es gibt andere Orgas / Vereine die solche Dinge mit Kusshand nehmen und nahmen! Dieser Verein wird von uns jedenfalls nichts mehr angeboten bekommen, ich habe ihn von meiner Liste gestrichen - der Zug ist abgefahren.

Man lernt ja gern dazu - ich auch!

 

August 2012:

Urlaubszeit - auch wir machten ein paar Tage Pause. Legten einen Gang ruhiger ein, genossen die Sonne im Garten, den Pool und die schönen warmen Abende draussen auf der Terrasse. Umgeben von freundlich-fröhlichen Hunden, ab und zu waren Freunde zum Grillabend da - einfach mal ein paar Tage das Leben etwas ruhiger angehen lassen. Auch wir brauchen ab und zu mal eine Pause, Zeit zum Durchatmen. Den Mädels gings gut, uns gings gut, wir alle genossen diese "Sommerpause" sehr. Wir besuchten die eine oder andere Veranstaltung und liessen es uns und den Hunden gut gehen. Auf dem Tierschutztag in Kelsterbach hatte ich einen schönen Verkaufsstand und im Tierheim Heppenheim ebenfalls.

 

September 2012:  

Gleich am 1. September Wochenende ist ja immer der Mittelalter-Markt hier im Ort. Er war auch in diesem Jahr wieder gut besucht und wir haben Freunde, Bekannte und uns lieb gewordene Händler wieder gesehen. Ein paar unbeschwerte Stunden verbracht, viel gelacht und auch neue Kontakte geknüpft. Allerdings sollte einer der Marktbeschicker gelegentlich seinen Ton mal überdenken, dass könnte hilfreich für ihn sein. Wer so dämlich parkt wie jener Marktbeschicker an diesem Morgen, muss damit rechnen, dass sich ein anderer Autofahrer (ich) dann eben gezwungenermaßen ebenso dämlich hinstellen muss. Er fühlte sich "eingeparkt" und wurde ausfallend.. dummerweise bewieß er selbst, dass er nicht ein- oder zugeparkt war, als er dann aus seiner selbstgebastelten "Falle" rausfuhr. Und sein Gemotze, Getobe und Gebrüll lies mich ohnehin kalt.. *Schmunzel*

Mitte des Monats erwischte mich die Sommergrippe. *Hüstel-Hüstel-Hust* Man zog mich aus dem Verkehr, ich hätte vermutlich sonst die ganze Abteilung "verseucht". Drum war es besser, ich blieb einige Tage daheim und kurierte mich aus. Das Wetter war gemischt - mal nass, mal trocken, - aber Sommerwetter war das wirklich nicht, ich konnte mich also in aller Ruhe vorm Fernseher auskurieren. Es gibt nichts schöners als mit zwei Dackel unter einer Decke aufm Sofa zu liegen und es sich "gut" gehen zu lassen. Was zu trinken, ein Buch, Musik oder Fernsehen.. die Zeit geht auch vorbei, wenn man mal nichts tut.

Ende des Monats kam Jolante dann doch unters Messer. Der inzwischen mächtig gewachsene Aftertumor drohte zu platzen und wurde nun gezielt entfernt und entgegen aller Prognosen steckte die Maus die OP wirklich gut weg. Ein paar Tage zuvor war Ninachen zur Zahnbehandlung in der Tierklinik, auch die Dackeline hatte alles gut überstanden.

 

Oktober 2012:

Der Oktober verging wie im Flug. Wir besuchten teils mit unseren Hunden diverse Feste, teils ohne. Dann war entweder meine Ma bei ihnen oder Björn und Daggi waren da. Auf manch einem Fest hatte ich auch meinen Stand aufgebaut.

Jolante bekam die Klammern entfernt, die Naht war gut verheilt. Unsere Tierärzte an der Tierklinik nennen sie nur noch: Das "Stehauf-Hundchen" und sie freuen sich, wenn sie sehen, wie munter das alte Hundedämchen zur Zeit ist. Wann immer wir in die Tierklinik kommen und Tantchen dabei haben, ist die erste Frage "Na, Jolante - was ist passiert?" Und wenns dann von mir ein "Nichts ernstes - nur Kleinigkeiten" als Antwort gibt, freut man sich schon. Inzwischen sehen die Mitarbeiter der Tierklinik wohl schon an meiner Mimik ob was "dolles" ist oder nicht.. sollte mir das etwa zu denken geben? *Schmunzel* Madame lebte seit dieser OP sehr auf und ist seitdem vollkommen anders, fröhlicher, übermütiger -- jünger ?? Jedenfalls hat sie wahnsinnig an Lebensqualität gewonnen seit der OP.

