Ungarnfahrt September 2009, Teil 2

18. & 19.09.2009

 

So, weil es so schön war und der Transporter in Ungarn ja in der Werkstatt stand und wir mit dem geliehenem Auris zurück nach Deutschland gefahren waren.. mußten wir am darauffolgenden Wochenende noch einmal die Strecke abspulen. Der Auris mußte Freitags zurück beim ungarischen Verleiher sein - der Transporter sollte ja auch wieder nach BRD - die in der Station verbliebenen Hunde warteten ja auch noch auf uns.... In der Woche dazwischen war es dem Transporter-Verleiher gelungen sich mit der Werkstatt in Budayörs in Verbindung zu setzen und zu klären, wann der Ducato fertig sein würde, was es kosten würde, usw. Er gab mir das Geld für die Rechung gleich in bar mit - weil, was bezahlt ist, ist bezahlt. *Sehr vernünftiger Mann!*  Uns war es gelungen herauszufriemeln, was denn nun wer an Kosten tragen würde.. und es stellte sich heraus, ganz so zappenduster (Finanziell) wie zunächst angenommen - sah es nun gar nicht mehr aus. Es blieb mir überlassen, alles was nun nötig war, zu regeln - damit wir Freitag / Samstag erneut nach Ungarn fahren konnten.. na gut, ist ja nicht so das Problem.

Wir, das waren meine ehemalige Fernfahrer-Kollegin Renate und ich, (wir kennen uns seit 20 Jahren und sind früher auch öfter zusammen gefahren) denn Micha hatte einen Lehrgang an disem Wochenende und der war nicht zu verschieben. Also starten wir zwei "Mädels" am Freitag morgen gegen 3 Uhr dreißig mit dem Auris nach Ungarn. Der Haken an der Sache? Den durfte nur ich alleine fahren, bedeutete - vor mir lagen runde 1080 Kilometer am Steuer. Zurück wars dann leichter.. das hatte ich geklärt.

Der kleine ungarische Auris in Deutschland - Nachbarn fragten, was das für ein Auto sei, als wir damit ankamen .. die Nummer ordneten sie zunächst Polen zu, obwohl "H" für Hungary steht. *Smile*

  

es geht erstaunlich viel rein, in den kleinen Wagen..

mal wieder Geld wechseln  und auch gleich nochmal Maut zahlen..

es war nicht die letzte ungarische Maut die wir zahlten, denn für den Transporter war sie inzwischen dann auch abgelaufen..

Um ca. 13:45 kamen wir in Budayörs bei Fiat an, der Pförtner erkannte mich gleich und winkte. Die Hunde waren fest, denn es war ja offizielle Öffnungszeit. Leider, den Hundebuben dort hätte ich gern nochmal geknuddelt, aber in seiner Hütte wollte ich ihn nicht stören. Wir stiefelen in den Verkaufsraum, vetrösteten den Mann von der ungarischen Leihwagenfirma - der übrigens nicht mal Englisch sprach auf weitere 15 Minuten Wartezeit - trafen dort im Laden dann tatsächlich auf jemanden der nicht nur Englisch, sondern tatsächlich recht gut Deutsch sprach (der Mann fährt regelmäßig nach Schwäbisch-Gmünd!) - zahlten, erhielten die Papiere und Schlüssel vom Transporter - schauten zusammen mit einem der Werkstattleute unter die Haube des Ducato und stellten fest :SAUBERE ARBEIT!

Was da eine Woche vorher schwarz verkohlt und nicht mehr zu retten gewesen war, strahlte uns nun neu und sauber entgegen..

 

da kann man nicht meckern.. ich behaupte mal, in BRD hätte man dafür locker das Doppelte - wenn nicht sogar noch mehr - an Reparaturkosten gezahlt.

