Die Vorbereitungen für die Ungarnfahrt im Juli liefen seit einigen Wochen auf Hochtouren und verusachen einiges an Organisation, da diesmal die Spenden weitläufig über ganz Deutschland verteilt waren und noch kurzfristig zu uns gebracht werden mußten.

Bedingt durch eine gutmeinende "extrem Tierschützerin" kam es aber kurzfristig zu Unstimmigkeiten in den Vorbereitungen. Es gibt Leute, die grundsätzlich überall ungefragt ihre Nase drin haben müssen und so zu einem gewissen Grad an Chaos führen. Als wir versuchten ihr klar zu machen, dass sie sich bitte doch vorerst mal an nur eine Sache halten solle und nicht immer versuchen gleich die ganze Welt zu retten - noch dazu ungefragt - wurde es zwischendurch etwas ungemütlich. Wir dachten eigentlich dieses Thema wäre geklärt und zu den Akten gelegt, doch spielt es wohl zu einem gewissen Teil in die nachfolgenden Geschehnisse mit hinein, denn diese Tierschützerin wendete sich unter anderem, mit dem von uns geführten Schriftverkehr, an eine Dame, die dann im nachhinein auf dem Transport etwas heftig und überzogen reagierte.

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Am Freitag 27. Juli 2007 gegen frühen Abend war es soweit. Wieder fuhr man mit 2 schwer beladenen Transportern voller Spenden nach Ungarn. Da es in Bayern an diesem Tag Ferien gab, waren die Straßen übermäßig voll und es kam zu vielen langen Staus, die die Aufmerksamkeit der Fahrer schon auf dem Hinweg erheblich beanspruchte. Zunächst fuhr man noch im Duo hintereinander her, verlor sich aber aufgrund der Tatsache, dass der größere Transporter doch einiges an PS mehr hatte und von daher einfach schneller als unser Transporter ist. An den Grenzen traf man sich dann eben wieder und wartete aufeinander. Da wir alle den Tag durchgearbeitet hatten, waren wir auch durchweg nicht sonderlich frisch auf die Strecke gegangen, doch das rechtfertigte nicht die ausgesprochen miese Laune einer einzelnen Person  - als es beim Grenzübergang zu Ungarn schon zu erheblichen Wartezeiten an der Ticketstelle für die Maut kam. Es waren eben nur 4 Schalter für die Plaketten offen, da nutzte auch die schlechteste Laune nichts, es ging eben nicht schneller. Das ist eben so in der Urlaubszeit.

Entgegen jeglicher Absprache fuhr uns das Team des großen Transporters - wir wollten ja eigentlich zusammen bleiben, falls etwas sein sollte - erneut recht rasant davon. Ich hatte nicht die geringste Lust mir meinen Transporter zu verheizen, denn es war überhaupt keine Eile geboten. Dieses mal hatten wir zwei Tage Zeit und mußten überhaupt nicht hetzen. Frau S. saß wieder bei uns mit im Auto und verschlief zunächst noch große Teile der Stecke. Sie wurde munter als es draußen langsam hell wurde. Als einziger Nichtraucher hatte sie auf der letzten Fahrt schon arg gelitten - aber sie wollte ja unbedingt wieder mitfahren und geraucht wurde in beiden Transportern gleichermaßen. Von daher wußte sie bereits im Vorfeld was auf sie zukommen würde. Gegen 10 Uhr Vormittags trafen wir gemeinsam mit dem Team des großen Transporters im Hotel von Skekszard ein, frühstückten und besprachen dann den weiteren Ablauf. Zunächst wollten wir alle erst mal ein wenig schlafen - verabredeten bis 16 Uhr Pause einzulegen, uns dann unten zum essen im Restaurant zu treffen und danach zur Station zu fahren. Beim Frühstück im Hotel bekamen wir, als die Frage aufkam, wer bekommt später welche Hunde verladen, schon nachfolgenden Spruch zu hören: "Die Hunde kriegen bei euch ja eine Nikotinvergiftung.." Seltsam, die Hunde des letzten Transportes waren aber alle fit und munter in Deutschland gelandet. Wie gesagt, wir sind alles Raucher - unser Transporter verfügt allerdings über keine Trennwand wie der Große, dafür aber über Seitenfenster zum aufschieben .. 