Anders gings mir. Immer wiederkehrende Schmerzen - bereits seit Ende September -  in den Gelenken machten mir zunehmend mehr zu schaffen. Morgens die ersten 10 Minuten aus´m Rücken raus herumlaufen wie ein Klappmesser, dicke Handgelenke, wechselnde Gelenkschmerzen, Nackensteifheit, Steifheit in den Hüftgelenken, usw.. und die Doc´s finden nix.

 

November 2012:

Gesundheitlich hebelte es mich Anfang November dann endgültig aus - ich war nun seit Wochen wegen meiner Knochen & dem Rücken krank geschrieben. Termine über Termine bei Ärzten - Erster Befund: Bandscheibenvorfall - ein Arzt der im Vorbeirennen und ohne weitergehende Untersuchung Diagnosen stellt, ist für mich nicht maßgeblich.. *Batman mit dem Röntgenblick lässt grüßen, oder wie??*

Also ab zum nächsten Knochendoc, diesmal einer auf Empfehlung, weiter weg..  Anfahrt 1,5 Stunden  (es schneite 3 Flocken, in Südhessen brach somit natürlich sofort der gesamte Verkehr zusammen) genaueste Untersuchung, Röntgen, pipapo - der fand dann aber auch keinen Bandscheibenvorfall und alles andere Untersuchte / Geröngte blieb auch ohne Befund.

Kurzum - die finden nichts..  das erfreut doch ungemein. *Ironie aus*

Da ja bei mir an den Knochen angeblich nichts zu finden ist - hab ich beschlossen, dann kann ich mich ja auch um die Weihnachtsmärkte kümmern *ja, ich weiß, ich bin stur und ausserdem  --> Unkraut vergeht nicht. *grins* In Folge dessen hatte ich 3 Wochenend-Weihnachtsmärkte im Dezember als Marktbeschicker mit Hundezubehör eingebucht.

Tomek, ein lieber, netter & fröhlicher Mann - in seiner Freizeit Helfer auf Gittas Hof  - verunglückte auf einer Baustelle tödlich.

Mitte November erhielt ich einen "Notruf" für Bigfoot, einem alten, großen Schnauzer Mix mit einigen gesundheitlichen Problemen. Nun hab ich es mir zur Gewohnheit gemacht Notrufe erst dann online zu stellen, wenn ich alle Daten und Bilder sowie die dazugehörenden Kontaktdaten habe. Es dauerte eine ganze Weile bis ich dann auch endlich alle Daten/Bilder hatte, der Bursche ging endlich online, Anja E. vom TS Kelsterbach jagte ihn durch ihren Verteiler. Nur wenige Stunden später kam der Anruf, von der Person die voher auch den Notruf an mich gegeben hatte,  Bigfoot hat ein neues Zuhause gefunden. Also die ganze Aktion retour. Gut, es freut mich sehr für den alten Hund, dass er es nochmal gut haben darf.

Ich komme aus Zeitgründen nicht immer dazu, die Notfallseiten zu aktualisieren. In den letzten Monaten hinkten die Informationen eigentlich immer den aktuellen Situationen nach. Neue Notrufe gehen nur selten noch zeitnah online, von daher habe ich in den letzten Monaten kaum noch Hunde online gesellt. *Sorry- ich gelobe Besserung*

 

 

Dezember 2012:

Hündin Sonja musste ihr Zuhause nach über 13 Monaten wieder verlassen. Sie zog zu Jürgen und wird dort für immer bleiben. Das war Liebe auf den ersten Blick und zwar auf beiden Seiten.

