Fahrt nach Ungarn und in den Schwarzwald im März 2009

Am letzten März Wochenende war Micha zum 1. mal für dieses Jahr wieder in Ungarn. Schwer beladen war der Kombi, überwiegend Trockenfutter war an Bord. 350 Kilo Futter waren gesammelt und verladen worden. Natürlich auch ein paar Decken und anderes Zubehör für die Hunde, sowie einiges an Kleidung und ein kleines Präsent ( Ostern naht! ) für die fleißigen Helfer in der Station. Der Mondeo lief brav, ohne Mucken und Macken, dank der guten Wartung unserer Werkstatt - es war die Feuerprobe für unser neuestes Auto.

Diesmal waren auf dem Rückweg 2 größere und 3 kleinere Hunde dabei. Alle so um die 6 bis 9 Jahre alt und alle haben die Fahrt einfach nur verschlafen. Lediglich die große Alexa saß hin und wieder in ihrer Box und sah ab und zu interessiert aus dem Seitenfenster. Der Mondeo bietet mehr Laderaum, so dass wir nun auch schon mal 2 oder auch 3 große Hunde mitbringen können. Schön, denn die Großen waren bisher immer im Nachteil.

Für Dackelchen Helena hatten wir lange im Voraus schon nach einem geeigneten Platz gesucht. Helena hatte im Jahr 2007 schwer die Dackellähmung, lief auch im Sommer 2008 noch sehr schlecht und obendrein hieß es, sie erblinde zusehends. Eine schier schlechte Ausgangsposition um diesen Hund überhaupt irgendwo ein Plätzchen besorgen zu können. Doch es gelang! Dank der regen und aktiven Hilfe einer lieben Dame vom Verein "Sans Frontiéres e.V." konnte Helena am 30.03.2009 in ihr neues Zuhause, bei einer sehr netten Dame, einziehen. Helena lebt nun mit einem älteren Neufundländer in einem riesengroßen Haus mit Garten und fühlt sich dort Dackelwohl.

Desweiteren brachten wir die etwas scheue Greti mit, eine kleine braune Hündin mit diversen Schrammen auf der Nase, die schon fast "Schimmel" in der Station angesetzt hatte - solange war sie schon dort. Die Kleine ist mir durch ihr Aussehen schon gefährlich geworden. Das herzige Weib fand direkt neue Besitzer und ist schon umgezogen.. aufs Feedback warten wir noch.

Und dann war da auch noch der schwarze Dackelmann "Ede", für den es im wahrsten Sinne des Wortes 5 Minuten vor 12 war. Er hatte sich bereits soweit aufgegeben, dass er seine Umwelt nicht mehr wahrnahm. Der kleine Ede hatte beschloßen: "Wenn mich niemand mehr haben möchte, dann möchte ich nicht mehr leben".  Ede verschlief die Fahrt, verschlief das Ankommen, verschlief das Ausladen, verschlief das Aufstehen, verschlief das Füttern, verschlief den Tierarzt... Ede war einfach alles nur noch egal. Nun, 1 Woche später: klein Ede steht auf, dackelt an der Leine schon mal um die 4 Ecken - langsam zwar, aber immerhin, erschnüffelt sich seine neue Umwelt, reagiert auf Ansprache und das Schwänzchen geht auch schon wieder verhalten. Wenn er noch etwas aufgepäppelt ist - dann ist das ein süßer kleiner, älterer Dackelherr, der sicher wieder Spaß am Leben findet und hat. Aber er braucht sicher noch eine Weile, bis er wieder ein richtig fröhlicher Hund ist. Lange Jahre war er in der Station - zulange und das hat Spuren hinterlassen..

Mitgebracht haben wir auch Alexa - eine Schnauzer Mix Hündin mit rund 55-60 cm. Alexa ist flott und fröhlich. Alexa liebt es gestreichelt zu werden. Sie liebt es im Feld Gassi zu gehen - warum sie bisher in Ungarn niemand haben wollte wissen wir nicht, hier ist sie einfach nur ein braver, lieber und fröhlicher Hund. In Ungarn saß sie mehrere Jahre in der Station. Sie kam anstelle der schwarzen großen Kormi mit, die schlimm zusammen gebissen worden und deshalb nicht reisefähig war. (Kormi geht es bereits wieder besser, vielleicht kann sie im April mitkommen, mal sehen wie es ihr bis dahin geht)

Und Nummer 5 ist eine rabenschwarze Puli-Mix Hündin, für die sich in Ungarn kein Mensch je interessiert hatte. Ganz im Gegenteil, man hatte sie einfach irgendwann Nachts in die Station geworfen.. Fanny wohnt inzwischen drei Straßen von uns entfernt mit einem halben Zoo (Kleintiere / Katzen, Pferde & Hund) zusammen und fühlt sich dort offenbar sehr wohl.