Unser Zimmer war sauber, ordentlich und mit einer gut funktionierenden Klimanalage ausgestattet. Die brauchte man auch, da es zu dieser Zeit in Ungarn eine Hitzewelle mit weit über 40° am Tag gab. Wir freuten uns alle auf eine Dusche und die Betten. Kurz vor 15 Uhr klingelte aber schon unser Telefon - ob wir denn auch nicht schlafen könnten? Doch, eigentlich schon und wir hätten gern noch die halbe bis dreiviertel Stunde geschlafen, aber nun waren wir ja wach. Gingen dann erneut duschen, räumten unser Zimmer und trafen nach und nach unten im Restaurant ein. Nachmittags um kurz vor 4 gibts natürlich kein echtes Frühstück mehr, also suchte sich jeder was von der Tageskarte heraus. Das Essen war sehr lecker. Wie im Vorfeld besprochen, wurden alle Kosten fürs Hotel, Autobahngebühren, Benzin und Essen von der Leiterin des Transportes übernommen. Wir stellten den größten Teil der Spenden, boten 8 zusätzliche Verladeplätze für Hunde und dafür sollten wir eigentlich kostenfrei auf der Fahrt bleiben. 

Bis dahin war es auch noch soweit ok, obwohl die Stimmung sehr gereizt war, bedingt durch die völlige Übermüdung der Leiterin des  Transportes, die mit Klimanalage im Hotel nicht schlafen konnte und ohne offenbar wohl wegen der herrschenden Hitze auch nicht. Während die zweite Fahrerin fuhr, konnte sie ebenfalls nicht schlafen - aber dafür kann doch kein anderer etwas.

In der Station brach dann nach kurzer Zeit eine völlig sinnlose Hektik aus, im Kommandoton wurde jeder von der müden Transportleiterin hin und her delegiert - etwas, was wir als sehr unpassend empfanden, denn es gab nach wie vor keinerlei Grund zur Hektik und für diesen Ton. So passierte es dann auch, dass in dieser Hektik Sachen mit abgeladen wurden, die gar nicht zum Abladen gedacht waren, weil keiner von uns Fahrern mehr dabei stand, als abgeladen wurde. Das fiel uns allerdings erst sehr viel später auf. In brütender Hitze besichtigten wir die Hunde der Station. Zweimal wurde ein Gespräch mit der Hundevermittlerin aus der Station sehr derb durch die - nennen wir es mal - sehr gereizte Transportleiterin unterbrochen, man konnte den Eindruck gewinnen, es war nicht erwünscht, sich kurzfristig auch mit den Leuten der Station oder den Vermittlern zu unterhalten.

Im kleinen Büro konnte ich gerade noch so die extra mitgebrachten Fotos, der ehemaligen Hunde aus der Station, an die betreffenden betreuenden Leute verteilen, bevor man uns dann im vorübergehen mitteilte, dass man keine alten Hunde mehr mit aus der Station heraus nehmen würde. Das habe der Vorstand so beschlossen. Die gereizte Transportleiterin sprach nicht etwa im Vorfeld mit uns darüber, sondern wendete sich in der Station direkt an die Vermittlerein, die auch Hunde aus anderen Stationen reisefertig macht. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich dann auch ganz zufällig und nebenbei, dass wir uns vorrangig um die alten Hunde, die seit ewigen Zeiten im dortigen, deutschen Tierheim sitzen, zu kümmern hätten und zuerst diese auf unserer privaten Seite online zu nehmen hätten und erst wenn diese abvermittelt wären, könnten wir uns eventuell wieder um ungarische ältere Hunde kümmern. 

"???? Wie meinen  ????"  