Der erste richtige Schnee fiel und Nicki hatte ihren Spaß daran. Sie ist und bleibt eben ein ewiges "Hundekind". Da wurde mit Bocksprüngen durch den Garten getobt, im "Handstand" mal eben ein Stück weit gerannt -  eben "Popo hoch" Hund gespielt, die Kleine liebt Schnee über alles. Nina stapfte etwas angenervt von der kalten Pracht durch den Garten, klar - das Zwerg-Dackelinchen ist sehr bodennah, da wird der kleine Bauch nass und kalt und das mag sie nicht. Nora und Katja zeigten sich ebenfalls als Schnee unwillig - sie hoben die Pfoten so angewidert und hoch, als würde das nasse kalte Zeug gleich zubeissen. * lächel* Nur Tantchen war davon vollkommen unbeeindruckt - wie immer. Aber alle Hunde gingen und gehen bei jedem Wetter freudestrahlend Gassi!

 3 schöne Weihnachtsmärkte habe ich mit meinem Hundezubehör-Stand bedient. Dann war auch die Vorweihnachtszeit schon vorbei und ich war froh über die ruhigen Tage nach "Heilig - Abend". Dackeline und Tantchen hatten beim Geschenke auspacken viel Freude. Die Familie war komplett zusammen und wir verbrachten ein ruhiges, sehr schönes Weihnachtsfest.

 

Fazit aus 2012:

Das erste Halbjahr war eine ziemlich konstant durchgehende, sehr, sehr kostspielige Katastrophe, deren Wiederholung wir nicht noch einmal erleben möchten. Das zweite Halbjahr war dann durchweg positiver und ruhiger geartet.

2 eigene Hunde sind innerhalb weniger Wochen von uns gegangen, 5 Hunde von guten Freunden / Bekannten verstorben. Wir haben die kleine gehbehinderte Nicki aus dem Pflegevertrag komplett als unseren Hund übernehmen können, was uns sehr freut. Wir haben mehrere schöne Sach-Spenden-Sammelaktionen gemacht, die gesammelten Werke sind alle restlos an bedürftige Tiere in 3 Ländern gegangen, nämlich nach Polen, Spanien und in die Türkei. Mit einem schönen Erfolg haben wir in der Vorweihnachtszeit für den Tierschutz-/ Gnadenhof Vierpfötchen in Polen erneut gesammelt. Wir haben übers Jahr viele nette Leute kennen gelernt und viele nette Hunde. Wir haben gute alte Kontakte erneuert und aufleben lassen, aber auch völlig neue, wertvolle Kontakte im Tierschutz knüpfen können. Ein paar kleinen Notfällen konnten wir zu einem neuen Zuhause verhelfen, ein paar Menschen die Nöte mit ihren Tieren ein wenig lindern. Wir sind eingesprungen, wenn es irgendwo hieß "Land unter" und haben Buschka, Katja und Sonja eine vorübergehende Bleibe gegeben. Bis auf Katja haben die Mäuse kurz darauf alle wieder einen guten Platz gefunden und können glücklich und zufrieden in die Zukunft schauen. Und auch für Katja ergeben sich sicherlich bald neue Perspektiven.

Sehr viel Geld ging in 2012 in die Gesunderhaltung unsere Hunde. Jolante und Krümel haben / hatten eine Patin für Tierarztkosten - dennoch zahlten wir natürlich den "Kleinkram" für sie selbst. Ein herzliches DANKE an dieser Stelle auch noch einmal an Jolantes & Krümelchens Patin!

Einiges an Geld floß aber auch in die Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten unseres Hauses und den Garten, sowie in die Wartung unserer Fahrzeuge. Ich habe aus "demnächst-TÜV-Ablauf-Gründen" zwischenzeitlich das Auto gewechselt. Mir reicht ein gebrauchter Citroen, ich brauch keinen Mercedes..  Bei mir ist wichtig, dass die Kiste zuverlässig rollt und nicht was vorne drauf steht.

Aber am allerwichtigsten ist:

Die Familie hält zusammen und zieht am selben Strang, jeder von uns ist für jeden von uns da, und so soll es sein und auch in der Zukunft bleiben.

Wir lesen uns in 2013 wieder..

und nein, gute Vorsätze für 2013 habe zumindest ich keine.

Ich und meine Familie verbringen die Tage mit unseren Alt-Hunden so gut und fröhlich es nur irgendwie geht,

 denn niemand weiß was morgen sein wird..

es kommt ohnehin so, wie es kommen soll - ändern lässt es sich sowieso nicht.

 

 

********************* ENDE **********************

 

 

 

 

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