Montags fuhren wir Helena noch in den Schwarzwald. An diesem Wochenende und dem Montag haben wir über 3000 Kilometer abgespult. 2400 Kilometer davon fuhr Micha alleine.

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DANKE für

Sach & Futterspenden:

S. & R. IffD. Rebscher, Jutta S.U. Römer, K. Diehl, "Jaga", Uschi aus Berlin, D. Phoenix, I. Fränzen, R. Nowara, R. Schwadtmann, M. Großpietsch, Adriana, Darinka, Heike B., "Batzis Biene", Martin K., Margot S., Martina & Annette W., A. Gramatke, N. Link, Corinna, Fr. Witt und den vielen Sach-Spendern der "Cocker-Rettung e.V.", Claudia & Holger Hörstkamp von "Heimdalls - Erben" , Hundeschule Britschgi aus dem Lahntal,  sowie allen anderen Spendern, die ich namentlich gar nicht mehr zusammen kriege. (Meine Liste ist leider verschwunden *schäm*)

Benzin-Sponsoring:

Fa. Millenium Group aus Egelsbach, Rechtsanwalt Dieter Rebscher, Frau Anneliese R. aus der Schweiz, der Rest der Benzinkosten wurde aus dem "Überschuss" vom Spendenmarathon 2008 finanziert. (Die Tank & Mautkostenauflistung für diese Fahrt befindet sich am Ende dieser Seite.)

Sowie ein herzliches Danke an: die Kfz- Werkstatt Kostomanolakis, Kfz - Meisterbetrieb aus Pfungstadt, für die kostenbegünstigte Wartung unseres Fahrzeuges.

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Bilder der März-Fahrt

 

Abfahrtstag:

Micha am Abend vor der Fahrt - das Auto ist voll.

Zum erstenmal geht er mit dem Mondeo auf diese Strecke und der Wagen sollte nun zeigen ob er sein Geld wert ist.

2 große Boxen, 3 kleinere Boxen und jede Menge Futter, Decken und anderes Zubehör

Der Kombi, beladen bis zum Anschlag 

 in den Boxen stecken Futtersäcke

Futtertüten auch im Beifahrerfußraum vorne

 Die Heckansicht

Der Tachostand am Abfahrtstag: 103402 Km zeigt er an

  

freie Strecke am frühen Morgen:

An der Station:

es hat sich einiges verändert, seit Micha das letzte mal in der Station war. Der einst schlammige Zufahrtsweg ist nun geteert. Der Vorteil das hier nun ein Industriegebiet hinter der Station entsteht - der Nachteil: keiner weiß wie lange die Station noch da bleiben kann... im Moment wird sie noch "geduldet".

auch sonst hast sich viel getan, das totale Chaos lichtet sich, Plätze sind aufgekiest worden, vom meterhohen Unkraut befreit, neben liegen Pflastersteine.. und auch das große Areal ist nun in mehrere Abteile unterteilt worden, so gelingt die Unterteilung / Trennung der Hunde in kleinere Gruppen doch wesentlich besser. Sie geben nicht einfach auf, auch wenn sie nicht wissen wie lange sie dort mit all den Tieren noch bleiben dürfen. Sie kämpfen weiter.. reparieren, verbessern und versuchen aus allem das Bestmögliche rauszuholen.

Kaffeekochen auf Ungarisch  

während Micha seinen Kaffee trinkt, schmust er mit einem der zahlreichen Hunde.. dem Wauzi gefällts.

