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Ungarnfahrt September 2009, Teil 1

11. - 13.09.09

mitkommen sollten nun doch 8 Hunde, der "Nachgemeldete" Hund Nummer 8 war eine Privatabgabe, die Papiere waren vollständig & okay und er durfte deshalb gleich mit ausreisen -  wovon 3 der nun 8 Hunde gleich am Abend ihrer Ankunft in BRD weiter sollten auf ihre Plätze. Die Fahrketten für die 3 weiter weg reisenden Hunde standen, die Fahrer waren auf Abruf bereit,die Übernachtungsmöglichkeiten seit 2 Wochen fest gebucht..

Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt..

am 11.09.09 holten wir den Leihtransporter ab, den wir recht günstig und in unserer Nähe mieten konnten und der im Gegensatz zu andern uns angebotenen Autos a.) noch recht jung war und b.) wenig Kilometer drauf hatte und c.) in einem ordentlichen Zustand war, sowohl aussen als auch innen. Besichtigt hatten wir schon einige Leihfahrzeuge im Voraus, die erheblich teurer und teils in einem echt bedenklichen optischen Zustand waren. Wir entschieden uns für den Leihtransporter, der uns am meisten zusagte und dennoch mit am günstigsten war. Nur ein Angebot war günstiger - aber das Auto.. naja.. wir hatten so unsere Zweifel, ob der das wirklich schaffen würde.. desweiteren verleihen unzählige Firmen nach wie vor nicht in Länder wie Polen, Ungarn, Slowakei, etc.. und inzwischen haben wir auch den Hauch einer Ahnung - weshalb.. - aber dazu später mehr.

Freitags Abends beluden wir den Ducato, damit wir am 12.09.09 morgens um kurz vor 4 Uhr starten konnten. Die bereitgestellten Boxen, viel Futter, viele Deckenspenden und anderes Hunde-Zubehör und unser eigenes Zeug, fanden ihren Platz in dem Transporter. Er war gut voll, aber nicht überladen - worauf wir ja immer sehr viel Wert legen, weil - es dient auch unserer eigenen Sicherheit, wenn die Kisten nicht zu schwer be - oder gar überladen sind. Und ich hab mich darauf gefreut, nach langer Zeit auch mal wieder so eine Kiste fahren zu können, es war ja jahrelang mein Job sowas und noch Größeres durch die Lande zu gondeln.

Der Ducato bei uns im Hof - vor dem beladen 

Ein Teil der Boxen stand schon vorbereitet und mit Namen und Größe der Tiere beschriftet im Hof, den anderen Teil der Boxen hatten wir ausgelagert, aber auch schon parat stehen. Diesmal waren es ja auch große Hunde, die endlich mitkommen sollten.. Hunde wie Bundasz & Kormi oder Vidor, alle um die 60-70 cm hoch und keine Leichtgewichte. Aber auch vier kleinere Wuffelnasen waren wieder dabei und warteten auf ihre große Reise in ein neues Leben.

Die Boxen von Vidor, Luca, Bebe, Jenny, Botond und einer kleinen Schnauzerhündin ohne Namen standen bereits im Hof bereit, die anderen -noch größeren- Boxen waren noch zerlegt und im Lager, zusammengesetzt wurden sie erst vor der Abfahrt, beim beladen des Ducato und wie immer blieb keine Box leer. Was uns später auch noch ein weiteres Problem bescheren sollte..

 

An die Trennwand stapelten wir die unzähligen Futtersäcke - davor dann die beladenen Boxen, davor und obendrauf die Kartons voller Decken /  Handtuch und anderen Sachspenden aus allen möglichen Regionen Deutschlands.

  ca. 600 Kg Futter an der Trennwand  Boxen, Decken & Kartons

 

Es konnte also los gehen! Morgens um kurz vor 4 Uhr starteten wir am 12.09.09 bewaffnet mit Kaffee, Mineralwasser und unserem Frühstück in Richtung Ungarn. Micha raucht nicht mehr, ich hatte noch etwas mehr als eine Schachtel Zigaretten dabei, die sollte eigentlich reichen bis wir in Ungarn am Ziel waren  - ja denkste!