Nun erst übergaben wir den Auris zurück an die Leihfirma, denn - nicht das wir ganz ohne Auto dagestanden hätten, falls da doch noch was zu machen gewesen wäre.. luden wieder mal um, diesmal hatte Renate noch gut 50 Kilo Futter aufgetrieben, unsere Reisetaschen wanderten auch in den Laderaum des Transporters - machten noch Übergabe mit dem Auris Verleiher, ich zahlte den Zuschlag für die beiden Tage, die der ADAC nicht tragen mochte.. erhielt meine Quittung dafür und wir stiegen endlich wieder in den Transporter ein. Zeitverlust mit allem drum und dran: 1,5 Stunden.. aber egal, das war auf jeden Fall mal weitaus Problemloser gelaufen als der ganze Zirkus eine Woche vorher. Auf die Schnelle sprangen wir noch in den Einkaufsmarkt gegenüber des Industriegebietes, kauften noch ein und düsten dann in Richtung Szekszart von dannen, bis uns siedendheiß einfiel: Wir dürfen nicht auf die Autobahn - die Maut ist abgelaufen.. nun denn, auf der 6 (Bundesstraße) sollte doch wohl irgendwo eine Tankstelle kommen, dort gibts grundsätzlich Maut-Tikettes zu kaufen.. gesagt, getan - aber jetzt.. nix wie los auf die Autobahn.

Gegen 18 Uhr trafen wir in der Station ein, luden den Rest der Sachen aus, die noch auf dem Transporter verlieben waren als er in Budayörs in der Wekstatt blieb, das Futter das Renate besorgt hatte -  bauten dann die großen Boxen wieder zusammen, die bei Szilvia und Janosch für eine Woche in der Station geblieben waren, tranken einen Kaffee und starteten dann zu einem Rundgang durch die Station. Renate kannte es ja nur vom erzählen und wollte natürlich nun auch selbst mal sehen, wovon wir immer berichteten..

da sind zunächst die durch Patenschaft gesicherten Hunde...

                                             Dobi (ca. 14 Jahre alt, blind) Patenschaftgesichert von Moni.                   Lora (3beinig und schon sehr alt) Patenschaftgesichert von Frau Weingärtner

                        

Tollas (gut und gerne 14 Jahre alt)  - Patenschaftgesichert von Britta                                              - auch der kleine "Black" ist durch Britta gesichert.

                     

Margot sichert nun "Johnnys" Existenz - nachdem ihr alter Patenhund "Gömbi" Anfang des Jahres verstorben ist.

 

Nun folgen Bilder vom Rundgang durch die Station..

Auch in Ungarn gibt es "Animal-Horder", diese Hunde stammen aus solch schlimmen Verhältnissen und sind nicht vermittelbar - sie lassen sich nicht angreifen oder überhaupt fangen.. sind teils sogar unverträglich mit ihren eigenen Kameraden.

 hier nur 3 von 47 Hunden des "Animal-Horders"

auch diese säugende Hündin stammt vom "Horder"  brachte nur ein paar Tage nach Ankunftder 47 Hunde in der Station 6 gesunde Welpen zur Welt.

und wieder muss sie hier bleiben.. - sie wartet schon so lange auf ein neues Zuhause..

ebenso Tollas.. er bräuchte einen Gnadenplatz für sich alleine - keine Kinder, nur zu Hunde erfahrenen Leuten. Nun im Alter ist er deutlich ruhiger geworden, aber nicht unbedingt einfacher..

 ich hoffe, er schafft auch den kommenden Winter noch..

 

wer den kommenden Winter ganz sicher nicht mehr schafft, ist der alte "Lucky" mit dem steifen Bein und dem kranken Rücken - ich hab ihm das Fotografiert werden erspart.. zum einen hat er Angst vor der Kamera, zum anderen ist sein Gesundheitszustand mehr als nur bedenklich zu nennen, das wollte ich nicht im Bild festhalten.. - der alte Hund würde aber nicht mal mehr einen Transport nach BRD überleben, was soll man denn dann noch für ihn tun können?  

** PLATZHALTER FÜR LUCKY - damit er niemanden vergessen geht **

 

Szilvia kennt jeden ihrer Hunde, kümmert sich liebevoll um sie - weiß über jedes der Tiere was zu berichten. Jeder Einzelne der Hunde hängt an ihr..

*Grinsehund*  Unvermittelbar - aber auf jeden Fall glücklicher wie je zuvor in seinem Leben.. der Schäferhund hier.

ebenfalls unvermittelbar, aber als Paar in die Station gekommen, wo sie für immer bleiben werden gleich zwei dieser bulligen Rasse:  

und noch mal 3 Hunde, denen der kommende Winter sicher nicht gut tun wird..