 

Abgeladen

Diese Menge Futter war im Kombi, ca. 350 Kg, die kleineren Beutel wurden beim abladen in die Kisten gepackt, sonst wäre man so ungefähr 20 mal mehr hin und her gelaufen. Ein Foto von den anderen Sachen hat Micha leider nicht gemacht. *Schade*

 

Neue Einteilungen der Station

Die Junghunde sind nun zusammen in einem Abteil das genug Platz bietet, das Bild zeigt hier nur 2 von 5 Tieren

Die Ausläufe wurden kleiner gemacht, dafür gelingt aber die Trennung der Hunde besser, jeder Hund hat genug Platz und ist bis auf wenige Ausnahmen immer mit anderen Hunden zusammen..

... hier die beiden Abteile der "kleinen" Hunde. Je 5-10 Tiere sitzen nun jeweils zusammen.

mit alten LKW - Planen wird versucht die fehlenden Dächer zu ersetzen (im Bild links zu erkennen)

Frontansicht der Station (die Abteile der kleinen Hunde)

Riesige Zwingeranlagen, alles ohne Dach... die Station beherbergt bis zu 250 Hunde - das braucht Platz!

die ausgewählten 5 :

 Helena, hatte die Dackellähmung und erblindet nach und nach.

die kleine, sehr zarte & scheue Greti...

 Alexa, älteres Mädchen voller Tatendrang

 Ede, er hatte bereits mit sich und dem Leben abgeschlossen..

und Pulimix Mädchen Fanny, die nie jemand haben wollte...

 

sonstige Bilder aus der Station

Dieser kleinen Bullidame hat man den Kiefer zertrümmert. Sie befand sich auf dem Wege der Besserung als ich den Bericht online nahm..

Update: 16.04.2009 Gute Reise ins Regenbogenland, kleine Hundedame. Sie starb gestern am frühen Abend an Nierenversagen.

 

er ist noch jung und trotzdem taub!

bitte, bitte kraul uns, nimm dir einen Moment Zeit für uns..  

Patenschaftgesicherte Hunde:

der blinde Dobi - er hat eine sehr liebe Patin

 Gömbi, auch er ist Patenschaft gesichert. Es geht ihm gut!

Die 3 beinige Lora grüßt ihre Paten in Reinheim. Sie ist inzwischen sehr stark gealtert, aber auch ihr geht es noch immer gut!

Es geht ALLEN Hunden mit Paten sehr, sehr gut zur Zeit.

Liebe Paten: Bitte vergesst nicht eure Patenschaften in 2009 zu erneuern - die Hunde danken es euch von ganzen Herzen.

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Ja, das ist Schnee und zwar meterhoch liegender Schnee..

da Dackelchen Helena im Schwarzwald sein neues Zuhause gefunden hatte - fuhren wir sie Montags nach Bernau.

seit 2006 kennen wir das Dackelchen... seit 2006 wartete sie auf ein Zuhause...

Helena - endlich angekommen !!  

Der Tachostand am Ende der Fahrt zeigt 106432 Km !

das sind 3030 gefahrene Kilometer von Samstagmorgen 4 Uhr bis Montagabend ca.21 Uhr.

Tank & Mautkosten Ungarn / Schwarzwaldfahrt 28. - 30.03.2009:

Tanken & Vignette Suben, Datum: 28.03.09 Zeit:08:43  Summe: 55,76 €

Tanken Nickelsdorf, Datum: 28.03.09 Zeit: 11:54 Summe: 25,96 €

Vignette Nickeldorf, Datum 28.03.09 Zeit: 12:03 Summe 6,00 €

Tanken Töltöàllomàs (Ungarn), Datum: 28.03.09 Zeit: 15:01 Summe: 6165 Ft ( ca.22.- €)

Tanken: Oldtimer Autohof, Datum: 29.03.09 Zeit: unlesbar  Summe: 42,00 €

Tanken: Shell Autohof Suben, Datum 29.03.09 Zeit: 12:42 Summe: 11,75 €

Tanken: Fittje GmbH, Gernsheim, Datum: 30.09.02 Zeit: 09:34 Summe: 60,00 € (Beginn Fahrt Schwarzwald)

Tanken: Oil Tank, Gernsheim, Datum: 30.03.09 Zeit: 20:57 Summe: 52,29 € (Ende Fahrt Schwarzwald)

Gesamtsumme Tanken / Vignette: 275, 76 €, davon über Sponsoring abgedeckt: 125.- €

 

******************** Ende ********************

 

 

 

 

 

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