Tachostand Abfahrt Transporter..  82858 Km hatte er da gerade mal drauf.

Bis Grenze Österreich fuhr Micha, ab da übernahm dann ich das Steuer. Der Transporter rollte brav, ohne Mucken - 130 darf man, 130 fuhr ich.. der machte einfach nur Spaß..

 vor Wien aufgenommen.. (ich werd nicht gern fotografiert und Micha weiß das auch..) *grummel*

...noch gut 2 Stunden bis Budapest - noch rund 4,5 Stunden bis zum endgültigen Ziel....  

Durch Ösiland rollte der Transporter brav, wurde getankt, wir schauten nach Öl, Wasser - holten die Maut für Ungarn - alles okay, weiter ging es. Nach dem Grenzübertritt ein Stückchen weiter in Ungarn drin übernahm Micha wieder das Lenkrad und auch jetzt brummte der Transporter mühelos und mit der dort erlaubten Geschwindigkeit von 130 Km/h vor sich hin.

Tja.. plötzlich wurde der Motor laut, die Motorkontrollleuchte ging an und der Motor direkt aus - eine Sache von Sekunden. Ohne Vorwarnung, ohne irgendwas, was uns vorher verraten hätte  "Hallo, da stimmt was nicht.. " Ende von Motorleistung - Anfang einer ziemlich anstrengenden Aktion.

 

am 12.09.09 um 13 Uhr 30 genau 30 Kilometer vor Budapest war zunächst mal Ende ..

Der Transporter rollte auf dem Pannenstreifen der stark und schnell befahrenen M1 aus - blieb netterweise direkt am 30 Kilometerschild und vor einer Noträufsäule stehen - die uns allerdings auch später kein Stück weiterhalf...  Aussteigen auf der Fahrerseite - auf dieser Autobahn?? Unmöglich! Also - raus auf der Beifahrerseite, zunächst mal einen Blick UNTERS Auto werfen - verlieren tut er nix, das ist schon mal beruhigend.. Informieren des Verleihers --> den traf wahrscheinlich gerade ein herber Schlag. Der brauchte eine Panne mit seinem Auto in Ungarn ebenso wenig wir wir. Erst mal wußte er Bescheid, wo das Auto stand und das es stand und wohl auch aus eigner Kraft nicht wieder hier wegkommen würde..  was er mit diesem Wissen tat - blieb uns rund 1050 Kilomater von ihm entfernt  - zunächst verborgen. Helfen konnte uns jetzt erst mal keiner von auswärts- also hilf dir selbst.

Motorhaube auf... Ohja! Das sah weder auf den Ersten noch auf den zweiten Blick gut aus..

... da waren mal Kabel, Stecker, Leitungen und Abdeckungen gewesen.. nun war da nur noch ein hübscher verkohlter Strang und Knubbel aus verschiedenen Materialien.. an eine schnelle Reparatur vor Ort war gar nicht zu denken.. das wurde uns beim Anblick dieses "Salates" gleich klar. Für technische Defekte dieser Art kann kein Mensch was, sowas passiert trotz bester Wartung halt einfach so.

    

 

Jetzt gings dann los.. jeder von uns besitzt zwei Handys und jeder von uns hing an diesen Dingern, telefonierte und versuchte was zu bewegen, irgendwie zu organisieren, dass wir hier weg kamen...

Micha sprach mit dem ADAC - der zunächst mal etwas geplättet war, ob der Tatsache das wir mit einem geliehenen Transporter auf unsere eigene Karte anriefen.. "es wäre Sache des Verleihers sich bei uns zu melden... " meinte der Mitarbeiter zunächst. Dezenter Hinweis von Micha, dass der Verleiher bereits informiert war, da aber im Moment auch nichts machen kann - weil die letzte Partnerstation vom Europa-Service Verleih in Passau sitzt - also für uns ein bissi sehr unerreichbar weit weg..  der ADAC nahm sich dann also doch der Sache an, wenn zunächst auch nur nach dem Hinweiss, dass wir ADAC Gold Mitglieder sind und das die längste Zeit gewesen wären , wenn.. ---> was an der Tatsache, dass wir einen Leihwagen unterm Hintern hatten zwar nicht das Geringste änderte, wohl aber zu einer gewissen Beriebsamkeit in München führte..

