im März 2008

Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt...

Micha hatte Urlaub, ich hatte Urlaub.. Dienstags fragte mein Mann bei Tierschützern nach, ob sie bei der nächsten Ungarnfahrt einen Beifahrer bräuchten. Am nächsten Tag war bereits klar, am 18.03.08 fährt Micha nach Ungarn, nicht als Beifahrer - sondern als "zweiter" Mann mit einem zweiten Auto. Tierschützer aus der Region um Mönchengladbach fuhren nach Nyíregyhazá und waren froh, dass sie auf dem Heimweg keinen Umweg zusätzlich fahren mussten..

Ob Micha denn eventuell auch mit dem eigenen Auto .... ? Ja, wenn alle Fahrtkosten abgedeckt würden, kein Problem. Verpflegung und Hotel zahlte er selbstverständlich selbst. Am 17.03.08 stand Michas kleiner Kombi fertig beladen im Hof.. 125 Kg Futter an Bord, 5 kleine Transportboxen prall gefüllt mit Decken und Futter, Körbchen, Kissen und Schüsselchen. Hauptsächlich Futter, denn das ist - wie überall in Ungarn - Mangelware.

Morgens um kurz vor 5 startete er. Unterwegs traf er sich mit den Leuten aus Mönchengladbach in Höhe Würzburg direkt auf der Autobahn und ab da ging es gemeinsam durch Östereich, und fast komplett durch Ungarn, bis kurz vor die ukrainische Grenze.

Wir freuten uns, dass es doch noch einmal eine Möglichkeit für uns gab, mit nach Ungarn zu fahren. Auf eigene Rechnung hätten wir es nicht gekonnt - aber mit Hilfe der Tierschützer, konnte er ein paar kleinen Hunden (keine Welpen!) eine gute Reise nach Deutschland ermöglichen und ein wenig von den gespendeten Sachen persönlich übergeben. Micha hat sich das Tierheim dort genau angesehen - es ist definitiv nicht mit den uns bekannten Stationen in Ungarn vergleichbar, denn dort steht eine Tierschutz-Stiftung im Hintergrund zur Verfügung. Dieses Tierheim dort verdient den Namen Tierheim auch. Sauber, ordentlich und steht unter guter Leitung, verfügt über ausreichend Personal und hat keine angeschloßene Tötung daneben oder in der direkten Nähe. Die Hundefänger der Region bedienen vorrangig das Tierheim, die Vermittlung in die Region um das Tierheim herum läuft inzwischen recht gut. Hier wird der Tierschutz vor Ort inzwischen gut gefördert und zeigt allmählich schon Erfolge. Ein Umdenken setzt langsam ein - in der Region um Nyíregyhazá.

 

Nachfolgend ein paar Bilder von der Ladung, dem Tierheim und dem Weg dorthin..

Ein Palettchen kleine, waschbare Decken und 60 Kg zusätzliches, von einer lieben Freundin, kurzfristig gespendetes Futter.

           

Damit war der Kombi beladen... insgesamt ca. 125 Kg Futter, zusätzlich Decken, 2 Körbchen, Leinen, Halsbänder, Näpfe..

der Kombi von hinten    

hinter dem Beifahrersitz   der Beifahrerfußraum

Alle möglichen Futtersorten, die kleineren Tüten wurden in den Transportboxen verstaut.

 

4* 5 Kg Tüten Futter   Körbe, Decken, Futter

Und natürlich Bilder von der Fahrt, vom Tierheim und seinen Bewohnern...

 strahlender Sonnenschein und eisige -4° Grad

 in knapp 40 Minuten quer durch Budapest..

Die Strecke hinter Budapest.. .. fast leere Straße

 kurz vorm Ziel, es dämmert bereits...

 durch Nyíregyhazá zum Hotel 

Am nächsten Morgen im Tierheim...

zunächst: Ausladen der Spenden, aus beiden Autos zusammen ergab es doch eine ganze Menge

Das Team des 1. Autos baut seine Boxen zusammen..

Die Tierheimbewohner..

da gibt es große Hunde: 

 mittlere und kleine Hunde, alle Farben, Rassen, Mixe, Altersgruppen..

 alle waren sie freundlich...

dem Menschen zugetan..

 und er hier schien zu fragen: Darf ich mit??

auch dieser Pimpf schaute sehr fragend..

Einer von 3 Kuvasz...  er / sie schaut ebenfalls neugierig zu

 

Die komplette Zwingeranlage ist sehr sauber, sehr gepflegt, es gibt 3 Doppelreihen Zwinger. Die Tiere sind vor Ort auch gut tierärztlich versorgt, bekommen Streichler, Nähe, ausreichend Futter und eben ein Dach über den Kopf. In den überdachten Zwingern stehen isolierte Hütten mit Decken. Bei - 6° um kurz vor 7 Uhr war das Wasser in den Trinknäpfen an diesem Morgen gefroren. Die Hunde kamen, teils noch richtig verschlafen, aus den wärmenden Hütten und innerhalb von ein paar Minuten war fröhliches Begrüßungsgebell im Gange.

 Diese kleine Mami mit ihrem Baby darf im geheizten Büroraum sein, draussen wäre es zu kalt für sie und das Kleine.

Kurz vor dem Aufbrechen: die kleine, braune, frierende Dackeline darf mit und wird noch einmal mit Expot versorgt.

 Sie und alle anderen Hunde sind gut in Deutschland angekommen...

 

Wir würden gerne mal wieder fahren, wissen aber nicht, ob sich die Gelegenheit noch einmal ergibt.

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