Ungarische Windhunde, extrem kurzfellig.. stehen zur Abgabe. Das Trio ist 2 & 3 Jahre alt, die beiden dunklen Hunde sind Geschwister (w &m. 2 Jahre) die Gescheckte ist weiblich und 3 Jahre alt..

   

Nach dem Rundgang durch die Station lud uns Szilvia zum Essen ein - es war gigantisch gut, Janosch war selbstverständlich auch mit -- der hatte uns gelotst und würde uns morgens auch an unserer Unterkunft wieder aufsammeln - weil diese diesmal außerhalb von Szekszart lag, da durch eine Weinmesse alle Hotels und privaten Pensionen in und um Szekszart weitgehend belegt waren. Die Dame die uns an unserem Übernachtungsort in Empfang nahm, war zwar sehr nett, aber entsetzlich hektisch - sie vermietete wohl zum ersten Mal und sprach weder Englisch noch Deutsch, was zu netten - aber nicht unlösbaren - Verständigungsproblemchen führte. Wir hatten ja nun Übung in mit den Händen reden, zumindest mal ich. *smile* Es war lustig - aber anstrengend.. Zumindest haben wir gut geschlafen, hatten heiß duschen können und morgens um halb 6 einen Kaffee von ihr bekommen, in dem JEDER Löffel stehen blieb. Ich brauche morgens normalerweise zwei große Tassen Kaffee mit Milch, sogenannte Humpen - um in die Gänge zu kommen, Renate ungefähr die gleiche Menge nur in schwarz (das sind so Fahrer Angewohnheiten die man nie mehr ablegt, selbst nach Jahren nicht mehr) - hier reichte ein winziges Tässlein, denn die Brühe stand - sich an den Tassenrändern hochziehend - etwas bodenbedeckend in der Tasse. Obwohl tierisch stark - war das Kaffeeähnliche Gebräu nicht bitter - aber es weckte Tote im Handumdrehen. Janosch sammelte uns zum verabredeen Zeitpunkt auf und wir folgten ihm mit dem Transporter zur Station zurück. Die Hunde wurden geholt - noch mal Gassi geführt und dann gings in die Boxen und ab auf den Heimweg.

 

Botond, morgens vor der Abfahrt                                                                                Vidor beim Gassi gehen vor der Abfahrt                                    

                         

 

einer der Jungs, die immer in der Station helfen - ein ganz lieber Bursche ist das, ihm gehört die kleine "Mäx" - ein Hundchen ähnlich wie unsere "Tildi" (nicht im Bild)

Tollas schaut traurig beim Verladen zu - immer wieder muss er zurück bleiben        eine kleine, schwarze Schönheit schaut uns ebenfalls fragend beim Verladen zu

                

 

endlich sind die vier großen Hunde verladen und Botond, der alte Viszla, singt uns nun von Szekszart bis Nürnberg sein Liedchen.. (runde 900 Kilometer)

wäre die Trennwand nicht gewesen, ich glaub ich wär ausgeflippt.. so aber bellte er schallgedämpft vor sich hin.. genervt hat er uns trotzdem.

Festgezurrt , damit sie nicht rutschen.. Sicherheit geht vor!

     

 

fast geschafft... es wird schon wieder dunkel - aber nicht mehr lange und wir sind endlich im Tierheim und können dann nach Hause..

 

Am Abend des 19.09.09 trafen wir gegen 20:30 im Tierheim Pfungstadt ein und hatten nun die restlichen Hunde dabei.

 Vidor in BRD    Botond in BRD

Bundasz & Kormi, das große schwarze Duo   nun endlich auch in BRD angekommen.

85226 (mit einer Woche Zwangspause dazwischen)  der Tachostand Transporter am Ende der Fahrt..

Arbeiten nach der Fahrt erledigte Micha dann am nächsten Morgen..

Zerlegen und Reinigen der Boxen..

 hier trocknen 8 saubere Boxen vor sich hin..

es ist wieder mal geschafft..