Noch während Micha zum erstenmal mit dem ADAC telefonierte, tauchte der erste "Autobahngeier" in Form eines Abschleppers auf - der weder ADAC noch MAK noch sonst irgendeinem Automobil-Verband angehörig war, uns aber zu gern für runde 250.- € in bar ins nächste Kaff gezogen hätte.. "Nee, lass mal, wir klären das hier mit unserem Verband / Verleiher ab, wir kommen hier schon weg.. " und das in meinen "auf 3 Brocken Englisch", denn Deutsch versteht da so gut wie keiner. Er lies zunächst nicht locker, bis ich dann sehr deutlich wurde und auf das Logo des Fahrzeugs deutete, ihm klar machte - dass wir zuerst mal hier klären würden, wie, wo , was..  Resigniert zog er schließlich ab.

Über den ADAC-Mitarbeiter bekamen wir nach über einer Stunde endlich Kontakt zum MAK - dem ungarischen Partner des ADAC. Der Pannenhelfer rief zurück, lies sich Position und etwaigen Schaden sagen und erklärte uns in halb Ungarisch-Englisch, dass er in ca. 1,5 Stunden da sein würde, aber wenig Hoffnung habe, da was machen zu können. Zur Sicherheit würde er gleich noch einen Schlepper anfordern - was für ein Fahrzeug es denn wäre? Nachdem er das wußte, tönte uns zunächst bedeutsames Schweigen entgegen.. - ein stinknormaler PKW wäre ihm wohl in der Situation deutlich lieber gewesen.. "Okay - er melde sich wieder"  - es kam dann, über Umwege angefordert, ein Schlepper bei dem ich so meine  - nicht ganz unberechtigten - Zweifel hatte, dass der unseren schweren Transporter überhaupt hochziehen würde können.

Der Fiat - Notdienst ist übrigens das Sinnloseste, was man an einem Wochenende und mit einer Panne überhaupt anrufen kann... nach endlosem Klingeln auf der Notrufnummer bekam ich endlich eine nette junge Dame an die Strippe, die mir nett und freundlich erklärte, sie nähme den Standort des Fahrzeugs auf, sie gebe das dann zwar sofort weiter, aber vor Montagmorgen 7 Uhr bewege sich da dann nichts... *TiefLuftholen - sonstplatzichgleich!*   "Gut, Mädel - lass es gut sein.. wenn der hier bis Montag stehen soll, ist er entweder platt gefahren, in Teile zerlegt oder einfach nur ganz weg - vergiss es, ich hab nicht angerufen.."  Ähnliches Wiederfuhr dem Verleiher des Transporters aus und in Deutschland, als er versuchte uns über die Fiat - Hotline in Ungarn Hilfe zukommen zu lassen. 

 

Ich wollt schon immer mal mit meinem Mann sinnlos stundenlang auf der Autobahn herumstehen..

frustriertes warten auf den Abschlepper... 

inzwischen hatten wir die Umgebung auswändig gelernt - da war nämlich nichts, gar nichts...

  

 

wir saßen auf der Leitplanke, es war verdammt warm, telefonierten wie die Weltmeister - die Station mußte bescheid wissen, das Hotel, unsere Verbindungsleute zur Station, dazwischen immer wieder MAK und ADAC, die sich auch nicht wirklich einig wurden was denn nun - wer - wie und wo regelt.. und vor allem zahlt oder zuständig ist..

 unsere Wasserflaschen waren inzwischen leer, der Kaffee war auch alle - ich hatte genau noch 6 Zigaretten und wenn die alle sind, werde ich nach weiteren 3 Stunden dann komisch..