Es ist ausgesprochen nett, dass wir nun Vorgaben seitens eines Vereins gemacht bekommen, zu dem wir nie gehörten!  Was wir bis dato taten - taten wir freiwillig und gern. Der Gipfel der Krönung war dann nachfolgender Satz, als die Vermittlerin fragte, weshalb man keine alten Tiere mehr mit nach Deutschland nehmen wolle, weil sie noch 1-2 ältere Hunde gern da raus gehabt hätte. Die sehr feste, nachhaltige und nicht gerade freundliche Antwort, der gereizten Transportleiterin war: "Diese Hunde werden in Deutschland alle wieder jung, leben zu lang und belegen damit Plätze, die auch ein alter deutscher Hund aus dem Tierheim belegen könnte"

Stopp - Moment - hatten wir das gerade richtig verstanden?

Statt sich zu freuen, dass ein altes Tierchen aus diesen lebensunwürdigen Umständen der Stationen heraus kommt und in Deutschland noch einmal einen guten Platz findet und dort noch ein paar Monate oder vielleicht sogar ein paar Jahre ein lebenswertes Leben führen kann - argumentierte man hier gerade gegen das Leben der alten Tiere? Das ist nicht meine / unsere Art von Tierschutz.. Jungtiere kann schließlich jeder vermitteln.. das ist kein Kunststück! Aber sicherlich weitaus rentabler..

Mit den alten Hunden, die wir privat aus dieser Station bisher zusätzlich heraus holten, hat der betreffende Verein bis zum heutigen Tage keinerlei Verpflichtungen oder Kosten gehabt. Diese Hunde besetzen auch keinen Platz, auf den ein alter Tierheimhund gekonnt hätte, denn es nimmt einem keiner einen alten Schäferhund aus dem Tierheim ab, wenn man sich was kleines in Dackelgröße wünscht.. das war schon immer so.. obendrein haben wir uns immer auch zusätzlich um die Vermittlung alter / schwieriger oder schon lange einsitzender Tierheimhunde gekümmert.. aber eben auf freiwilliger Basis. Viele von ihnen standen und stehen noch heute auf unseren Seiten online.

Wir lassen es mal dahingestellt, dass der komplette Vorstand dieses Vereins in dieser Form überhaupt irgendwelche Anforderungen hervor gebracht hat.  Beim besten Willen können wir es uns nicht vorstellen, dass man tatsächlich bei einer Besprechung so argumentiert haben soll und versucht so, über uns und unsere privaten Hilfeleistungen zu verfügen. Das basiert wohl mehr auf dem Willen oder Wunschdenken einzelner Pesonen, der Rest wird von dieser Argumentation höchstwahrscheinlich bisher keine Ahnung haben.

Man ließ mir innerhalb der Station keinerlei Gelegenheit mehr, das noch kurz abzuklären. Die Transportleiterin, die diese Aussage getroffen hatte, wich mir entweder gekonnt aus - oder ließ mich nicht zu Wort kommen. Nun muss ich sagen, ich mag es nicht, wenn über mich, meine Familie und über unsere freiwilligen Aktivitäten derartig verfügt wird und ich kann dann auch etwas ungehalten werden. Aufgrund dieser Aussagen, der sehr gereizten Stimmung, dem mächtig schrägem Ton und dem was wir zufällig so in der Station mitbekommen hatten, unterhielt ich mich auf der Fahrt nach Budapest mit Michael - der auch etwas angesäuert war - über das was so in der Station vor sich gegangen war. Frau S. saß wieder bei uns mit im Transporter - bisher war sie zum fahren noch nicht einmal eingeteilt worden und langweilte sich. Offensichtlich nutzte sie die Zeit, um fröhlich die zwischen Micha und mir geführten Gespräche, in unserem eigenen Transporter, via Sms zum anderen Transporter zu schicken. Ein sehr netter Zug von ihr, der uns zunächst noch verborgen blieb..

Sicher war auch unsere Stimmung nach den Vorfällen in der Station nicht mehr die Beste. Und sicher regten wir uns über die Launigkeit der besagten Dame zunächst einmal auf. Selbst Frau S. meinte zwischenzeitlich einmal : "Diese Manie überall einen Staff oder Bulli drin zu sehen - das ist doch nicht mehr normal. Sobald ein Hund auch nur etwas schrägere Beine hat, heißt es, da ist Kampfhund drin. Das ist doch total daneben" Ursache hierfür war ein Schnauzermix, der in der Station zurück bleiben musste, da er aufgrund einer Beinfehlstellung hinten sehr O - beinig lief und sofort in die Kategorie Kampfi eingeordnet wurde. Da war alles drin - nur kein Kampfhund. Und in diversen anderen Hunden auch nicht. Eine zarte kleine Hündin mußte ebenfalls zurückbleiben, und darf auch bei der nächsten Fahrt nicht mit, sie war angeblich ein Jagdterrier.. es war zwar nur ein zierlicher Mix, aber naja.. wir hatten das ja nicht zu entscheiden.