 

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Ein herzliches Danke auch an den Autoverleih Berlieb aus Darmstadt, der sich hilfsbereit und sehr, sehr kooperativ - auch nach dem ganzen Ärger - gezeigt hat und sich an den zusätzlich anfallenden Kosten beteiligte. Und auf unsere Nachfrage, ob wir je wieder einen Transporter von ihm bekommen würden, zu uns sagte: "Na sicher! Dafür konnten Sie doch nix"

Ebenfalls ein großes Danke an den ADAC, München, der uns dann doch noch gut aus der Patsche geholfen hat und einen Teil der Kosten übernahm, sowie die Mitarbeiter des MAK - (Schlepperfahrer & Pannendienst) deren irrsinns Geduld & Nerven & Hilfsbereitschaft wir immer noch bewundern, der Fa. Assist-Rent aus Hélyegzö - die uns den Ersatz-Leihwagen nach Budayörs brachten sowie ihn dort auch wieder abholten und ihn uns für eine Woche mit nach Deutschland gaben.

 

Ein ganz, ganz herzliches Danke für das Benzin-Sponsoring der letzten Ungarnfahrt geht an:

Fa. Millennium Group - Egelsbach (Ralf und Susanne Iff) RA. D. Rebscher, Schäfer KG - Siegen ( Inge Schäfer), RA J. Bilsdorfer, Lektoratsbüro Großpietsch - Ober-Ramstadt, und an Fam. Palz

Ohne eure tolle Unterstützung hätte diese Fahrt nicht stattfinden können.

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an die Futter, Zubehör und Deckenspender:

Hundeschule Britschgi, Dorit Phoenix, Petra Hülstrunk, Fam. Fränzen, Conny Fries, Tracey Geisler, Thomas Wittig, Kathrin Witt, STEFFIE'S BODY ROLL & GESCHENKE SHOP, Heike mit Max, Sabine Gelisen, Margot Schaaf, Monika Thurfeld, Jutta Bilsdorfer, Dieter Rebscher, Renate Schwadtmann, Monika Großpietsch, Uschi aus Berlin, Claudia & Holger Hörstkamp, Angelika Wonneberger, Fam. Wannemacher und Frau Schmittner.

ohne euch, wäre unser Auto leer geblieben..

 

Fürs online nehmen unserer Sorgenkinder danken wir:

Britta G. & Team von der Cocker-Rettung e.V., dem Verein "Viszla in Not e.V", der "dsh-nothilfe e.V",  dem Verein Grenzenlose Hundehilfe: "Sans frontiéres e.V, sowie dem Tierheim-Pfungstadt und seinem Team.

denn...  ohne eure tatkräftige Hilfe, hätten die Tiere nun keinen Platz gefunden an dem es warm und trocken ist.

 

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Abrechnung 1:

Leih-Transporter für Ungarnfahrt,

Leihtransporter aus BRD Gebühr: 300.- € alle Km inklusive

Diesel & Maut (lt. Belege)  gesamt: 218,96 €

gesamt Kosten: 518,96 €

davon über Sponsoring abgesichert: 480.- €

Restzahlung aus Überschuss "Weihnachts-Spendenmarathon 2008" gezahlt.

 

Abrechung 2:

Leih-Pkw, (Ersatzfahrzeug aus Ungarn)

2 Zusatztage (Gesamt Leihzeit 7 Tage) Leih - PKW aus Ungarn: 104.- €  

Bring & Holservice vom Leih-PKW zum und vom Fiat Autohaus: 20.- €

Benzinkosten in Höhe von 88.- €

gesamt Zusatzkosten 212.- €  (wurden gg. Beleg vom Verleiher des defekten Transporters übernommen)

Kaution für Ersatzfahrzeug: 600.- € (wurde bei Rückgabe des Wagens zurückerstattet)

weitere Benzin & Mautkosten für Leih-PKW (lt. Belege:) 175,55 €  trugen wir selbst.

Die Telefonkosten in Höhe von 62,58 € ebenfalls.

Die Hotel / Zimmerkosten für 2 Übernachtungen wurden uns gesponsort von: Monika & Gabor, unseren Mittelsleuten zwischen der Station und uns. Danke schön dafür.

Kurzum, es hätte um einiges teurer werden können..

Belege können zur Einsicht von den Benzin-Sponsoren angefordert werden.

 

***** Ende Teil 2  *****

 

 

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