immerhin eine Stunde später traf der Schlepper ein - er kam aus Tatabanya. Nun denn, wenigstens der war schon mal da, der Pannenhelfer noch immer nicht. Der Schlepperfahrer sprach noch weniger Englisch als ich und nun lief die Verständigung via Handzeichen - klappte erstaunlich gut.. Endlich - nach noch mal gut einer Stunde traf auch der Pannenhelfer ein - guckte unter die Motorhaube und schüttelte dann ebenso hoffnunglos wie resigniert den Kopf. >Nö - da ist nix zu machen, den kriegt er nicht mehr auf die Schnelle flott! < So ähnlich wie der unter die Haube gesehen hatte, hatten auch Micha und ich und der Schlepperfahrer schon geguckt - wir wußten alle, in einem Tag geht das nicht zu machen, zuviel war da verschmort und hinüber gegangen.. Und es war Samstag, versuchen Sie mal Samstag am Spätnachmittag, irgendwo eine Werkstatt aufzutun, die die nötigen Teile da hat und dann auch tatsächlich noch arbeitet. Vergessen Sie es!  

Jetzt war zwar klar, dass der Transporter heute und auch morgen nicht mehr flott zu kriegen war, aber keineswegs, wohin er nun gebracht werden sollte. Wieder verstrich viel Zeit, bis auch das telefonisch geklärt war und wieder klärten wir es ab. Ab gings -- > Huckepack nach Budayörs zu Fiat. Der Schlepper tat sich doch recht schwer mit dem Transporter, aber er packte es dann doch noch ihn hochzuziehen. Ist ein blödes Gefühl in einem Führerhaus zu sitzen und den Transporter im Kreuz zu haben, zu wissen, der ist hin. Und noch immer nicht zu wissen, wie gehts weiter und womit?? Der ADAC hatte offenbar viel Zeit.. denn alles dauerte gefühlt endlos lange. Okay, Okay, es ist nicht ganz einfach in Ungarn was zu bewegen, was zu arrangieren, zu organisieren (das wissen wir ja nun selbst)  .- aber wenigstens den versprochenen Rückruf auf eines unserer Handys hätte man ja mal zwischendurch tätigen können - so hingen wir ziemlich in der Luft bzgl. weiterer Aktionen, wußten nicht, bewegt sich da nun was, und wenn ja - in welche Richtung geht deren Planung?

In Budayörs bei Fiat wartete ein einsamer Pförtner auf uns und den Schlepper. Der Pförtner sprach kein Wort Englisch - und schon gar kein Deutsch - und bedingt durch unsere Panne durfte er nun auch noch einige unfreiwillige Überstunden machen, er war schwer begeistert, aber sehr geduldig. Zusätzlich war auf dem Gelände ein älterer Mann, der die Hunde versorgte und zumindst mal 4-10 Worte Deutsch konnte. Immerhin etwas.

Die beiden Hunde der Fiat - Werkstatt.. der Rüde hatte verdammt viel von unserem Semi und ich hätte ihn nur zu gern mitgenommen..

 Der Rüde ist rechts im Bild..

Nun war zwar der Transporter schon mal von der M1 runter und stand gut und trocken bei Fiat - aber immer noch beladen und es war vollkommen unklar, ob und wann der wieder rollen würde - wer ihn holen  und wie - auf welchem Wege - er zurück nach BRD kommen würde. Wir kümmerten uns zunächst telefonisch darum, dass der Großteil der Spenden, Boxen und das Futter vom Transporter runter kam. Sprich: Janosch hatte sich gleich nach unserem Anruf in der Station - wo wir in Budayörs denn nun stehen - in den Combo (das ist eigentlich nur ein etwas größerer Kombi) geworfen und kam uns nun gut 2 Stunden Strecke entgegen. Inzwischen war dann auch klar, wir kriegen einen Leihwagen aus einer ungarischen Stadt - Auto - Vermietung.. denn , es gibt keine Internationale Autovermietung in Ungarn - kein Hertz, kein AVIS, kein Interrent, kein Budget.. , kein was auch immer - großer Autoverleiher in Ungarn. Es gibt sie einfach nicht.. aber wir hatten Glück, der Verleiher gab uns den Wagen auch bis nach Deutschland mit. Seit Stunden kein Anruf vom MAK, kein - bereits x-mal zugesagter - Rückruf vom ADAC, kein Anruf überhaupt..