Auch Michael hatte sich in der Station, während des Aufenthaltes dort, mehrfach böse anfauchen lassen müssen und fragte sich gerade, warum eigentlich, aus welchem Grunde? Er hatte gerade begonnen, sich mit dem Mann der dortigen Vermittlerin über ein völlig anderes Thema zu unterhalten, als er barsch mitten aus der Unterhaltung weggerufen wurde mit den Worten: "Auf jetzt, wir müssen laden und dann weiter". Auch er konnte sich nichts anderes vorstellen, als dass es an der völligen Übermüdung der betreffenden Person liegen konnte. Auch seine Laune war nun nicht mehr die Beste, und wer meinen Mann kennt, weiß wie langmütig dieser eigentlich ist.

Wieder verloren wir den großen Transporter aus unserem Blickfeld, wieder wurde sich vom Team des großen Transporters nicht an die Abmachung gehalten, zusammen zu bleiben. Was ganz toll war, denn alle Papiere von allen Hunden lagen bei ihnen im Handschuhfach - wären wir aus irgendeinem Grunde angehalten worden, hätte das zu Problemen geführt. Zunächst ging die Fahrt zum Rastplatz bei Budapest weiter, wo wir vor dem großen Transporter eintrafen. Unterwegs stellten wir fest, unsere eigenen Jacken waren wohl in Szekszard mit abgeladen worden. Darunter auch die teure Jacke von Frau S., was diese mächtig verärgerte. Aber, Erstens nimmt man so teure Kleidung nicht mit auf solche Fahrten und Zweitens, sowas passiert eben, wenn man unbeaufsichtigt fremde Leute abladen lässt.Frau S. telefonierte daraufhin mit dem Team des großen Transporters - was auch problemlos funktionierte.

Als ich dem Team via Handy bescheid geben wollte, wo wir auf dem Budapester-Rastplatz stehen, damit man uns finden konnte, wurde das Telefon dort zum erstenmal nicht mehr abgenommen. Verwundert nahm ich es zur Kenntnis, dachte aber, man hätte es nicht gehört. Bei dem Gebell im Laderaum konnte das durchaus sein.. keine 5 Minuten nach uns traf der große Tansporter dann auch ein, stoppte kurz und zog dann weiter auf einen freien Parkplatz. Tapi wurde aus Szeged gebracht - wieder ein älteres Tier das durch unsere private Hilfe auf einen guten Platz in Deutschland ziehen durfte. Als ich gerade abklären wollte, ob soweit alles ok war, fiel man mir heftig ins Wort: "Alles erledigt - wir fahren nun da hinter zum laden der Budapester Hunde - kommt nach! Und passt auf, dass die Hunde keinen Zug bekommen - lasst die Fenster zu" Der Ton... - aber na gut.

So luden wir klein Tapi ein, setzten unser Fahrzeug ebenfalls an den Rand des Parkplatzes um - dort erst konnten wir uns von der Dame verabschieden, die uns Tapi zum Parkplatz gebracht hatte. Die Papiere von Tapi landeten ebenfalls im großen Transporter.. Kaum war diese Dame abgefahren, hieß es garstig: "Warum sind denn bei euch alle Türen und Fenster zu, die Hunde brauchen Luft.." Was denn nun? Erst hieß es doch: Zulassen damit die Hunde keinen Zug bekommen - und nun das?? So ganz allmählich hatten wir die Schnauze gestrichen voll von dem Gezicke.. zumal uns immer noch nicht klar war, auf welcher Grundlage diese Tonart eigentlich basierte. Völlige Übermüdung alleine konnte das wohl kaum noch sein.. Wir luden die uns zugeordneten Hunde ein - sprachen nicht mehr viel, weil wir keine Lust auf weitere sinnlose Diskussionen hatten und schlossen dann die Türen. Vor Abfahrt aus Budapest besprach Michael noch mit der Transportleiterin, wo der nächste Tankstopp sein sollte, denn mit unserem Benziner konnten wir nicht in der Szekszarder Station auftanken. Der große Transporter war auf Anweisung von der Transportleiterin durch meinen Mann aufgetankt worden, nur unser Tankinhalt würde nur noch knapp bis hinter die ungarische Grenze reichen, spätestens in Österreich würden wir auftanken müssen. Als Tanktreffpunkt wurde die erste Tankstelle auf hinter der Genze vereinbart. Falls dort allerdings sehr viel Trubel und Tankstau sein sollte, wollte man die zweite Tankstelle ansteuern. Aber das würde dann schon recht knapp werden.

Hinter der Genze fuhr der große Transporter am vereinbarten Tankstopp vorbei, obwohl dort nur 4 Autos an den Säulen standen. Unsere Tankuhr zeigte bereits Reserve an - Michael meinte daraufhin: "Ruf bitte mal vorne an, wir brauchen Sprit" Das versuchte ich - zunächst ging mein Anruf erneut ins Leere, wurde nicht abgenommen. Beim zweiten Versuch wurde dann abgenommen und als ich sagte "Wir brauchen Sprit" - wurde ich angefaucht: "Das hab ich mit deinem Mann in Budapest längst geklärt" das Gespräch riss ab und im grenznahen Gebiet hätte es durchaus sein können, dass mir der Sender abhanden gekommen wäre. Also wählte ich trotz giftiger Tonlage erneut - und wurde nur noch kurz angeschissen, sorry, aber anders kann man das echt nicht mehr nennen: "Was soll das Gelaber jetzt noch?" wieder riss die Verbindung ab - demnach war auch das erste Gespräch durch auflegen beendet worden. Okay -- eben war dann das Mass voll. Michael überlegte dann laut vor sich hin, einfach bis zu uns nach Hause durchzufahren und die Hunde bei uns abholen zu lassen, nebst Frau S. - die ja dann zwangsläufig auch bei uns abgeholt hätte werden müssen. Frau S. war im übrigen völlig sinnlos dabei, denn das Team des großen Transporters wollte sie offenbar nicht ans Steuer lassen und wir waren ja einigermaßen wach - wir hatten ja geschlafen. Ich sagte zu Michael: " Komm lass gut sein, die Wuffs können nichts für die Zickigkeiten von der Dame da vorne. Lass sie uns noch abladen wo sie hingehören, dann fahren wir - allerdings werde ich mit dieser Tansportleiterin gemeinsam garantiert keinen Transport mehr fahren - so einen Zickenkrieg im Wasserglas unterwegs kann ich nicht brauchen. Ich fahr ja gern, fahr auch viel und lange Strecken - aber nicht mehr mit ihr zusammen, wenn sie nicht belastbar ist und nicht unter Müdigkeit arbeiten kann und deshalb anfängt zu zicken. So ein Theater auf solchen Strecken brauche ich nicht. Mit einem anderem Team gern, jederzeit - aber nicht mehr mit ihr. Ach ja, und über das, was ich auf meiner Homepage online stelle, entscheide ich und nicht der Verein. Da ist wohl einigen Leuten ein bisschen was entfallen - nämlich das wir nie Mitglieder waren und so ganz sicher auch keine werden, aber das klär ich noch ab - voraus gesetzt das was da gesagt wurde stimmt. " Jawoll - ich war sauer. Michael auch, der äußerte sich ähnlich und bei ihm dauerts lange bis er richtig sauer wird.