Also wieder mal hinterher telefonieren - diverse Nachfragen klären, wer trägt was und wieviel davon an welchen Kosten.. "wir rufen zurück" jaaa-- nee, den Spruch kannten wir nun schon..

In den ungarischen Leihwagen, einen sehr gepflegten und noch recht neuen Toyota Auris -  kriegten wir ganz sicher die Hunde nicht alle rein. Also auch hier wieder telefonieren: a,) wo steckt Janosch - wie weit ist der? Ist abzusehen, wann er hier zum umladen ankommt und b.) welche Hunde gehen morgen mit raus - wer passt von ihnen in den Wagen.. wer kann noch ein paar Tage in der Station bleiben von ihnen.. und so weiter. Nächster Anruf: Mittelsleute zwischen Station und uns - habt ihr den Zimmervermieter erreicht? Warten die auf uns oder hinterlegen die die Schlüssel irgendwo, denn - es handelt sich nicht wirklich um ein Hotel, sondern um einen privaten Vermieter mit Holzhäuschen.. der will ja sicher auch irgendwann mal ins Bett.

Inzwischen war es dunkel, meine Zigaretten dann schon geraume Zeit alle.. so ganz langsam ging mir denn doch der Kamm hoch, ich hab ja eindeutig berufsbedingt die besseren Nerven von uns Beiden - aber wenn gut, dann gut..

Denn - als wir bereits die Papiere für den Auris fix und fertig vor uns liegen hatten, alles längst unterschrieben war - der Papierkrieg wegen des Transporters auch schon halbwegs vernünftig über die Bühne gegangen war - wir theoretisch nun hätten losfahren können, aber noch immer auf Janosch warteten..  klingelten gleichzeitig 2 unserer Handys.. meins und das von Micha. Seltsam - seltsam - erst Stundenlang Funkstille, nun das?? Ich hatte eine sehr nette Dame vom MAK dran, die Deutsch sprach und Micha eine Dame vom ADAC..  wir hörten nun verblüfft folgenden,doppelten Vorschlag: "Wir schicken Ihnen ein Taxi, das bringt sie zurück nach Wien - dort loggen sie für diese Nacht in einem Hotel ein und morgen bekommen sie von uns einen Leihwagen zurück nach Deutschland"

Micha wurde nun schon sehr, sehr deutlich und vor allem laut!!  Uuups, so kenn ich den Mann an meiner Seite gar nicht.. .. und ich fragte dezent an, ob man vielleicht in der Lage wäre, zu rechnen.. denn: > Fahrt mit Taxi von Budayörs nach Wien zurück & Hotel dort für 2 Personen und dann Leihwagen ab Wien zurück nach Deutschland = ganz sicher teurer als 5-7 Tage Leihwagen aus Ungarn all inclusiv !  < - ich bin nicht umsonst Disponentin in einem Fuhrbetrieb.. Was sollte denn der Käse jetzt??

Zunächst zweiseitiges nachdenkliches Schweigen an 2 verschiedenen Telefonen - dann zweiseitiges "Wir klären das ab und rufen zurück!" Von uns nun zweistimmiges "´Tun Sie das und rufen Sie innerhalb der nächsten 1/4 Stunde zurück - BITTE!"  - es kam nur noch ein Rückruf, aber der war a.) innerhalb von 11 Minuten da  und b.) sagte uns den Leihwagen dann zu. 5 Tage zahlte der ADAC (Sonderleistung - ganz große Ausnahme..aber --> vielen, vielen Dank dafür) 2 Tage zahlten zunächst wir selbst.. aber immerhin, wir konnten nun endlich mit einer vernünftigen Lösung den Rest der Fahrt in Angriff nehmen.

Es war inzwischen 20:45 Uhr.. der Tag verdammt lang, anstrengend gewesen, Micha inzwischen müde und sehr gereizt & abgenervt - weil sich alles so unendlich langsam und schwierig gestaltetet, es nicht wirklich voran gegangen war, die Verständigung so schleppend und schwer lief, alles fünfmal telefonisch nachgefragt werden musste... ich nahm es etwas gelassener, was solls - ändert sich was, wenn ich mich auch noch aufrege? Nö, ich hab wohl bei sowas die wirklich besseren Nerven.. Micha hatte zwischen Anruf der beiden Damen und Rückruf von ihnen, zwischendurch mal irgendwo Zigaretten aufgetrieben, er kennt mich doch sehr gut *grins* .. Danke, Micha. Er selbst kaute übrigens auf einem Hanuta herum - obwohl er sich gern eine Zigarette genommen hätte, aber er blieb standhaft!

Um ca. 21.00 kam Janosch mit dem Combo um die Ecke gebraust - Gott sei Dank! Endlich ein bekanntes Gesicht, einer der uns versteht, dolmetschen kann - weil er spricht zwar kein Deutsch, versteht es aber - spricht dafür fließend Englisch und natürlich Ungarisch. Schnelles Umladen der Transportboxen und der Futtersäcke, zwischendurch die entsetzte Frage von Janosch "Sind die Boxen alle voll?" und die Antwort von Micha  "Kennst du meine Frau?" Kopfnicken, ja - er kennt mich und weiß, ich packe die Autos für die Fahrten und die sind immer voll.... also, schnelles leeren und Abbauen der letzten zwei großen Boxen, damit die auch noch in den Combo passten, den Rest stopften wir irgendwie dazwischen und soviel nur ging auch in den Auris - nur ein kleiner Teil Decken verblieb noch im Transporter - etwas was wir hätten im Ernstfall verschmerzen können, wäre der Transporter über eine andere Schiene nach BRD zurück gekommen....

Und endlich rollten wir wieder.. 21:45 verliesen wir den Hof der Fiat-Werkstatt von Budayörs.. gut 2 Stunden später trafen wir in der Station ein, luden aus - bekamen Pizza und Limonade von Szilvia, die geduldig und auch müde auf uns alle gewartet hatte - und konnten endlich Entwarnung in Deutschland geben, wir waren heil angekommen, wenn auch sehr, sehr spät. Danach nur eins: Duschen - schlafen! Die nachfolgende Nacht war dammisch kurz.. denn wir mußten ja möglichst früh wieder auf der Bahn sein in Richtung Deutschland..

Ab nach Hause:

Am 13.09.009 um 20.45 waren wir glücklich mit folgenden Hunden zurück:

Bebe, die ja eigentlich ein festes Zuhause hätte haben sollen, schon ewig lang reserviert war - deren neue Besitzer uns dann aber um 17:59 am 13.09.2009 per SMS mitteilten, dass sie die kleine Motte nun doch nicht nehmen würden.. was zur Folge hatte, dass sie nun hier in unserem Tierheim sitzt (Danke Kirsten, fürs spontane Übernehmen der kleinen Zicke)  mal ganz abgesehen davon, dass ich der -auf Abruf- bereitstehenden Fahrkette absagen musste und die Unterkunft stornieren (kostet ja auch Geld)  - auch mal wieder vom Handy aus und noch auf der Autobahn.. Die Leuts hatten viel Glück, dass wir Staubedingt rund 2 Stunden Verspätung hatten, sonst wäre die kleine Maus schon im anderen Auto und auf dem Weg zu Ihnen gewesen..

 

Bebe, beim Gassigehen am Morgen des 14.09.2009 mit Micha in Deutschland und im Zwinger des TH

 

 

 Jenny , ist schon im neuen Zuhause

Die alte Luca - hier im Tierheim (morgens 14.09.09)   

und Nummer 8, die Schnauzerin - von ihr gibts leider noch immer keine Fotos.. sie ist aber privat gut untergekommen.

Die 4 großen Hunde kamen am nachfolgenden Wochenende mit nach Deutschland..

siehe Bericht Teil 2

 

********************** Ende Teil 1 **********************

 

20.09.2009  Update (Kurzmeldung)

 

endlich GESCHAFFT!

weil, wenns denn mal schief geht, dann aber gleich richtig ..