Wir tankten daraufhin auf eigene Rechnung und fuhren ohne weiteren Stopp durch zum Verein. Der große Transporter war schon da und auch leer. Mein Kollege war aus Fankfurt gekommen und half mit beim Hunde abladen, obwohl er ebenfalls nicht zum Verein gehört. Währendessen ging ich mit Tapi noch eine kurze Runde, verlud sie dann neu. Unsere Transportboxen waren überall verstreut - die sammelten wir dann ein, reinigten die am schlimmsten verdreckten Boxen noch grob mit einem Schlauch und luden sie wieder ein. Betraten das Büro, zum einen weil wir jetzt gern einen Kaffee gehabt hätten, den wir auch bekamen, und zum anderen, weil ich Tapis Papiere noch brauchte, die ich auch bekam. Mein Kollege hätte noch 1-2 Fragen zu einem Hund gehabt, der seit über 2,5 Jahren in diesem Tierheim saß - wurde aber abgekanzelt von der Transportleiterin mit der Ansage, er solle sich an mich wenden. Wenigstens konnte er sich mit dem betreffenden Langzeitinsassen noch eine Weile beschäftigen. Mittlerweile ist dieser Hund zu ihm gezogen und fühlt sich dort sehr wohl.

Während wir noch im Büro saßen, rauschte die Tansportleiterin mit Frau S. vom Hof. Inzwischen ist uns dann auch klar geworden, warum Frau S. über weite Strecken kein Wort mehr sprach.. sie war wohl fleißig am tippen und berichten was bei uns im Transporter gesprochen wurde. Als ich am Montag im laufe des Tages dann freundlich nachfragte was denn die gute Frau während des Tansportes und den nachfolgenden Montagvormittag "gebissen" hätte, bekam ich per Mail zur Antwort, man hätte nichts mehr weiter mit uns zu besprechen. Diese Fahrt mit uns, wäre für Frau S. derart unerträglich gewesen....  Ahja! Was, bitte, hat sie dann daran gehindert in den anderen Transporter umzusteigen, wenns denn so unerträglich war ??? Sicher die Tatsache, dass der dortige Ton so sehr viel freudlicher und höflicher war und man bei uns im Auto sonst hätte was verpassen können *lächel* 

Am vergangenem Samstag ( 11.08.2007) zog eine weitere, sehr schwierige und schon sehr lange im Tierheim sitzende Hündin, durch unsere aktive Hilfe und die einer guten Freundin, ins neue Zuhause. Bei ihrer Vermittlung durften wir nicht mehr zugegen sein, Begründung hierfür: Unsere Anwesenheit allein würde die Laune der Vermittlerin schon negativ beinflussen.. Im Interesse des Hundes blieben wir weg.

Nachdem ich die Interessenten für die schwierige Hündin am Montagvormittag noch per Mail geschildert hatte und erklärte, dass diese Leute wirklich die Richtigen für das überaus scheue Tier wären, teilte man uns von Seiten der Transportleitung am Montagnachmittag nach dem Transport (30.07.2007) kurz und bündig mit, dass man auf unsere weitere Mithilfe keinerlei Wert mehr legt und wir uns dem Verein, den Hunden und den Ungarn fernzuhalten hätten.

Alle diese, überaus "freundlichen", Mails liegen derzeit auf der Festplatte meine Rechners..

Da nun die noch laufenden, von uns letzten angefangenen, Vermittlungen der beiden Langzeit - Insassen - Hunde ( Prince & Nevia)abgeschloßen sind, können wir uns auch wieder anderen Dingen zuwenden und brauchen auch auf die Launigkeiten der betreffenden Dame keinerlei Rücksicht mehr nehmen. Schade für die Leute, die wir in diesem Verein kennen lernten, mit denen wir uns gut verstanden haben - mit so manch einem werden wir sicherlich auch weiterhin privaten Kontakt pflegen.

Mittlerweile haben 2 kleine, bitterarme Stationen in Ungarn mit uns Kontakt aufgenommen, die gern unsere Spenden erhalten würden und froh dafür sind, den einen oder anderen alten Hund vielleicht in ein neues Leben nach Deutschland geben zu können. Wir organisieren unsere Transporte nun selbst.. und fahren im Wechsel mit einer anderen, privat engagierten, Dame die Spenden nach Ungarn.

Der erste Transport dieser Art geht dann Mitte / Ende Oktober. Wir werden da noch keinen älteren Hund mit zurück nehmen -  uns aber umsehen..

 

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