Ungarn auf 2 Etappen - auf 2 Wochenenden verteilt

 

Es begann mit einer dicken Autopanne (kleiner Brand im Motorraum) kurz vor Budapest am 12.09.09 gegen 13:30 auf dem Hinweg, einigen -nicht ganz unerheblichen- Verständigungsproblemen (es spricht noch lang nicht jeder Englisch oder gar Deutsch in diesem Land), einigen kleinen und größeren Problemen mit & wegen des Pannendienstes und später wegen des Abschleppens des ohnehin schweren und auch noch mit Spenden, Futter & Transportboxen vollbeladenen Transporters, dem ADAC (manchmal schon recht umständlich) , dem MAK (ung. Automobil-Club mit sehr guten Nerven!), der Autovermietung des Transporters aus und in BRD (man versuchte uns zu helfen - aber hatte von BRD aus kaum Chancen dazu), mit der Beschaffung des Ersatz-Leihwagens - den wir ja in Ungarn auch irgendwie organisieren mussten (vergessen Sie ganz schnell AVIS, Hertz, Inter-Rent und ähnliche Autoverleiher - die gibt es dort nämlich nicht!)  - während des gut und gern fünf Stunden andauernden sinnlosen auf der Autobahn herum stehens... bis klar war, welcher Pannenservice kommt, welcher Schlepper kann den Transporter hochnehmen, wohin und in welche Werkstatt mit dem Transporter und ist da überhaupt noch wer, kann den da noch jemand annehmen - oder stehen wir dort vor geschlossenen Toren, wie und womit dann weiter, wer zahlt was und wann und in welcher Währung.... und und und...

und doch,

was am 12.09.2009 morgens um 4 Uhr begann - ging gestern Abend am 19.09.2009 gegen 22 Uhr 30 Minuten

doch noch für alle Beteiligten und vor allem die Hunde -

GUT

in BRD zu Ende..

 

 

VORAB:

Danke an die beiden RA´s  D. Rebscher & J. Bilsdorfer fürs "Stand-by"  stehen.. (die beiden Menschen im Hintergrund für den rechtlichen Notfall - der bis jetzt GottseiDank nicht eintrat und hoffentlich in dieser Sache auch weiter ausbleibt - weil ganz zu Ende ist es noch nicht..).

Danke an die Freunde & Helfer, die von Deutschland aus ( in den Tagen vom 12.09 bis 19.09.2009 ) für uns in ungarisch und englisch oder auch in beiden Sprachen telefoniert und / oder übersetzt haben.

Danke an die Helfer in Ungarn vor Ort (MAK, Abschlepp & auch der Fiat-Service in Budayörs) , die sich mehr als nur Kulant und Hilfsbereit - trotz aller Schwierigkeiten und Sprachbarrieren - gezeigt haben. Nerven & Geduld hatten - breit wie Bandnudeln.

Danke an Janosch, der uns am 12.09.2009 gut 2 Stunden entgegen fuhr, um wenigstens die wichtigsten Sachen vom Transporter herunter zu nehmen (es wußte ja keiner sicher, ob wir den überhaupt noch mal in die Finger kriegen, ob und wann der wieder aus eigener Kraft rollt..)

Danke auch an meine Kollegen, die kurzfristig für mich Vertretung machten...  da wären:

Heidrun, die am Freitag die Dispo in meinem Job schmiss und die Nachtverladung von Freitag auf Samstag im Blick behielt..

Siggi, der dann meinen Samstagdienst übernahm und "Standby" auf Abruf war

Danke an meine langjährige Fernfahrer-Kollegin Renate - die sich am Freitag (18.09.2009) mit mir morgens gegen 3 Uhr 30 in den ungarischen Leihwagen setzte, um sich mit mir erneut in das Abenteuer "Ungarn - Leihwagen zurück, reparierten Transporter & Hunde abholen - Klappe die 2. - diesmal in 24 Stunden" warf. Denn Michael, der sonst mit mir gefahren wäre - hatte einen Lehrgang, der nicht zu verschieben war, und konnte deshalb den 2. Teil dieser Fahrt nicht mehr mit mir zusammen machen.

Danke an Alle, die uns und die Hunde an diesen 2 Wochenenden auf irgendeine Art "begleitet" haben.

Herzlichen Dank an die Benzinsponsoren, Futterspender, Daumendrücker...

Ausführlicher Bericht mit Fotos folgt demnächst.

 

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